17. Mai 2017

Krebsrisiko durch Arbeiten im Freien

Foto: Shakypferde/pixelio.de

Die Deutschen Gesellschaft für Arbeits-und Umweltmedizin (DGAUM) sieht die arbeitsmedizinischen Vorsorge bei Beschäftigung im Freien für gerechtfertigt. Sie widerspricht damit dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe ZDB. Die DGAUM steht uneingeschränkt zum Konzept der arbeitsmedizinischen Vorsorge sowie den Bemühungen, eine nachhaltige und erfolgreiche Prävention vor Hautkrebs zu erreichen, um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen und dem Sozialsystem Krankheitskosten zu ersparen.

In Deutschland sind bei keiner krebserzeugenden Wirkung am Arbeitsplatz derart hohe Risiken zulässig. Hinzu kommt, dass das Risiko für Hautkrebs mit Abstand das größte Krebsrisiko ist, so von Prof. Dr. med. Hans Drexler, Präsident der DGAUM in einer Stellungnahme.

Darin wird auch explizit auf die zuletzt veröffentlichte Stellungnahme des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) Bezug genommen, der die Fortschritte sowie die Bedeutung der arbeitsmedizinischen Vorsorge für Outdoor-Worker in Frage stelle. Die Verlautbarungen des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zur arbeitsmedizinischen Vorsorge bei regelmäßigen Tätigkeiten im Freien mit intensiver Belastung durch natürliche UV-Strahlung, die mit einer Gesundheitsgefährdung für die Haut verbunden sind, basieren auf falschen Darstellungen oder wissenschaftlich unrichtigen Aussagen.

Zur Stellungnahme des DGAUM.