01. Januar 2016

Alu-Rollgerüste für jede Aufgabe

Guenzburger_1 Ausbau und Fassade - Alu-Rollgerüste für jede Aufgabe

Mit einem breiten Sortiment an Roll- und Klappgerüsten aus Aluminium bietet ein bayerischer Hersteller für jeden Einsatzzweck die passende Lösung. Es stehen beispielsweise Rollgerüste mit Auslegern, mit Fahrbalken oder mit Schrägaufstieg zur Auswahl.

»Egal, ob im Bauhandwerk, bei Wartungs- und Reparaturarbeiten oder im sonstigen betrieblichen Einsatz: Zeit ist Geld und sämtliche Arbeiten müssen schnell erledigt werden, damit sich die Aufträge noch rechnen. Das darf aber nicht auf Kosten der Sicherheit gehen«, sagt Ferdinand Munk, Geschäftsführer der Günzburger Steigtechnik GmbH. Mit den unterschiedlichsten Rollgerüstarten bietet sein Unternehmen Handwerkern stets die passende Lösung für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche. Egal, ob Rollgerüste mit Auslegern, Gerüste mit Fahrbalken oder mit komfortablem Schrägaufstieg, oder Platz sparendes Klappgerüst: »Der Einsatzzweck bestimmt die Rollgerüstart. Wer hier die richtige Vorauswahl trifft, erleichtert sich den Arbeitsalltag enorm«, so Munk. Durch das Baukastensystem des ­schwäbischen Unternehmens sind 180 Rollgerüstvarianten mit Arbeitshöhen bis zu 13,80 m lieferbar.

Rollgerüste mit Auslegern
Rollgerüste mit einklapp- und verstellbaren Auslegern sind die Raumkünstler unter den Rollgerüsten. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn es eng wird und eignen sich besonders gut für den wandseitigen Aufbau. Bei ausgeklappten Auslegern steht das Gerüst fest auf jedem Untergrund. Mit eingeklappten Auslegern lässt sich das Gerüst durch enge Gänge und Türen zum Einsatzort schieben oder direkt an einer Wand einsetzen. Der exakte Höhenausgleich erfolgt über Spindeln, die großen Lenkrollen mit einem Durchmesser von 200 mm und zentrischer Lasteinleitung vereinfachen das Handling. Weil die ausgeklappten Ausleger für eine hohe Standsicherheit sorgen, sind bei der ­Sicherung des Gerüstes weniger ­Ballastgewichte nötig als bei anderen Rollgerüstarten.
In der Grundversion sind die Alumi­nium-Rollgerüste mit verstellbaren Aus­legern der Günzburger Steigtechnik in der Breite von 0,75 m in drei Längen (1,80 m, 2,45 m oder 3 m) erhältlich. Bei der Version mit Doppelplattform (Breite: 1,35 m) ist das Arbeiten aufgrund der verdoppelten Arbeitsfläche besonders komfortabel, denn diese ­bietet Platz für Werkzeug und Geräte, es können mehrere Personen gleich­zeitig auf der gleichen Ebene arbeiten und die Stabilität der Gesamtkonstruktion erhöht sich.

Rollgerüste mit Fahrbalken
Wenn ein Rollgerüst besonders mobil sein soll, rät Ferdinand Munk zur Fahrbalken-Ausführung: »Dadurch lässt sich das Gerüst im aufgebauten Zustand schnell von A nach B verschieben und innerhalb kürzester Zeit ohne Umbau an einem anderen Ort einsetzen.« Auch die Position des Gerüsts auf dem Fahrbalken lässt sich mit wenigen Hand­griffen und ohne Werkzeug ver­ändern, so dass der Wechsel von ­mittigem zum wandseitigen Aufbau flott über die Bühne geht. Mithilfe der Spindeln am Fahrbalken lässt sich ein Höhenausgleich von bis zu 300 mm realisieren, was dem Anwender gerade auf un­ebenem Gelände ent­gegenkommt. Auch die Fahrgerüste der Günzburger Steigtechnik sind neben den Grundgrößen auch mit Doppelplattform in 1,35 m Breite erhältlich und bieten ­damit Platz für einen ­Kollegen oder Material und Werkzeug.

Rollgerüste mit Schrägaufstieg
Bei häufigem Auf- und Abstieg bieten sich Rollgerüste mit Schrägaufstieg an, die ein besonders sicheres Auf- und Absteigen ermöglichen. »Wenn der Anwender Werkzeug oder Material mit nach oben oder unten ­tragen muss, ist diese Ausführung von Vorteil, denn die Treppen mit 100 mm tiefen Stufen ­zwischen den einzelnen Plattformen ­können sicher und bequem begangen werden. Handläufe sorgen für zusätz­liche Sicherheit«, erklärt Ferdi­nand Munk. Der Einstiegsrahmen bietet ­ungehinderten Zugang mit Werkzeug, Geräten oder sperrigen Teilen. Die Rollgerüste mit Schrägaufstieg bieten ­damit ein Höchstmaß an Stabilität und Sicherheit für den Anwender. Der Plattformabstand von 2 m erleichtert den Aufbau.

Aluminium-Klappgerüste
Klappgerüste passen durch jede Standard-Tür und sind daher besonders gut geeignet, wenn’s eng wird. Im aufgeklappten Zustand erhalten die Anwender eine Gerüstgröße von 0,75 m oder 1,35 m Breite und 1,80 m Länge, die maximale Arbeitshöhe beträgt 13,80 m. In der Ausführung mit Dreifach-Plattform bietet das Aluminium-Klappgerüst der Günzburger Steigtechnik eine bis zu 4,50 m2 große Arbeitsfläche und eine Arbeitshöhe von bis zu 10,40 Metern. Demontiert lassen sich die Klappgerüste platzsparend transportieren und lagern. Der Auf- und Abbau erfolgt in Sekundenschnelle und ohne Werkzeug. Bei der Ausstattung ­der Rollgerüste wurde auf Qualität im ­Detail geachtet: So sind zum Beispiel die Plattformen mit robus­ten Bordbrettern aus Aluminium umrandet. Einteilige Komplettgeländer ­sorgen für Sicherheit und beschleunigen den Aufbau, da sie aus einem Stück gefertigt sind und die Geländer nicht aus Einzelrohren zusammengesetzt werden müssen.
»Die Montage unserer Rollgerüste ­erfolgt über Steckverbindungen und selbstschließende Verschlussklauen, so dass kein Werkzeug erforderlich ist«, so Munk. Dazu trägt auch der neue Federclip bei, der die Steckverbindungen ­sichert. Das kleine Verschlussteil zählt zur Ausstattung, es ist fest an den Gerüstrohren fixiert, kann sich nicht ­lösen und somit nicht verloren gehen.

Montagesicherungsgeländer
Für den sicheren Auf-, Um- und Abbau ihrer Rollgerüste bietet die Günzburger Steigtechnik ein Montagesicherungsgeländer an. Der klappbare Zusatzrahmen dient als »vorlaufendes Geländer« und wird an der jeweils obersten Plattform am Gerüstrahmen eingehängt.
Das Montagesicherungsgeländer sichert den Anwender immer dann, wenn die Geländer noch nicht auf- oder schon wieder abgebaut sind.



Gerüstnutzer in der Überprüfungspflicht

Bei Fassadenarbeiten ist in der Regel die Nutzung eines Gerüstes erforderlich. Um Abstürze zu vermeiden, sind vom nutzenden Handwerker die Regeln der ­Berufsgenossenschaft zur Absturzsicherheit (TRBS 2121) zu beachten.

Die Technische Regel zur Betriebs­sicherheit bei Gerüsten (TRBS 2121) wurde vor zirka vier ­Jahren überarbeitet. Eine wesentliche Änderung betrifft die steigende Verantwortung des Gerüstnutzers bei der ­Absturzsicherung. Der das Gerüst nutzende ­Unternehmer muss über­prüfen, ob das Gerüst in ­einem ­ordnungsgemäßen Zustand ist und darf sich nicht auf die Überprüfung durch eventuelle Vor­nutzer verlassen. Folgendes ist zu berücksichtigen:
• Vor der ersten Inbetriebnahme ist durch einen für die Prüfung des Gerüs­tes befähigten Mitarbeiter ­dessen sichere Funktion zu kontrol­lieren. Dabei ist vorrangig die Eignung für den vorgesehenen Verwendungszweck unter Berücksichtigung der Last-, Breiten- und Höhenklasse
festzustellen.
• Alle für die Eignungsprüfung erforderlichen Unterlagen vom Gerüst­bauer müssen vollständig vorhanden sein. Dazu gehören neben dem Stand­sicherheitsnachweis (Statik), eine Montageanweisung (für Auf- und Abbau) und ein Nutzungsplan mit eventuellen Nutzungseinschränkungen.
• Neben der vollständigen Auflagerung der Beläge sowie ausreichendem ­Seitenschutz ist insbesondere der ­Abstand zwischen Bauwerk und ­Belagkante zu kontrollieren (nicht mehr als 30 cm).
• Nach außergewöhnlichen Ereignissen – zum Beispiel längerer Zeit der Nichtnutzung – ist die Sicherheit des Gerüstes erneut zu überprüfen. Zu den außergewöhnlichen Ereignissen zählen auch starke Regen- und Schneefälle oder Vereisungen.
• Jeder auf dem Gerüst Beschäftigte ist in die Unfälle vermeidende Gerüst­benutzung einzuweisen.
Die Ergebnisse der Gerüstprüfung sind zu dokumentieren und für einen angemessenen Zeitraum über die Gerüst­nutzung hinaus aufzubewahren. Der Nachweis über die Durchführung der Gerüstprüfung und der Plan über die Benutzung sind deutlich sichtbar am Gerüst anzubringen.

Verhalten während der Nutzung
Nach den Handlungsanleitungen der TRBS 2121 trägt der das Gerüst nutzende ­Unternehmer während der gesamten Nutzungsdauer ­eine Mitverantwortung bei der Unfallvermeidung. Jeder auf dem Gerüst tätige Mit­arbeiter muss durch regel­gerechtes Verhalten zu hoher Absturzsicherheit beitragen. Zu den von ihm zu beachtenden Sicherheitshinweisen gehören unter anderem:
• Am Gerüst dürfen keine ­eigenmächtigen Veränderungen vorgenommen ­werden.
• Das auf dem Gerüst gelagerte Material darf die laut Gerüstprüfung zugelassene Belastung nicht überschreiten.  
• Das Material ist auf dem Gerüstbelag so abzulegen, dass ein ausreichend ­breiter Durchgang erhalten bleibt.
• Der Zugang zu den einzelnen Gerüstlagen hat nur über dafür vorgesehene Auf- und Abstiege zu ­erfolgen.
• Die Klappen der Durch­stiege sind während der ­Arbeiten auf der Gerüst­ebene ­geschlossen zu halten.
• Bei parallelen Tätigkeiten auf mehreren Gerüst­ebenen sollten die ­Beschäftigten nicht direkt übereinander arbeiten, um nicht durch eventuell he-
runterfallende Gegenstände verletzt zu werden.
• Veränderungen am Gerüst sind unverzüglich dem Aufsichtsführenden zu melden.
Damit die Sicherheitshin­weise für die auf dem Gerüst tätigen Mitarbeiter immer präsent sind, empfiehlt es sich für den Unternehmer, sie in Form von veranschaulichenden Piktogrammen am Gerüst ankleben zu lassen.

Quelle: Technische Regel zur Betriebssicherheit bei Gerüs­ten (TRBS 2121).
     
Hans-Gerd Heye,
Fachjournalist

Abbildungen: Günzburger Steigtechnik                                                                                     Ausgabe: 3/2013


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