01. Januar 2016

Geschäftsfeld mit Aussicht

WEM_1 Ausbau und Fassade - Geschäftsfeld mit Aussicht

Gutes Raumklima durch Kalk- und Lehmbaustoffe, Behaglichkeit durch Strahlungswärme, moderne und ressourcenschonende Technik sowie die Verbindung der Annehmlichkeiten modernen Heizens mit den Vorteilen diffusionsoffener Putze. Die Rede ist von einer Wandheizung, die sich durch ihre ­Systemtechnik speziell für Stuckateure anbietet, welche sich für neue Geschäftsfelder interessieren.

Besonderes Raumklima und Ambiente, mehr Lebensqualität für Allergiker und Asthmatiker sowie ein echtes Wohl­gefühl im Wohnraum – diese Faktoren können das Produktportfolio von Stucka­teuren und Trockenbauern aufwerten. In den Bereichen Innenausbau mit Lehm und Kalk, Innen­dämmung und Wandheizung entstehen Synergie­effekte, die es zu nutzen gilt.
Immer mehr Bauherren achten auf Wohngesundheit und sind einer neuen Art zu Heizen gegenüber sehr aufgeschlossen. Auf dieser Schiene hat der Stuckateur die Möglichkeit, seinen ­Kunden einen Mehrwert zu ­bieten und damit die eigene Wertschöpfung zu ­erhöhen. Die angenehme Strahlungswärme der Wandheizung sorgt für eine aus­geglichene Temperaturverteilung. Durch die gleichmäßig temperierten Wand­oberflächen wird möglicher Schimmelbildung entgegengewirkt. Der Baustoff Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit und absorbiert Schadstoffe. So sorgt die Wandheizung für gesundes und behagliches Raumklima und wirkt sich nicht nur auf den Menschen, sondern das ganze Gebäude positiv aus.

Mundpropaganda wirkt
Das Wohlfühlklima überzeugte auch das Ehepaar Doris und Norbert Moosmann, die ­Naturgästezimmer und Ferienwohnungen in ihrem auf 700 Meter Höhe im Schwarzwald gelegenen Fehren­bacherhof (www.fehrenbacherhof-schwarzwald.de) mit der WEM Wand­heizung auszu­rüsten. »Unsere Gäste suchen Ruhe und Entspannung – unsere Naturgäste­zimmer finden da besonderen Zuspruch.«
Der Stuckateurbetrieb Glück aus Lauterbach traf bei den Bauherren mit seinen Vorschlägen zu Lehmputz und Wandheizung auf offene Ohren. »Mit Lehm arbeiten wir schon seit Jahren erfolgreich. Sowohl private als auch gewerb­liche Bauherren sind sehr zufrieden – wir merken da den Effekt der Mund­propaganda! Und diese Wand­heizung passt bei vielen ­unserer Kunden nahtlos ins Konzept, so dass wir hier in vielen Fällen gleich den Zuschlag ­bekommen. Die Zusammenarbeit mit der WEM Wandheizung GmbH klappt einwandfrei, wir erhalten nicht nur alles aus einer Hand, sondern bekommen auch jederzeit technische Hilfe, wenn mal etwas klemmt.«
Als führender Hersteller im Wand­heizungsbereich ist WEM seit 1999 rein auf Wandheizungen spezialisiert und vertreibt seine Produkte über Hand­werker und Naturbaustoffhändler. Das Unternehmen liefert nicht nur die ­reinen Wandheizungssysteme, sondern auch das heizungstechnische Zubehör sowie speziell eingestellte Lehm- und Kalkputze zum Verputzen der Rohr­leitungen. Die Komponenten sind so ausgewählt, dass sie möglichst einfach zu verarbeiten sind.

Angenehmes Raumklima
Handwerker erhalten besondere Unterstützung bei ­Planung und Kalkulation sowie schnelle und kompetente Antwort auf tech­nische Fragen, die im Vorfeld oder auf der Baustelle entstehen. Die WEM-­Systeme sind geprüft und zertifiziert, besonderen Wert legt der Hersteller auf die Optimierung und ständige Weiterentwicklung der Systeme. Zusätzlich ­arbeitet er mit Forschungs­instituten ­zusammen, so zum Beispiel mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik.
Die Moosmanns vom Fehrenbacherhof sind jedenfalls glücklich mit Ihrer Entscheidung für die Wandheizung in Lehmputz. »Wir hören immer wieder, dass unsere Urlauber besonders gut schlafen und das angenehme Raum­klima ganz bewusst wahrnehmen. Die Entscheidung für diese spezielle ­Innen-ausstattung haben wir nicht ­bereut.«

Pflanzenfasern für die Stabilität
Das Prinzip der WEM Wandheizung ist einfach. Die Wandheizungs­systeme gibt es in drei verschiedenen Formen, die auch untereinander kombinierbar sind. Die Montage des Wandheizungstrockenbausystems gestaltet sich unkompliziert: Die Handwerker schrauben die 25 mm starken Klima­elemente aus Lehm an den Untergrund. Verschraubt werden die Platten an den an mehreren Stellen eingelassenen ­Unterlegscheiben. Eine Platte wiegt 43 Kilogramm, sie ist durch ihre spezi­elle Lehm­mischung mit Pflanzenfasern sehr stabil und lässt sich mit zwei ­Leuten gut ­bewegen. Die restlichen, nicht mit Wandheizung belegten Flächen werden mit Lehmbauplatten in gleicher Stärke verkleidet, um eine einheitliche Fläche zu erhalten. Das Zuschneiden dieser Lehmbauplatten geht fast staubfrei, weil sie nicht mit Kreissäge oder Trennscheibe, sondern ähnlich wie bei Gipskartonplatten durch An­ritzen und ­Brechen geteilt werden.
Die Wandheizungselemente werden dann an den unten aus den Platten herausstehenden Rohrenden durch eine Rohrleitung mit Presswinkeln mitein­ander verbunden und an den Heizkreisverteiler angeschlossen.

Ausgeglichene Luftfeuchtigkeit
Die mit Klimaelementen und Lehmbauplatten belegten Wandflächen werden zum Schluss mit dem Lehm-Oberputz abgespachtelt, wobei eine Lage Putz­armierung mit eingearbeitet wird. Nun ist die Wand fertig für einen ab­schließenden Farbanstrich oder Dekorputz nach Wünschen des Bauherrn. ­Dabei sollte mit diffusionsoffenem ­Material gearbeitet werden, um die ­positiven Eigenschaften des Baustoffes Lehm zu erhalten: Lehm bindet Schadstoffe und Gerüche. Außerdem kann er viel Feuchtigkeit aufnehmen und über einen längeren Zeitraum wieder an die Raumluft abgeben, so dass sich ein ­angenehmes Raumklima mit einer ausgeglichenen Luftfeuchtigkeit ergibt. Der Aufbau der Wandheizungskonstruktion ist insgesamt 30 bis 35 mm stark.
Fazit der Handwerker: »Das WEM Wandheizungs-Trockenbausystem lässt sich schnell und einfach einbauen, die Montage- und Trocknungszeiten sind sehr kurz. Der Hersteller hat sofort ­geliefert und uns bei allen Fragen beraten. Der Bauherr ist rund­um zufrieden mit der Bauabwicklung und seinen wärmenden Wänden! Das System werden wir auch zukünftig ­wieder einsetzen.«

Druckprüfung zum Schluss
Die Montage des WEM Klimaregisters funktioniert so: Die Rohrregister werden je nach Untergrund mit Schrauben und Dübeln befestigt und mit Pressfittings miteinander verbunden. Damit das ­System hydraulisch einwandfrei arbeitet, werden maximal sechs solcher ­Register in einen Heizkreis gesetzt. Hat man höhere Rohrlängen, wird einfach ein weiterer Heizkreis in dem Raum ­gebildet. Der Stuckateur führt die Anbindeleitungen für die Wandheizung bis zum Heizkreisverteiler. Den eigentlichen Anschluss an Kessel, Therme oder ­Wärmepumpe übernimmt der Heizungsbauer. Vor dem Verputzen wird eine Druckprüfung durchgeführt, die sicherstellt, dass das System dicht ist.

Gute Wärmeleitung
Nun können die Wandheizungsrohre mit Lehm oder Kalk verputzt werden. Um die maximale Leistung der Wand­heizung zu erzielen, werden an die ­Putze hohe Anforderungen gestellt. So müssen die Beschichtungssysteme eine optimale Wärmespeicherung gewähr­leisten, hoch diffusionsfähig sein und eine maximale Wärmeleitfähigkeit ­besitzen. Diese richtet sich nach der höchst möglichen Rohdichte, die eine gute Wärmeleitung gewährleistet.
Beim Verputzen mit Lehmputz werden die Rohre mit einer zirka 2,5 cm dicken Schicht Lehm-Unterputz überdeckt und über die Rohre abgezogen. Besonders praktisch beim Lehmputz: Hier darf trockengeheizt werden! Nach Fertig­stellung der Unterputzlage wird dazu die Wandheizung auf Betriebs­temperatur gebracht. Nach vollständiger Durchtrocknung wird eine Lage Lehm-Oberputz aufgebracht, in die ein ­wärmebeständiges Armierungsgewebe eingearbeitet wird. Die Oberfläche kann je nach Kundenwunsch rauh oder glatt gestaltet werden. Wenn die Oberputz-Lage durchgetrocknet ist, kann sie ­gestrichen oder mit einem Dekorputz fertiggestellt werden. Das Verputzen mit Kalk erfolgt ähnlich wie mit Lehm, nur dass der Kalkputz nicht trockengeheizt werden darf.

Angenehme Strahlungswärme
Je nach Gebäudetyp wird das passende System ausgewählt. Bei der Villa auf Bild 1, ­deren Bauzeit in der letzten Jahrhundertwende lag, wurde wegen der höheren Flexibilität das WEM ­Klimarohrsystem gewählt. Der Stuckateur verlegte die Rohrleitungen auf der Schilfrohrdämmung und verputzte sie mit Lehmputz. Zum Abschluss wurde ein farbiger Lehmfeinputz aufgetragen.
Die Besonderheit der Wandheizung ­gegenüber herkömmlichen Heizkörpern ist die angenehme Strahlungswärme, die von den temperierten Wänden ausgeht. Diese Wärme wird ähnlich wie die Sonnenstrahlung vom menschlichen Körper als besonders angenehm und ­behaglich empfunden.

Energie- und Kostenersparnis
Auch der Einsatz als Deckenheizung oder –kühlung ist möglich und mit dem WEM Klimaelement-Trockenbausystem einfach zu realisieren. Dazu werden die Lehm-Heizplatten an die Decke geschraubt und die restlichen Flächen mit Lehmbauplatten gleicher Stärke aus­geglichen. Im Sommer wird dann kaltes Wasser durch die Rohre geleitet – eine geräuschlose Klimaanlage ohne unangenehme Zugluft. Auch beim Energiesparen punktet die Wandheizung: Die Raumtemperatur kann bei gleichem Wärmeempfinden um bis zu drei Grad Celsius abgesenkt werden, was eine ­Energie- und Kostenersparnis von bis zu 18 Prozent bedeutet.
Da die Wandheizung ein gewerkübergreifendes System ist, bietet der Hersteller WEM Wandheizung GmbH eine Reihe von planerischen Leistungen an, um Stuckateuren, Trockenbauern und anderen Handwerkern zu ermöglichen, diese Heizung anzubieten. Der Schwerpunkt ist hier die umfassende Beratung von der Anforderung an den Untergrund über die Montage bis hin zur fertigen Oberflächengestaltung.

Abbildungen: WEM                                                                           Ausgabe: 10/2012

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