01. Januar 2016

Für glatte Oberflächen

Ejot_WDVS-1 Ausbau und Fassade - Für glatte Oberflächen

Die Dübelindustrie hat sehr viel Know-how in die Entwicklung von WDVS-Befestigungen investiert, welche die sichere und wirtschaftliche Befestigung von Dämmstoffplatten ­ermöglichten. Eine neue Generation von Dübeln sorgt für homogene Oberflächen.

Seit über 50 Jahren sind Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) eine der effi­zientesten und langlebigsten Möglichkeiten zur energetischen Optimierung der Gebäudehülle. Dass sich die »Energiespar-Fassaden« bestens bewährt ­haben, dazu haben »Europäisch Technisch Zugelassene Dübel« erheblich beigetragen. Doch durch die Entwicklung immer komplexer werdender WDV-­Systeme und der stetig steigenden Zahl verarbeiteter Quatratmeter haben sich im Laufe der Zeit Schwachstellen he­rauskristallisiert. Diese liegen zum einen in der Qualität der Ausführung, zum ­anderen in den verwendeteten Zubehörteilen. Die Industrie hat sehr viel Know-how in die Entwicklung von Dämm­stoffen mit besseren Eigenschaften und die Dübelindustrie in WDVS-Befestigungen investiert, welche die sichere und wirtschaftliche Befestigung von Dämmstoffplatten ermöglichten.

Dübelabzeichnungen
Vor vielen Jahren war das Thema Dübelabzeichnungen in der WDVS-Branche ständig präsent. In den letzten Jahren ist es jedoch ein wenig in den Hintergrund getreten. Aber was sind eigentlich Dübelabzeichnungen?
Dübelabzeichnungen sind temporäre oder permanente Flecken, die auf einer wärmegedämmten und verputzten ­Fassade, oberhalb der Dübelteller auf der Fassadenfläche als dunklere oder hellere Flecken sichtbar werden. Und warum ist das so? Leider gibt es aktuell noch keine umfassenden wissenschaft­lichen Untersuchungen zur Ursache von Dübelabzeichnungen. Dies kann an der Komplexität der möglichen Einfluss-größen und Ursachen oder der Kombination der Einflussgrößen je nach Situ­ation am Objekt liegen. Die Orientierung der Fassadenfläche kann eine Rolle spielen: Ist die Fassadenfläche an der Wetterseite oder auf der Südseite, ist eine Beschattung durch Pflanzen oder benachbarte Gebäude gegeben. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass es durch hygrische Einflüsse zu entsprechenden Abzeichnungen kommt. So ­haben die verwendeten Mörtel durch den Einsatz von Hydrophobierungs­mitteln je nach unterschiedlicher ­Konzentration ein unterschiedliches Wasseraufnahme und –speicherungsverhalten. Des ­Weiteren haben die im ­WDVS verarbeiteten Werkstoffe ein ­unterschiedliches Wärmespeicherver­halten.
Sie geben die aufgenommene Wärmeenergie zeitversetzt an die ­Umgebung ab, so dass die Fassadenfläche unterschiedlich abtrocknet.

Punktuelle Wärmeleitfähigkeit
Eine ebenfalls vielfach diskutierte Einflussgröße ist die punktuelle Wärmeleitfähigkeit (Chi-Wert) der eingesetzten Dübel. Je nach Geometrie des Dübels und der verwendeten Materialien bei den Spreizelementen kommt es zu verschiedenen Rechenwerten. Jedoch kann nicht mit Sicherheit gesagt ­werden, dass die punktuelle Wärmeleitfähigkeit des ­Dübels einen wesentlichen Einfluss auf die Entstehung von Dübelabzeichnungen hat.
Ein Untersuchungsbericht der SGW (Sachverständigen­gemeinschaft Wärme­dämmung) hat an einem kon­kreten Objekt mit Dübelabzeichnungen unter Berücksichtigung der möglichen Einflussgrößen die Ursache der Abzeichnungen untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchung zeigt, dass diese nicht mit hygrischen Effekten begründet ­werden können, da die verwendeten Materialien des Putzsystems eine sehr starke Hydrophobierung aufwiesen. Auch die punktuelle Wärmeleitfähigkeit (Chi-Wert) des eingesetzten Dübels (0,000 W/K) kann als Grund ausgeschlossen werden. Im vorliegenden Fall konnte der Grund in zu tief in den Dämmstoff montierten und überspachtelte Dübeln festgestellt werden.

Homogene Oberflächen
Durch die oberflächenbün­dige Verarbeitung von ­WDVS-Dübeln besteht immer die Gefahr, dass durch eine nicht fachgerechte Verarbeitung der Dübelteller zu tief in die Dämmstoffoberfläche eingeschlagen wird oder dass der Dübel­teller auf der Dämmstoffoberfläche aufliegt, so dass keine glatte Oberfläche realisiert werden kann.
Auf dem Markt befinden sich seit fast zehn Jahren WDVS-Befestigungen, die durch ihre Technologie beziehungsweise Verarbeitung dafür sorgen, dass die ­Gefahr von Dübel­abzeichnungen durch zu tief gesetzte und überspachtelte ­Dübel auf ein Minimum ­reduziert wird. Diese Befestigungen werden durch ein speziell entwickeltes Mon­tagetool ­kontrolliert in den Dämmstoff versenkt und mit einer Dämmstoffrondelle abgedeckt. Somit werden glatte und homogene Oberflächen realisiert, die für ­zufriedene Kunden und für die Fortführung der Erfolgs­geschichte WDVS sorgen.

Neue Generation an Dübeln
Das Unternehmen »Ejot« hat mit dem STR-Prinzip den Grundstein für diese Technologie gelegt. Durch das STR-Prinzip werden die Dübel dank eines speziell entwickelten Montagetools kont­rolliert in den Dämmstoff versenkt und an­schließend je nach Dämmstoff mit einer passenden Rondelle abgedeckt. Diese Technologie ­gewährleistet eine glatte Oberfläche und homogene ­Fassadenoberflächen. Ejot hat nun eine neue Gene­ration an Dübeln, ­welche anhand des STR-­Prinzips montiert werden ­können, ins Leben gerufen. Anfang April 2012 begann die Markteinführung des neuen STR U 2G. Aber was zeichnet den Ejotherm STR U 2G gegenüber seinem Vorgänger aus?
• Wärmebrücke runter, das heißt mit ­einem sogenannten Chi-Wert von 0,001 W/K konnte eine Reduzierung der punktuellen Wärmebrücke um 50 Prozent umgesetzt werden.
• Montagegeschwindigkeit rauf, das heißt mit einer modifizierten Schraube kann eine Verkürzung der Montagezeit um mehr als 40 Prozent erreicht ­werden.
• Neu konzipierte Dübel­hülse, das heißt die Bitfindung beim Einschrauben des Dübels durch den Hand­-
werker wird ­erleichtert.
Durch die Markteinführung des neuen Ejotherm STR U 2G sind die Weichen zur ­sicheren und wirtschaftlichen Verarbeitung von Wärmedämm-Verbund­systemen mit glatten und homogenen Oberflächen ohne Dübelabzeichnungen gestellt.
    
Arno Korppi,
Leiter Technisches Marketing WDVS, Ejot Baubefestigungen  GmbH

 

Abbildungen: Ejot                                                                                                                           Ausgabe: 7-8/2012


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