10. Juni 2014

Meisterbrief - das wichtgste Qualitätssiegel überhaupt!

„Ohne den Dreiklang Auszubildender, Geselle und Meister würde unser Handwerk, würde unsere Wirtschaft nicht so erfolgreich funktionieren“, stellt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer im Interview mit einem Architekturmagazin fest. Im Interview äußert er sich auch zur Wärmedämmung.

Im Interview mit dem Architekturmagazin nennt Wollseifer den Versuch aus Europa, die deutschen Ausbildungsstandards aufzuweichen, „absolut kontraproduktiv“, gerade angesichts neuer wirtschaftlicher und technologischer Herausforderungen.

Weitere Statements:

„In Brüssel gibt es viele Player. Wir müssen sicher noch länger intensive Überzeugungsarbeit leisten, bis an unserem Erfolgsmodell Meisterbrief nicht mehr gerüttelt wird.“

Unser Konzept (in Deutschland) garantiert im europäischen Vergleich traditionell sehr hohe Ausbildungsstandards. Und die wichtigste Säule dafür sind unsere Meisterinnen und Meister. Im Übrigen unterstützen auch viele Kollegen im EU-Ausland strengere Berufszugangsregelungen für zahlreiche Gewerke. Wir setzen deshalb weiterhin selbstbewusst auf unser Ausbildungsmodell.“

„Meisterin und Meister im Handwerk repräsentieren in Deutschland seit jeher einen einzigartigen Typus. Fachkompetenz, Ausbilderqualität und ein Unternehmertum, das von einem hohen Verantwortungsgefühl gekennzeichnet ist.“

Die Erweiterung der EU  und die Arbeitnehmerfreizügigkeit wurden vor Jahren beschlossen. Wir hatten genug Zeit, uns darauf vorzubereiten. Und wir können auch davon profitieren. Dennoch muss man bei diesem Thema ganz klar differenzieren. Reguläre Arbeit und Ausbildung sind natürlich kein Problem. Aber unsere Betriebe haben auch mit den Schattenseiten zu kämpfen. Was wir definitiv nicht gebrauchen können, sind Zuwanderer, die sich an den Ausfallstraßen der Städte für zwei oder drei Euro die Stunde anbieten. Oder Ausländer, die als Scheinselbstständige ein Gewerbe anmelden und sich dann in Billigkolonnen auf Großbaustellen betätigen. Das kann wirklich niemand wollen und macht unsere Handwerksbetriebe kaputt - und nicht zuletzt auch unser Sozialsystem.“

Die umfassende Modernisierung des Wohngebäudebestandes in Deutschland ist im Hinblick auf das tatsächliche Volumen eine echte Herkulesaufgabe. Einiges hat sich schon getan. Um die angepeilten Klimaziele zu erreichen, müssen wir die Schlagzahl aber nochmals deutlich erhöhen. Mindestens zwei Prozent der alten Gebäude, die Jahr für Jahr enorm viel Energie verschleudern, sollten idealerweise jedes Jahr energetisch auf einen modernen Standard gebracht werden. Von dieser Sanierungsrate sind wir jedoch weit entfernt.“

Das komplett Interview lesen Sie hier: http://www.zdh.de/index.php?id=23879