30. September 2016

Dämmstoffstärken bei WDVS jetzt frei wählbar

Foto: Daniel Bleyenberg/pixelio.de

Bei der Altbaudämmung auf Altputz fällt das WDVS gar nicht mehr unter die EnEV. Darauf weist der baden-württembergischen Stuckateurverband (SAF) hin. Der Fachunternehmer kann ab sofort dem Kunden eine Wärmedämmung in beliebiger Stärke anbieten und auf die Kundenwünsche und Bedürfnisse eingehen.

Der SAF zitiert im Internet aus dem Antwortschreiben des Umweltministeriums Baden-Württemberg im Auftrag der Projektgruppe EnEV der Bauminsterkonferenz vom 27.09.2016 folgende Aussage:

„Das Anbringen eines Wärmedämmverbundsystems fällt jedoch dann unter den Auslösetatbestand Anlage 3 Nr.1 b), wenn der Außenputz im Sinne der EnEV erneuert wird (dazu Auslegung XX-2 zu §9 Absatz 1 Satz 1 i.V.m. Anlage 3 Nr. 1 Satz 2 Buchstabe b) EnEV 2013). Wird hingegen ein Wärmeverbundsystem ohne Abschlagen des Altputzes angebracht, bleibt es mit der derzeit gültigen Regelung der EnEV 2013 dem Hauseigentümer überlassen, in welcher Dicke die Dämmschicht ausgeführt wird. Auf dieser Grundlage können Hauseigentümer, die bislang aufgrund der starren Vorgaben der zurückliegenden Fassungen der EnEV von der Ausführung einer Außenwanddämmung ganz Abstand genommen hatten, selbst die auf ihren jeweiligen Einzelfall zugeschnittene energetisch und wirtschaftlich optimale Lösung wählen.“

Der SAF kommentiert: „Im Sinne der Energieeinsparung vielleicht ein Schritt nach vorne, da jetzt Kunden, die die Fassade ansonsten nur gestrichen hätten, nun bereit sind, 8 cm oder 10 cm Dämmung anzubringen.“