05. September 2017

Gemeinschaftliche Farbentscheidung

Zweifarbiger Putz und bunte Holzlamellen
Fotos: Eble Architektur

Die Fassade der Baugemeinschaft Dreiklang in Tübingen ist ansprechend gestaltet. Zweifarbiger Putz und bunte Holzlamellen im Wechsel zeigen sich lebendig, leuchtend und harmonisch. In die Zusammenarbeit von Joachim Eble Architektur mit der erfahrenen Farbgestalterin von Lasuveda wurden auch die Bauherren mit einbezogen.

Joachim Eble Architektur plant seit über 30 Jahren ökologische Architektur mit Schwerpunkt Wohnungsbau. Sein Ziel sind gesunde, behagliche und ästhetisch motivierende Lebensräume. Dabei sammelte das Büro auch viele Erfahrungen mit größeren Wohnprojekten. Die Baugemeinschaft »Dreiklang« im neuen Stadtquartier »Alte Weberei« in Tübingen-Lustnau, einem ehemaligen Industriegelände, bietet Platz für neun Parteien und eine Praxis. Das Gebäude hat eine in Deutschland einzigartig innovative, natürliche und ­effiziente Lüftung. Auch von außen zeigt es sich modern. Die Putzfassade ist in einem lichten Grün und einem warmen Orange gehalten, die das Volumen unterteilt und menschlicher macht. Die Treppenhäuser, Erker und Balkone sind mit Holzlamellen verkleidet, die zwischen den beiden Grundfarben schwingen und wie Obertöne in einem Klang verschiedene Nuancen verstärken. Grau scheint die Unterkonstruktion aus Faserzementplatten an einzelnen Stellen grafisch hindurch und verstärkt die kubische Architektur.

Farbkonzept

Joachim Eble kooperiert bei vielen seiner Projekte mit dem Atelier Lasuveda, das seine Frau Barbara Eble- Graebener leitet, so auch bei Dreiklang. Ihr gemein­sames Ziel ist ein architektonisch-künstlerisches ­Erscheinungsbild. Sie erreichen es durch ein feindifferenziertes Farbkonzept, das farbig gestaltete Holzoberflächen mit Putz kombiniert. Putzflächen in Grün und Orange halbieren den Baukörper, so dass er in die lokale, kleinteilige Stadthausoptik passt, die durch das Quartierskonzept vorgegeben ist. Auf die Putzfarben ist der Farbkanon der Holzlamellen fein abgestimmt. Das mineralische Putzsystem ist hydrophil und biozidfrei. Die Oberfläche der Lamellen harmoniert mit der mineralischen Oberfläche des Putzes. Das Holz ist mit einer mineralisch-matten Lasur gestrichen. Sie lässt die sägeraue Struktur des Naturmaterials hindurchscheinen. Damit die wasserlöslichen Holzbestandteile nicht durchschlagen, wird es in einem ersten Arbeitsschritt auf Alkydharzbasis grundiert.

Sie besitzen ein Printabonnement, oder sind bereits registriert? Jetzt einloggen!
Lesen Sie jetzt den kompletten Artikel.
Angebot auswählen und sofort weiterlesen.
Oder direkt ein Printabonnement?
1 Jahr Ausbau+Fassade für nur 136,00 € inkl. Mwst. und Versand.
Fordern Sie jetzt gleich Ihr Printabonnement an. Zum Formular
Sie besitzen ein Printabonnement, oder sind bereits registriert? Jetzt einloggen!
Sind Sie bereits Abonnent und haben Ihre Zugansdaten vergessen?
Fordern Sie jetzt gleich Ihre Zugansdaten an. Zum Formular