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WDVS: Gedämmt wird immer mehr und immer dicker


WDVS Marktentwicklung von 1981 bis 2009. Auch im vergangenen Jahr wurden – trotz Wirtschaftskrise – wieder mehr Fassadenfläche gedämmt. (Grafik: FV WDVS)
Grafik in Großansicht – bitte hier klicken.
Der Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme (FV WDVS) hat jetzt die Jahresstatistik für 2009 vorgelegt. Die wichtigsten Ergebnisse: zwei Quartale brachten Rekordwerte, der Aufwärtstrend der Branche insgesamt hält an, die durchschnittliche Dämmstoffdicke nimmt weiter zu und bei den Marktanteilen der Materialien gab es nur geringe Verschiebungen. Insgesamt stieg das verarbeitete WDVS-Volumen im Gesamtmarkt in Deutschland von 40,1 Millionen Quadratmeter verlegter Fläche in 2008 auf 40,9 Millionen Quadratmeter im abgelaufenen Jahr (+2 Prozent). Bezogen auf die Mitgliedsunternehmen des FV WDVS gab es eine Steigerung von 34,4 Millionen Quadratmeter (2008) auf 35,6 Millionen Quadratmeter in 2009 (+2,3 Prozent).

 

Herausragend bei den Zahlen der Mitgliedsunternehmen des FV WDVS waren 2009 vor allem das zweite und dritte Quartal. Mit 10,4 Millionen Quadratmeter verlegter WDVS-Fläche (Vorjahr: 10,0 Millionen Quadratmeter) und sogar 12,6 Millionen Quadratmeter (11,7 Millionen Quadratmeter) wurden die schon sehr guten Werte aus 2008 nochmals übertroffen. Zwischen April und September eines Jahres wurde seit 2000 nie mehr WDVS verarbeitet als 2009. In den letzten drei Monaten gab es mit 8,5 Millionen Quadratmeter immerhin noch den zweitbesten Wert für dieses Quartal seit 2006 (10,6 Millionen Quadratmeter). Die Monate Januar bis März 2009 lagen mit 4,1 Millionen Quadratmeter etwas über dem Durchschnitt der letzten acht Jahre.


»Die Turbulenzen des vergangenen Jahres haben sich nicht durchschlagend negativ auf unsere Branche ausgewirkt«, bilanziert Dr. Wolfgang Setzler, Geschäftsführer des FV WDVS, »vielmehr konnten wir durch hohes Engagement von Verband und Mitgliedsunternehmen, durch viele zielgerichtete Marketingaktivitäten beim Fachhandwerk und durch herausragende Kommunikationsleistungen wie den 'Energiesparkompass' die Marktentwicklung insgesamt positiv gestalten.« Wichtig waren und sind in diesem Zusammenhang auch die Förderprogramme der öffentlichen Hand, vor allem die Zuschüsse erfreuen sich großer Beliebtheit: »Dadurch nehmen viele Hausbesitzer die energetische Modernisierung überhaupt erst in Angriff«, erläutert Dr. Setzler, »und deshalb ist die kürzlich erfolgte Aufstockung des CO2-Gebäudemodernisierungsprogramms durch die Regierung ein richtiges Signal.«


Dämmstoffdicken nehmen weiter zu
Über den gesamten Jahresverlauf 2009 nahmen die Dämmstoffdicken weiter zu. Der Durchschnittswert 2009 liegt nun bei knapp 110 mm, ein Zuwachs von 5,5 mm gegenüber 2008. Verglichen mit dem Jahr 2000 liegt die Steigerung sogar bei über 30 mm.



Die Entwicklung der Dämmstoffdicken in mm. (Grafik: FV WDVS)Die Entwicklung der Dämmstoffdicken in mm. (Grafik: FV WDVS)

Keine signifikanten Veränderungen gab es bei den Marktanteilen der Dämmstoffe für WDVS. Blockgeschäumtes Polystyrol und Perimeter erreichten 2009 eine durchschnittliche Verbreitung von 85,4 Prozent, Steinwollplatten kamen auf 6,9 Prozent Marktanteil, Steinwollelamellen auf 6,3 Prozent, andere Stoffe wie Mineralschaum, Polyurethan oder Holzfaser kamen zusammen auf etwa 1,7 Prozent.



Dr. Setzler: »Die Quote der energetischen Modernisierung ist noch immer zu gering.«
(Foto: FV WDVS)
Kein Grund zum Zurücklehnen
Die positive Marktentwicklung ist nach Einschätzung des FV WDVS kein Ruhekissen für die Branche. Dr. Setzler: »Die Quote der energetischen Modernisierung ist noch immer zu gering. Wir arbeiten daher verbandsseitig in mehrere Richtungen: Beim Endkunden versuchen wir vor allem, das nach wie vor vorhandene Informationsdefizit abzubauen. Das verarbeitende Handwerk unterstützen wir mit Aktionsmaterial und Know-how für die regionale Marktbearbeitung.«


Zusätzlich wird sich der FV WDVS in diesem Jahr um meinungsbildende Zielgruppen wie Energiefachberater und professionelle Hausverwalter kümmern. Gespräche mit einschlägigen Organisationen und Interessenvertretern laufen bereits.


»Die kalten Winterwochen haben allen Hausbesitzern noch mal gezeigt, wie sinnvoll eine Investition in energetische Sanierung sein kann«, sagt Dr. Setzler, »und wenn demnächst die Heizkostenabrechnungen in den Briefkästen liegen, wird diese Erkenntnis weiter wachsen und hoffentlich entsprechende Investitionen auslösen.«

 
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