Ausbau und Fassade - Lexikon
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Lexikon für Stuck, Putz, Trockenbau und Wärmedämmung

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Begriff Definition
Diagonalarmierung

Spezielle Putzarmierung zur Verminderung des Rissrisikos durch Kerbrisse, die an den Ecken von Bauteilöffnungen (Fenster, Türen) auftreten.
Die Risse entstehen durch Kerbspannungen auf Grund unterschiedlicher Längenänderungen des Putzgrundes zwischen den Bereichen seitlich der Öffnungen einerseits sowie ober- und unterhalb der Öffnungen andererseits.

Dispersions-Silikatputz

Putzmörtel für Oberputze mit der Bindemittelbasis Kaliwasserglas sowie < 5% Anteilen an Kunstharzdispersionen als Stabilisatoren. Dispersions-Silikatputze erhärten chemisch durch Reaktion mit Kohlendioxid und Wasser. Durch Verkieselung mit einem kalk- oder quarzhaltigen Putzgrund erfolgt eine hervorragende Putzhaftung. Die Putze sind chemisch sehr beständig und besitzen eine hohe Festigkeit sowie hervorragende Wasserdampfdurchlässigkeit.

Druckfestigkeitsklasse (Estrich)

Einteilung von Estrichen entsprechend ihrer Mindestdruckfestigkeit nach DIN EN 13813. Estrichplatten werden durch Druckkräfte aus Nutzlasten beansprucht, insbesondere die ohne Bodenbelag direkt als Verschleißschicht beanspruchten Industrieestriche. Die Druckfestigkeitsklassen werden unterteilt von C5 bis C80 (in N/mm2) und bei der Kennzeichnung von Estrichmörteln kombiniert mit den Biegezugfestigkeitsklassen angegeben, z.B. CA - C20 - F4 oder CT - C50 - F6.

Druckfestigkeitsklasse (Putz)

Unterteilung der Putzmörtelarten nach DIN EN 998-1 in unterschiedliche Bereiche der Druckfestigkeiten.

Dünnlagenputz

Dünnlagenputze weisen Putzdicken von 2-6 mm auf.
Sie erfordern einen planebenen Putzgrund, z.B. aus Porenbeton-Plansteinmauerwerk, oder ebene Unterputze, da sie Unebenheiten nicht ausgleichen können.

Durchfeuchtung

Wenn mineralische oder organische Baustoffe auf Grund ihrer Porenstruktur größere Feuchtigkeitsmenge aufnehmen und speichern, ohne austrocknen zu können, so führt dies zu länger anhaltender Durchfeuchtung des Bauteils.

Dynamische Steifigkeit

Eigenschaft von für den Trittschallschutz verwendeten Dämmstoffen.Werden Bodenbelag und Estrichplatte einer Deckenkonstruktion durch Trittschall zu Schwingungen angeregt, so muss die Weiterleitung der Schallwellen an die Rohdecke durch zwischengeschaltete weich-federnd elastische Dämmstoffe (Estrich auf Dämmschicht) möglichst stark gedämpft werden.

Edelputz- Mörtel (CR)

Putzmörtel nach DIN EN 998-1 mit Druckfestigkeitsklassen CS I – CS IV:
Er wird verwendet als mit Pigmenten durchgefärbter, meist wasserabweisender Oberputz eines mehrlagigen Putzsystems.

Egalisationsfarbe

Schlussanstrich eines durchgefärbten mineralischen Oberputzes (Edelputz) zum Ausgleich von Farbunterschieden auf Grund unterschiedlicher Saugfähigkeit der Putzoberfläche (Oberflächenbehandlung, Gerüstschatten).

Eignungsprüfungsmörtel

Putzmörtel nach DIN EN 998-1, bei dem Eigenschaften und Verwendungszweck auf Grund der Zusammensetzung und Herstellung vom Hersteller durch Eignungsprüfung nachgewiesen werden müssen.

Einlagenputzmörtel (OC)

Putzmörtel nach DIN EN 998-1 mit den Druckfestigkeitsklassen CS I – CS IV als farbiger
Eignungsprüfungsmörtel.
Er wird einlagig verarbeitet und muss die gleichen Aufgaben wie ein entsprechendes mehrlagiges Außenputzsystem erfüllen.

Estrich

Estriche gehören zu den Deckenauflagen und mit der tragenden Rohdecke und der Decken-bekleidung bzw. Unterdecke zu den Bauteilen einer Deckenkonstruktion. Sie sind entweder Träger eines Bodenbelags oder dienen selbst als Nutzschicht (Nutzestrich).

Estrich auf Dämmschicht (S) („Schwimmender Estrich“)

Eine nach der Art der Estrichkonstruktion bezeichnete Estrichart nach DIN 18560-2.
Bei einem Estrich auf Dämmschicht ist die Estrichplatte von der Rohdecke getrennt durch eine Dämmschicht, die Aufgaben des Schall-, Brand- oder Wärmeschutzes übernehmen kann.

Estrich auf Trennschicht (T)

Eine nach der Art der Estrichkonstruktion bezeichnete Estrichart nach DIN 18560-4.
Bei einem Estrich auf Trennschicht ist die Estrichplatte von der Rohdecke getrennt durch eine Trennschicht, so dass kein kraftschlüssiger Verbund mit der Rohdecke entsteht.

Estricharten

Die unterschiedlichen Estricharten können unterschieden werden nach:
-    der Aufgabenstellung:    Ausgleichsestrich, Gefälleestrich, Schutzestrich, Heizestrich,
     Nutzestrich, Industrieestrich („Hartstoffestrich“)

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