01. Januar 2016

»Mehr Sicherheit im Detail«

Abbildung-3_gima_zahner_kapeller Ausbau und Fassade - »Mehr Sicherheit im Detail«

Das Deutsche Institut für Bautechnik DIBt hat jetzt 2013 für Leibungsplatten die bauaufsichtliche Zulassung an den Hersteller Gima vergeben – zum ersten Mal für diese Produktkategorie. Ein Interview zur Markteinführung mit Roman Zahner, Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter, und Arndt Kapeller, Produktmanager aus dem Unternehmen.

Herr Zahner, wie lange beschäftigen Sie sich bereits mit dem Thema Leibungsplatte?
Roman Zahner: Vor mehr als drei Jahrzehnten leistete mein Vater auf diesem Gebiet Pionierarbeit. Unsere erste Leibungsplatte haben wir in Birkach im Jahr 1996 produziert. Bis heute haben wir fortlaufend Erfahrungen gesammelt und wissen inzwischen, was geht und was nicht. Das Fenster, besser gesagt die Leibung, ist und bleibt die Visitenkarte des Stuckateurs. An keinem Fassadenbauteil sonst kann man besser die Handschrift des Unternehmens sehen.

Jetzt haben Sie die bauaufsichtliche Zulassung vom DIBt erhalten. Warum haben Sie diese beantragt und was hat der Fachunternehmer davon?
Arndt Kapeller: Beantragt haben wir die Zulassung bereits im November 2006. Unser Ziel war es, für den Fach­unternehmer bauaufsichtliche Sicherheit zu erlangen. Denn durch die Zulassung ist sowohl die Verwendbarkeit wie auch die Anwendbarkeit der Gima-Leibungsplatte Primus im Sinne der Landesbauordnung nachgewiesen.

War dies bisher nicht der Fall?
Arndt Kapeller: Streng genommen nein, aber wir hatten bisher für die Leibung, die nach Bauregelliste C ein untergeordnetes Bauteil ist, eine vereinfachte Freigabe vom DIBt.
Roman Zahner: Der Produktnamen »Primus« hat für uns eine zweifache Bedeutung. Zum einen ist es unser Ziel, die beste Lösung für den Fachhand­werker zu bieten, zum anderen waren wir die ersten am Markt. Im Namen Primus verbindet sich in der Außenbotschaft beides. Der Name Primus und die bauaufsichtliche Zulassung für unser »LPS« sind unsere Antwort darauf, dass Bauherr und Fachunternehmer die ­notwendige Sicherheit im Produkt und ­Details haben.

Verkompliziert die Zulassung den sowieso regelungswütigen Baubereich nicht noch zusätzlich?
Roman Zahner: Nein, keinesfalls. Im Bauablauf ändert sich so gut wie gar nichts. Aber falls mal wieder ein besonders schlauer Bauherr einen Verwendbarkeitsnachweis fordert, dann hat er ihn. Vorausgesetzt, er arbeitet mit der »Primus LPS«.

Lohnt sich dieser Aufwand für ein so kleines Teil wie die Leibungsplatte?
Arndt Kapeller: Zugegeben, sechs Jahre Arbeit sind ein langer Weg. Ob es sich gelohnt hat, muss nun die Zukunft
zeigen.
Roman Zahner: Wir glauben an unser Leibungsplattensystem LPS. Wie der Name es schon sagt, geht es mit Leibungsplatten leichter, profitabler und sicherer. Qualität und Gewinn sind neben den Werten die wichtigsten Wachstumstreiber. Wir müssen diese Botschaft nur permanent in den Markt tragen. Trommeln gehört zum Geschäft.
Arndt Kapeller: Wir haben als Marktführer eine Vorreiterrolle zu erfüllen. Mit unserer neuen Primus-Leibungsfibel geben wir dem Markt die nötigen Informationen im handlichen Format. Im Handumdrehen hat der Fachunternehmer, Verarbeiter und Auszubildende alles Fachwissen, was er braucht. Kenntnisse über Detaillösungen und Einbauschritte sind das A und O auf der Baustelle. Dies gibt dem Facharbeiter Sicherheit im bewährten System.

Im Zeitalter von Twitter, Facebook und Apps kommen Sie mit einer Fibel?
Roman Zahner: Wissen muss begreifbar sein, denn unsere Zielgruppe sind Handwerker und keine IT-Spezialisten. Wenn alle in die IT flüchten, dann füllen wir das entstehende Vakuum mit einer handlichen Printversion. Wir haben in der Leibungsfibel die Themen Fassade und Innenraum im Handumdrehen zusammengefasst. Wobei wir das Wort »Handumdrehen« wörtlich genommen haben.

Welche Zielgruppe wollen Sie mit dieser Printversion besonders an­sprechen?
Arndt Kapeller: Zum einen die Fach­unternehmer, die noch nicht mit der LPS-Philosophie vertraut sind, zum anderen die Berufsanfänger in den Berufsschulen und Bildungseinrichtungen des Handwerks. Wir müssen diesen Menschen zeigen, wie innovativ unser Berufsfeld geworden ist. Moderne Technik ist sexy und macht Lust auf mehr.
Roman Zahner: Diese Philosophie ist der Kernpunkt unseres Handelns. Wir haben zuvor bereits die fachspezifische Version erläutert. Das »L« steht für leichter, denn wenn das Handwerk lernt, die Abläufe zu rationalisieren, dann wird es auch leichter, immer wieder gleiche Qualität zu reproduzieren. Das »P« steht für Profit, aber auch für Profil. Das Fenster, die Ecke und die Kante sind nun mal die optische Visitenkarte des Fachhandwerks. Das »S« steht für Sicherheit und Servicequalität. Denn mit Primus ist der Stuckateur einfach schneller als mit herkömmlichen Putzlösungsvarianten. Im Innenbereich zählt sozusagen in Zukunft jede Minute. Da ist keine Zeit für lange Trocknungswartezeiten.

Abbildungen: Gima                                                                                                       Ausgabe: 5/2013

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