Ausbau und Fassade - Lexikon
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Lexikon für Stuck, Putz, Trockenbau und Wärmedämmung

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Begriff Definition
Bauschädliche Salze

Bei der Verdunstung in Wasser gelöster Salze in oder auf durchfeuchteten Bauteilen können diese Salze auskristallisieren. Wenn damit eine Volumenvergrößerung verbunden ist, erzeugt sie erheblichen Sprengdruck, der zu Bauschäden und Ausblühungen führen kann.

Bauwerksfuge

Eine der verschiedenen Arten von Estrichfugen. Bauwerksfugen stellen Bewegungsfugen der Gebäudekonstruktion für die Aufnahme von Verformungen dar. Sie müssen in der Estrichkonstruktion und im Bodenbelag aufgenommen und dort als solche in gleicher Breite mit Dehnfugenprofilen ausgebildet werden.

Begehbarkeit

Von Estrichmaterialien vor dem Betreten des Estrichs zu erfüllende Eigenschaft.
Der Zeitpunkt der Begehbarkeit kennzeichnet das Erreichen einer dafür erforderlichen Mindestdruckfestigkeit und ist vom Erhärtungsablauf des Estrichmaterials sowie von den Witterungsbedingungen abhängig.

Belagsreife

Von Estrichmaterialien vor dem Beginn von Belagsarbeiten zu erfüllende Eigenschaft.
Estrichmaterialien müssen mindestens die Nennfestigkeit und zulässige Gleichgewichtsfeuchte erreicht haben, um insbesondere bei dampfdichten Belägen Folgeschäden austrocknender Restfeuchte, z.B. Blasenbildung und Ablösungen, zu vermeiden.

Bewegungsfuge

Bewegungsfugen sind Estrichfugen zur Aufnahme von Formänderungen des Estrichs. Ursachen der Formänderungen können Verformungen der Gebäudekonstruktion (Bauwerks-fugen), das Schwindverhalten bei der Erhärtung sowie temperatur- oder feuchtigkeitsbedingte Längenänderungen der Estrichmaterialien sein.

Biegezugfestigkeitsklasse (F)

Einteilung von Estrichen entsprechend ihrer Mindest-Biegezugfestigkeit nach DIN EN 13813. Insbesondere Estrichplatten auf weichen, zusammendrückbaren Schichten wie beim Estrich  auf Dämmschicht werden durch Biegezugkräfte beansprucht. Die Festigkeitsklassen werden  unterteilt von F1 bis F50 (in N/mm2) und bei der Kennzeichnung von Estrichmörteln kombiniert mit den Druckfestigkeitsklassen angegeben, z.B. CA - C20 - F4 oder CT - C50 - F6.

Bindemittel (Estrich)

Bestandteil bindemittelgebundener Estricharten nach DIN 18560/ DIN EN 13813. Bindemittel bewirken durch chemische Reaktionen und physikalische Trocknung die Erhärtung des Estrichmörtels von Nass- bzw. Fließestrichen. Dabei werden alle nicht flüchtigen Bestandteile  zu einem stabilen und tragfähigen Gefüge gebunden.

Bindemittel (Putz)

Bestandteil mineralisch und organisch gebundener Putzmörtel nach DIN EN 13914/DIN 18550.
Bindemittel bewirken durch chemische Reaktionen und physikalische Trocknung die Erhärtung des Frischmörtels. Dabei werden alle nicht flüchtigen Bestandteile (Gesteinskörnungen, Zusatzstoffe)  zu einem stabilen Mörtelgefüge gebunden. Sie sichern somit den inneren Gefügezusammenhalt des Putzes (Kohäsion) und in begrenztem Maße auch die Putzhaftung.

Brandschutz

Je nach Anforderungen an den Gesamtaufbau einer Deckenkonstruktion können Estrichkonstruktionen auch einen Beitrag zum Brandschutz erfüllen. Eine bestimmte Feuerwiderstandsklasse wird immer von der Bauteilkonstruktion als Ganzes erfüllt. Durch eine Estrichkonstruktion aus unbrennbaren Baustoffen der Brandverhaltensklassen A1/ A2 („Euroklasse“) kann die erreichbare Feuerwiderstandsklasse einer Deckenkonstruktion verbessert werden.

Brandschutzputz

Besondere Putzart zur Ummantelung von Bauteilen zur Erhöhung der Feuerwiderstandsdauer.
Besser geeignet als Kalk- oder Zementputze sind hierfür Gipsputze, da im Brandfall durch Kristallwasserverdunstung des Gipses ihre Oberflächentemperatur stark gesenkt wird.

Calciumsulfatestrich (CA/ CAF)

Eine nach dem verwendeten Bindemittel bezeichnete Estrichart.
Der konventionelle Estrich wird aus Calciumsulfatbinder (Anhydrit), gemischtkörnigem Sand als Gesteinskörnung, Anmachwasser sowie Zusatzmitteln und Zusatzstoffen gemischt. Die Zugabe von Anregern ermöglicht die Hydratation und damit die Erhärtung durch Kristallisation.

Dämmputzträger

Spezieller Putzträger zur besseren Putzhaftung und Kohäsion der in größerer Putzdicke (bis zu 10 cm) aufgebrachten Wärmedämm-Putzsysteme. Die in Wellenform hergestellten Drahtgitter werden ab einer Putzdicke von 4 cm erforderlich und wie alle Putzträger mechanisch mit Abstandsdübeln am Putzgrund verankert.

Dämmschicht

Zu den Deckenauflagen gehörende Zwischenschicht, die als Konstruktionsbestandteil eines Estrichs auf Dämmschicht Aufgaben von Wärme-, Schall- oder Brandschutz übernehmen kann. Die Dämmschicht kann aus anorganischen oder organischen Dämmstoffen bestehen, die je nach Anforderungen spezifische Eigenschaften aufweisen müssen, unterschiedlichen Anwendungsgebieten zugeordnet sind und mit Fugenversatz im Verband verlegt werden müssen.

Dämmstoff

Für Estriche auf Dämmschicht geeignete Dämmstoffe werden mit der Abkürzung für das vorgesehene Anwendungsgebiet (Estriche DEO oder DES) gekennzeichnet.
Für Estriche geeignete Dämmstoffe werden in Platten- oder Mattenform eingebaut und müssen druckbelastbar, verformungsstabil, möglichst gering zusammendrückbar, einfach zu verarbeiten und mit möglichst geringer Wasseraufnahme ausgestattet sein.

Deckenauflage

Oberhalb der Rohdecke angeordnete Teile der Deckenkonstruktion. Dazu zählen Bodenbeläge und Estrichkonstruktionen mit Zwischenschichten (Ausgleics-, Dämm- und Abdeckschichten).

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