01. Januar 2016

Sehr nah am Original

Epasit_6 Ausbau und Fassade - Sehr nah am Original

In einem Mehrfamilienhaus in der Fürther Karolinenstraße wurden die Fensterleibungen im Erdgeschoss mit einem Sandsteinsaniersystem Schritt für Schritt erneuert und optisch an das historische Original angepasst.

Die Karolinenstraße verläuft zentral durch die Fürther Südstadt, entlang der Bahnstrecke von Nürnberg nach Würzburg. Das Mehrfamilienhaus mit der schmucken Sandsteinfassade stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahr­hunderts. Im Erdgeschoss entstanden im Jahr 2012 Wohnflächen, die bislang vor­handenen Schaufenster wurden ­ersetzt durch eine moderne Wohnverglasung. Es galt, die neuen Fenster­leibungen ­optisch an die historischen Umrahmungen der oberen Geschosse anzupassen.
Das erste Bild zeigt die neuen Fensterleibungen vor der Sanierung, die vor ­allem durch den Einbau neuer Fenster nötig geworden war. Um die einheit­liche Optik der Fassade zu bewahren, wurde ein Material gesucht, das in Farbe und Struktur dauerhaft dem ­Original angeglichen werden kann. Der verarbeitende Stuckateurmeisterbetrieb Kühner aus Langenzenn setzte dafür das Sandsteinsaniersystem »S³« ein. Zunächst entfernten die Mitarbeiter ­lose Bestandteile und tränkten brüchiges ­Gestein mit dem Sandsteinverfes­tiger »Epasit sv«, um einen tragfähigen ­Untergrund zu gewährleisten. Aus dem Sandsteinsaniermörtel und der Anmach­flüssigkeit wurde zunächst eine Haftschlämme und anschließend ein Sandsteinsaniermörtel angemischt und aufgetragen. Tiefe Ausbrüche füllte man mit grobem Sandsteinsaniermörtel auf.
Um den mechanischen Halt zu verbessern, brachten die Handwerker eine ­Metallarmierung an (Bild 2). Ein Zugkern aus Renoviermörtel »Epasit 5 in 1« wurde hergestellt, darauf folgte der Feinzug aus demselben Material. »Durch das hohe Standvermögen des Mörtels und seiner Fähigkeit, auch bei größeren Schichtstärken keine Schwundrisse zu bilden, war der Grobzug leicht herzustellen«, erklärt der ausführende Stucka­teurmeister Heiko Kühner.

Sandsteinsaniermörtel
Der grobe Sandsteinsaniermörtel besitzt eine Körnung bis 1,2 Millimeter und ist erhältlich in sechs Standardfarben. Drei dieser Farbtöne wurden vor Ort einfach angemischt mit der dafür vorgesehenen Flüssigkeit »Fixal Epasit fx« in Weiß. Den so entstehenden Mörtel brachten die Stuckateure mithilfe einer Schablone auf das Leibungsprofil auf. Wiederum erwies sich das gute Stehvermögen des Mörtels als sehr hilfreich.

Feinschliff
Nach der Trocknungszeit wurden die Oberflächen am folgenden Tag mit ­unterschiedlich grobem Schleifpapier nachbearbeitet. Zum Auffüllen der ­Fugen kam der Fugensaniermörtel ­»Epasit fsm« zum Einsatz. Bild 6 zeigt eine frisch gearbeitete Fensterleibung und daneben eine Original-Sandsteinleibung. Wie Bild 7 verdeutlicht, ist das getrocknete Sandsteinersatzmaterial kaum vom Original zu unterscheiden.

Abbildungen: Epasit                                                                                           Ausgabe: 6/2013

  1. Epasit_1 Ausbau und Fassade - Sehr nah am Original
  2. Epasit_2 Ausbau und Fassade - Sehr nah am Original
  3. Epasit_3 Ausbau und Fassade - Sehr nah am Original
  4. Epasit_4 Ausbau und Fassade - Sehr nah am Original
  5. Epasit_5 Ausbau und Fassade - Sehr nah am Original
  6. Epasit_6 Ausbau und Fassade - Sehr nah am Original
  7. Epasit_7 Ausbau und Fassade - Sehr nah am Original
  8. Epasit_8 Ausbau und Fassade - Sehr nah am Original