30. Juni 2016

Sanieren, um zu vermieten

Sto_1_500px Ausbau und Fassade - Sanieren, um zu vermieten
Foto: Sto
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In Salzgitter (Niedersachsen) hat die kommunale Wohnungsgesellschaft mehrere Straßenzüge energetisch optimiert, um weiter attraktive Wohnungen anbieten zu können. Mit Erfolg: Die Gebäude aus den 1950er-/1960er-Jahren sind nicht nur ener getisch auf aktuellem Stand, sie sehen auch wieder schön aus – und sind gut vermietet.

 

Viel ist zu lesen über hohe Mieten und »Edel- Sanierungen« in den boomenden Zentren Deutschlands. Über die Aufgaben, die Wohnungsunternehmen in schrumpfenden Städten zu
bewältigen haben, ist dagegen nur wenig zu hören. Dort steht im Mittelpunkt, die Immobilien überhaupt vermieten zu können und die Maßnahmen – beispielsweise eine (energetische) Sanierung – sind weit weniger schlagzeilenträchtig, obwohl sie den Mietern klare Vorteile bieten. Unsanierte Wohnhäuser aus der Aufbauphase der 1950er- und 1960er-Jahre bieten hohes Energie- Einsparpotenzial.
Ein Beispiel aus Salzgitter zeigt, wie dieses Potenzial genutzt werden kann: Hier wurden große Gebäudeensembles zukunftsfähig gemacht. Ziel war nicht nur der geringere Energiebedarf, sondern auch die Vermietbarkeit in der Kreisstadt mit sinkender
Einwohnerzahl nachhaltig sicherzustellen.

Städtebauliche Bedeutung
Die Wohnbau Salzgitter GmbH betreut mehr als 5100 Wohnungen, in denen fast 10 000 Menschen leben. Ein
Großteil der Gebäude stammt aus den 1960er-Jahren. Die Modernisierung ist deshalb ein zentrales Anliegen
der Wohnbau. Zu den mittlerweile sanierten Objekten gehören die Wohnhäuser in der Käthe-Kollwitz-Straße
und in der Friedrich-Ebert-Straße. »Man kann schon sagen, dass die Sanierung städtebauliche Bedeutung
hatte, weil wir eine Seite eines fast kompletten Straßenzuges modernisiert haben«, erklärt Lutz Rohn von der
Wohnungsgesellschaft. Allein in der Friedrich-Ebert- Straße investierte die Wohnbau 2013 rund 1,6 Millionen
Euro in die Fassadenerneuerung und weitere 350 000 Euro in neue Fenster. 106 Wohnungen in den vier- und fünfgeschossigen
Häusern erhielten eine neue Außendämmung. Das Ziel: Ein Wärmedurchgangskoeffizient 0,2 W/m²K. Viele ungedämmte Wände haben einen U-Wert zwischen 1,3 W/m²K und 1,4 W/m²K. Auf diesem Stand waren auch die Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße, die
Außen wände bestanden aus beidseitig geputztem Mauerwerk. Wärmedämm-Verbundsysteme mit Dicken
zwischen vier und acht Zentimetern gab es nur an einigen Giebeln. Zum Vergleich: Energieeffizienzhäuser müssen
0,24 W/m²K erreichen, Passivhäuser sogar 0,15 W/m²K.

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