05. Dezember 2017

Kühlflächen einfach nachrüsten

Heizen, Kühlen, nachrüsten
1. Beim nachträglichen Einbau einer Flächentemperierung ist die Wahl des richtigen Systems mitentscheidend für den Projekterfolg

Die nachträgliche Installation einer Flächentemperierung hängt stark von den Gegebenheiten vor Ort ab. Spezielle Systeme ­bieten hier optimale Lösungen für nahezu jeden ­Anwendungsfall – etwa bei geringer Aufbauhöhe oder wenn Wand oder Decke genutzt ­werden sollen. Immer wichtiger wird dabei auch die Kühlung von Wohnräumen.

Aus Energieeffizienz- und Komfortgründen steigen viele Eigentümer von Ein- und Mehrfamilienhäusern nachträglich vom Heizkörper auf eine Fußbodenheizung um. Hierbei sind unterschiedlichste Rahmenbedingungen wie etwa der Fußbodenaufbau oder die Anforderungen an die Trittschalldämmung zu berücksichtigen. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die Möglichkeiten verschiedener Flächenheizungssysteme für den Renovierungsfall und bezieht dabei auch den Aspekt der Kühlung im privaten Wohnbereich ein.

Geringe Aufbauhöhe schafft Möglichkeiten

Der nachträgliche Einbau einer Flächenheizung erweist sich immer dann als schwierig, wenn die notwendige Aufbauhöhe nicht vorhanden ist oder der Bauherr den vorhandenen Estrich aus Zeit- oder Kostengründen nicht entfernen möchte. In diesen Fällen sind besonders höhenreduzierte Fußbodenheizungen gefragt. So verfügt etwa das ­»Minitec System« von Uponor über eine Aufbauhöhe von nur 10 mm. Maßgeblich verantwortlich hierfür ist ein spezielles ­Folienelement, in dessen Haltenoppen sich die schmalen Rohrleitungen sicher fixieren lassen.

Für eine optimale Wärmeverteilung können die Verlegeabstände flexibel ­gewählt werden. Anschließend wird eine Ausgleichsschicht eingebracht, wobei im Extremfall eine Überdeckung von 5 mm ausreicht. Gute Fließ- und Wärmeleit­eigenschaften zeigen dabei die Nivellier-estriche von Knauf. Sollen die Systeme auf einer Dämmung aufgebracht werden, ist allerdings darauf zu achten, dass die Kombination vom jeweiligen Hersteller auf ihr Zusammenwirken geprüft wurde.

Trittschallschutz fürs Mehrfamilienhaus

Wünscht der Bauherr einen zeit- und kostensparenden Einbau, sind Klettsysteme für Fußbodenheizungsrohre empfehlenswert. Diese Befestigungstechnik für die Ein-Personen-Verlegung bietet auch in der Renovierung mittlerweile ­Lösungen für ein breites Spektrum von Anwendungsfällen. Erhöhte Anforderungen an die Trittschalldämmung in Mehrfamilienhäusern lassen sich beispielsweise mit »Klett Silent« umsetzen. Die Verlegeplatten erfüllen die Anforderungen der DIN 4109 »Schallschutz im Hochbau« und ermöglichen in Verbindung mit definierten Estrichen zudem reduzierte Rohrüberdeckungen, was das System auch für die Nachrüstung interessant macht.

Ist bereits eine bauseitige Dämmung vorhanden, lassen sich Klettsysteme mit speziellen, dünnen Faltplatten auch ­direkt darauf verlegen. Auf diese Weise wird eine klare Trennung der Zuständigkeiten der jeweiligen Gewerke sicher­gestellt. Darüber hinaus ist in Abstimmung mit den anderen Projektbetei- ligten eine individuelle, bedarfsgerechte Auswahl von Zusatzdämmschichten und -stoffen möglich.

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