01. Januar 2016

Schöner, größer, wärmer!

Remmers-1 Ausbau und Fassade - Schöner, größer, wärmer!

Für die ganz Kleinen ist im Deutschen Roten Kreuz-Kindergarten Stadtoldendorf etwas Großes geschaffen worden: Das ungenutzte Kellergeschoss des ­Gebäudes bekam eine ­Innendämmung, die den Raum in einen hellen, wohnlichen Bereich verwandelte.

Die Hanglage des DRK-Kindergartens in Stadtoldendorf wurde von dem Architekten optimal genutzt, um durch raumhohe Fensterflächen ­zwischen den steinernen Rundbögen an der Vorderfront des Krippenbereiches die Tageslichtversorgung zu ermög­lichen. So fällt viel natürliches Licht in die 45 Quadratmeter großen Räume, in denen 15 ­Krippenplätze eingerichtet wurden. 2008 wurden die oberen ­Geschosse für den Kindergarten instand gesetzt; für die »Schnullerfraktion« war kein Platz mehr vorhanden.
Bis ein findiger Kopf auf die Raumreserven im ungenutzten Unterschoss aufmerksam machte. ­Die Remmers Baustofftechnik GmbH, als ­Spezialist für die energetische Instandsetzung von Bauten im Bestand, propagiert schon seit Jahrzehnten die höherwertige Nutzung von Keller­räumen und entwickelte hierfür das Kiesol-System unter dem Motto: ­»Kellerräume sind ­Lebensräume«. Das Konzept sollte auch in Stadtoldendorf umgesetzt werden.

Intelligente Innendämmung nach EnEV
Wichtigste Anforderung für die Einrichtung einer Kinderkrippe in dem klammkalten ehemaligen Heizungskeller und in einigen Abstellräumen war die ­Verbesserung des Raumklimas und die Herstellung der Wohnbehaglichkeit. Hierfür wurde das neue iQ-Therm-­
Sys­tem für die Innendämmung von ­Remmers eingebaut, mit dem die neues­ten Anforderungen der aktuellen ­Energie-Einsparverordnung erfüllt ­werden, damit die neu installierte Fußbodenheizung nur im Sparmodus ­arbeiten muss. Der konventionelle Weg, durch Einsatz eines Wärmedämm-Verbundsystems an der Fassade den U-Wert des Mauerwerks zu verbessern, wurde von den Verantwortlichen abgelehnt. Denn die Fassaden­optik wird entscheidend durch den schönen Natursteinsockel bestimmt. Das sollte und musste so bleiben.
Die erforderliche Erhöhung der Innenwandtemperatur und die Verbesserung des U-Wertes konnte nur durch eine ­Innendämmung erreicht werden. Das fortschrittliche iQ-Therm-System kommt ohne die eigentlich bauphysikalisch erforderliche Dampfsperre aus, die in der Praxis zu 100 Prozent kaum realisierbar ist.

Hohe Kapillaraktivität
Voraussetzung hierfür war die Erfindung iQ-Therm. Das Hauptprodukt ist eine hoch dämmende Polyurethanschaumplatte mit regelmäßigen, senkrecht zur Oberfläche stehenden Lochungen, die mit einem hoch kapillar­aktiven mineralischen Mörtel verfüllt sind. Das verbindet die hohe Kapillarität von Calcium­silikat mit der hohen ­Wärmedämm-leistung organischer Schäume. Zur Regulierung der Raumluftfeuchte wird diese iQ-Therm-Platte mit einem porosierten, mineralischen Leichtmörtel überputzt – der gleich­zeitig als Installations- und Sorptionsschicht dient. Die Vorteile von iQ-Therm:
• Die hygroskopische Speicherfähigkeit der diffusionsoffenen und kapillar­aktiven Innendämmung puffert Feuchtespitzen der Innenraumluft und trägt so zur Regulierung und Verbesserung des Innenklimas bei.
• Die Kapillaraktivität sorgt für eine schnelle und großflächige Verteilung der Feuchte in der Dämmung.
• Dadurch wird die Trocknung ­beschleunigt und die Dämmwirkung verbessert.

Angenehmes Raumklima
Die kapillaraktive iQ-Therm-Innen­dämmung besitzt ein hohes Trocknungspotenzial, was auch bereits vor­geschädigten Bauteilen zugute kommt. Als Feuchtepuffer gewährleistet sie ein angenehmes Raumklima und beugt ­einer Schimmelbildung vor.
Aufgrund der hervorragenden Dämm­eigenschaften (l zirka 0,031 W/mK) konnten damit die Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2009 mit ­geringster Aufbauhöhe erfüllt werden.

Bestnoten für das neue Untergeschoss
Aus dem ehemaligen Heizungskeller und einigen Abstellräumen entstanden ein großer Aufenthaltsraum und ein separater Schlafraum, der durch ein Fenster in der Zwischenwand einsehbar ist. So wurde aus den ursprünglich vier »nutzlosen« Räumen ein echtes Schmuckstück. Alle Anforderungen an die Abdichtung, Wärmedämmung, Lüftung und Tageslichtversorgung wurden erfüllt, um die höherwertige Nutzung als Kinderkrippe zu ermöglichen.
Architekt Leßmann: »Begüns­tigt durch die Hanglage liegt die Eingangseite im Erdgeschoss auf Straßenniveau und die gegenüber liegende ­Gartenseite mit dem Eingang zur neuen Kinderkrippe ­etwa 2,60 Meter tiefer.
Das ermöglichte im Bereich der Ruhe­zone einen groß­zügigen Lichtschacht. Ein weiterer Glücksfall war, dass das ­Mauerwerk der Kellerwände so weit auf die über­stehenden Fundamente reichte, dass trotz der neuen Fußbodenheizung, der abgehängten schalldämpfenden Lochdecke, die geforderte lichte Höhe von 2,50 Meter in der Kinderkrippe ein­gehalten werden konnte.«

Abbildungen: Remmers                                                                                                       Ausgabe: 3/2012

  1. Remmers-1 Ausbau und Fassade - Schöner, größer, wärmer!
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