29. Juni 2016

Dämmung aufdoppeln

Pilz_6_500px Ausbau und Fassade - Dämmung aufdoppeln
Foto: Staub & Hostettler AG
Foto: Staub & Hostettler AG

Auch eine wiederholte energetische Sanierung verbessert die Nutzbarkeit und die Behaglichkeit in einem Gebäude –mitunter erheblich. Beim Mehrfamilienhaus der Schweizer Stiftung Spichermatte wurde die Fassade nach 19 Jahren außen überdämmt und gestalterisch dezent aufgewertet. Zudem löste die ausführende Firma Staub und Hostettler AG ein paar knifflige Details.

Das Mehrfamilienhaus der Stiftung Spichermatte im Schweizer Düdingen wurde in den 1960er- Jahren erbaut. Im Erdgeschoss ist eine Kindertagesstätte untergebracht, in den oberen Geschossen Wohnungen für Senioren. Im Zuge der zweiten energetischen Sanierung 2014 wurde auch das Dach zu Wohngemeinschaften für Senioren ausgebaut. Zum größten Teil ist das große Gebäude aus einem Modulbackstein gemauert, teilweise zweischichtig mit einem Luftraum. Nach Norden hin liegen die Laubengänge – damals ungedämmt. Die Fassade bestand dort aus Bändern einer transluzenten Einscheiben-Verglasung und Brüstungen aus Waschbeton. Schon 1995, im Zuge der Übernahme durch die gemeinnützige Stiftung Spichermatte, war das Gebäude energetisch saniert worden. Damals erhielt der bestehende
Putz im Bereich der zweischichtigen Modulbausteine 80 mm EPS-Dämmung, ausgeführt von der Firma Staub und Hostettler AG aus Neuenegg und Düdingen – der gleichen Firma, die 19 Jahre später mit der zweiten energetischen Sanierung beauftragt wurde.

Energetische Details
Bongni Sturny Architektur GmbH aus Düdingen planten die Sanierung. Zum Zeitpunkt der Ausschreibung für die Aufdoppelung waren die bauphysikalischen Größen noch nicht gesichtet. Erst nach dem Zuschlag wurde die Bestandsdämmung genauer untersucht. Nach Berechnungen durch die Greutol AG wurde mit Greotherm EPS Lambda White 031 saniert. Die Laubengänge auf der Nordseite liegen jetzt neu ebenfalls innerhalb der gedämmten Hülle. Die Brüstungen aus Waschbeton erhielten 160 mm WDVS, die Einscheibenverglasung
wurde durch neue Isolierglasfenster ausgetauscht. Die Wandscheiben, die die Balkone auf der Südseite tragen, waren schon bei der ersten Sanierung mit 80 mm EPS gedämmt worden. Jetzt gab es innerhalb der Balkone keinen Raum mehr für eine stärkere Dämmung. Deshalb wurden nur die Fenster erneuert und die Ostund Westfassade überdämmt. »Wir sind bei diesem Gebäude auch Kompromisse eingegangen. Besonders auf der Südseite mit ihren Balkonen, wurden die Balkoninnenseiten nicht gedämmt«, erklärt Thomas Staub, Geschäftsführer der ausführenden Firma.

Sie besitzen ein Printabonnement, oder sind bereits registriert? Jetzt einloggen!
Lesen Sie jetzt den kompletten Artikel.
Angebot auswählen und sofort weiterlesen.
Oder direkt ein Printabonnement?
1 Jahr Ausbau+Fassade für nur 130,75 € inkl. Mwst. und Versand.
Fordern Sie jetzt gleich Ihr Printabonnement an. Zum Formular
Sie besitzen ein Printabonnement, oder sind bereits registriert? Jetzt einloggen!
Sind Sie bereits Abonnent und haben Ihre Zugansdaten vergessen?
Fordern Sie jetzt gleich Ihre Zugansdaten an. Zum Formular