01. Januar 2016

Auf leisen Spitzen

Vogl-Akustik-2 Ausbau und Fassade - Auf leisen Spitzen

Die Deutsche Oper in Berlin ist ein ­Gebäude im Stil der 1960er-Jahre mit Eleganz und ­klaren Linien. In den Probensälen wurde vor Kurzem ein neues Deckensystem installiert. Schallschutz­platten ­sorgen für ein angenehmes Raumklima und eine gute Schallabsorption.

Die Deutsche Oper in Berlin liegt in der Bismarckstraße 35. Seit ihrer Gründung im November 1912 durchlebte das zweitgrößte deutsche Opernhaus in der Bundeshauptstadt eine wechselvolle Geschichte. Auffällig ist die Bauform: ein schwebender heller Kubus auf einem dunklen zurückgesetzten Sockel. ­Besonders die dicke Wand aus Waschkieselputzplatten sticht aus der umgebenden Stadtarchitektur heraus.
Mit ­einer Länge von 70 Metern und ­einer Höhe von zwölf Metern akzen­tuiert diese fensterlose Hülle genauso das Gebäude wie die riesige Fensterfront am Vorplatz. Diese gewährt einen Blick ins Innere auf das »schwebende Treppenhaus«. Mit über 1800 Sitz­plätzen zählt die ­Deutsche Oper zu den drei Opern­häusern in der bundes­deutschen ­Metropole.
Ungewöhnlich ist ebenfalls der ­Zuschauerraum. Er hat keine wie – in Theatern üblich – ausgeführte U-Form, sondern wird von freitragenden ­Balkonen betont.

Schallschutz in den Probensälen
Im ehemaligen Malsaal – nunmehr die neuen Probensäle – wurden alle infrage kommenden Bereiche, hier in den ­Ballettsälen Probe zwei, drei und vier sowie dem Foyer »de la dance«, mit schallabsor­bierenden »Vogl Adsorperplatten« verkleidet. Diese kamen auf ­einer Fläche von 2685 m² zum Einsatz. Der im mittelfränkischen Ems­kirchen beheimatete Hersteller Vogl Decken­systeme ist ein Spezialist für ­solche ­gelungenen ­Lösungen, die eine besonders gute Schallabsorption inklusive Luftreinigung garantieren.
Ob Architekten oder Fachplaner, wer für Decken nach Produkten sucht, die in Räumen für eine wirksame Schallabsorption sorgen müssen und zugleich die Raumluft reinigen, bekommt mit der Adsorperplatte ein Erzeugnis, das diese Eigenschaften in sich vereint. Das Produkt ist für solche Aufgaben gut ­geeignet, da es zusätzlich die »dicke Luft« aufnimmt. Gerade in den Proben-sälen, in denen das Ballett täglich ­trainiert, muss das Raumklima stimmen, damit die Tänzer ihre künstlerischen Höchstleistungen entfalten können.
»In diesem Fall kommt ein Erzeugnis zur Anwendung, das keine umweltgefährdenden Schadstoffe in den Innenraum abgibt, die Raumluft erfrischt und so zum Wohlgefühl der Künstler beiträgt«, erklärt Produktmanager Benedikt Roos von Vogl Deckensysteme.

Sehr gute Schallaufnahme
Erreicht wird dies durch das Zusammenwirken von Temperatur, Luftfeuchtigkeit,  -qualität und -bewegung wie auch dem Zusammenspiel von physikalischen, biologischen und chemischen Faktoren, ­indem selbst die Innenraumluftfeuchtigkeit berücksichtigt wird.

Schnelle Fugenverarbeitung
Die Vogl Adsorperplatte ist eine aus Gipskarton gefertigte, schalltechnisch hochwirksame Deckenplatte mit einer zusätzlichen Funktion zur Luftreinigung. Sie wird in einem Spezialverfahren hergestellt und kann so die Luft aufnehmen und gereinigt wieder an den Raum abgeben. Das System wurde in den Maßen 1188 x 1998 x 12,5 mm und ­einer Lochung von 8/18 Quadro in den dafür infrage kommenden Räumlich­keiten montiert. Es hat einen Lochflächenanteil von 19,8 Prozent und ein auf der Rückseite kaschiertes schwarzes Akustikvlies. Das Endfinishing erfolgte mit dem Produkt »Vogl-Fuge«, welches ein ­homogenes Deckenbild schafft.

Homogenes Wandbild ohne Schleifen
Mit der Vogl-Fuge wird die Fugen­technik für das Trockenbaufachunternehmen leicht gemacht. Im Liefer­umfang des Vogl-Fuge-System-Kits ist alles enthalten, was der Trockenbaufachmann zur Verarbeitung benötigt: Schwamm, Schrauben, Werkzeug sowie eine detaillierte Montage­anleitung. Es ist eine Alter­native zu den bisher bekannten Fugensystemen. Denn mit diesem lässt sich eine schnelle und verarbeitungsfreund­liche Fugenausbildung ermöglichen, ­indem das lästige Spachteln entfällt.

Höhenversätze werden ausgeglichen
Als Erstes befestigt das Trockenbau­fachunternehmen die einzelnen Platten auf einer planebenen Unterkonstruktion »Stoß-an-Stoß«. Nach der Platten­montage müssen nun auftretende Höhenversätze ausgeglichen werden. Dazu können beispielsweise die VoglLochplattenschrauben nachjustiert ­werden. Danach kann das Trockenbaufachunternehmen die Schrauben-köpfe im Fugenbereich mit dem Vogl Schraubkopf- und Repairspachtel abspachteln.
Treten Kartonüberstände auf, werden diese einfach mit einem Schleifgitter egalisiert. Anschließend wird mit einem Schwamm der Fugenbereich in Fugenrichtung leicht angefeuchtet und mit dem Lammfellroller der Vogl Flüssig­spachtel (Ready-Mix-Produkt) aufge­tragen.

Rasche Trocknungszeit
Jetzt kommt ein sehr einfaches und ­effizientes Hilfsmittel zum Einsatz: Der einseitig gummierte Vogl-Fuge-Strip wird mittig im feuchten Flüssigspachtel auf dem Plattenstoß fixiert. Während der zweistündigen Trocknungszeit kann der Trockenbauer die Schraubenköpfe in der Plattenmitte verspachteln. Nach dem Ende der Trocknungszeit erfolgt nur noch das Glätten der Fugenoberfläche mit dem Egalisierungspapier in Fugenrichtung. Ein intensives Schleifen ist nicht erforderlich und das Ergebnis kann sich sehen lassen: ein sehr gutes Flächenbild ohne sichtbare Plattenansätze.

Abbildungen: Vogl                                                                                        Ausgabe: 7-8/2012

  1. Vogl-Akustik-2 Ausbau und Fassade - Auf leisen Spitzen
  2. Vogl_Akustik-1 Ausbau und Fassade - Auf leisen Spitzen
  3. Vogl_Akustik-3 Ausbau und Fassade - Auf leisen Spitzen
  4. Vogl_Akustik-4 Ausbau und Fassade - Auf leisen Spitzen