07. Mai 2021

Farbige Akzente setzen

Farbe bietet Orientierung: Farbige Akzentflächen als Markierung gleicher Gebäude. Bewohner erkennen ihr Haus leichter. Foto: Matthias Schmidt/Baumit

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Fassadenfarben haben eine Schlüsselfunktion an der Gebäudehülle. Sie erhalten ansprechende Oberflächenoptiken über einen längeren Zeitraum aufrecht, und gewährleisten einen effektiven Schutz der Fassade gegenüber Witterungseinflüssen. Bei der Planung von Neubauten und Sanierung von Bestandsgebäuden sind mit einer harmonisch abgestimmten Farbkombination neue Wirkungen und Eindrücke erzielbar. Farbe gliedert: Monotone Fassaden lassen sich durch Farbe einteilen. Foto: BaumitDurch den Einsatz von unterschiedlichen Farbkombinationen entstehen imponierende Veränderungen an der Außenhülle – und das oftmals mit einem überschaubaren Aufwand. Für die Umsetzung bieten sich beratende Stellen zur Erstellung eines Gestaltungskonzeptes an. Um im Vorfeld die veränderte Wirkung der Fassade veranschaulichen zu können, lassen sich mit speziellen Programmen simulierende Darstellungen des Gebäudes anfertigen. Damit kann der Eindruck der umgestalteten Hülle in einer realistischen Ansicht betrachtet und vor allem die Art der unterschiedlichen Gestaltungsarten schnell verändert und verglichen werden. Eine professionelle Beratung verhindert, dass mit falsch gewählten Farbkonzepten eine unausgeglichene Wahrnehmung ausgestrahlt wird. Um eine ruhende Basis zu erhalten, bietet sich für Sockelflächen die Ausführung eines dunkleren und zurückhaltenden Farbtons an. Oft ist ein einfarbiger Anstrich in einem angenehmen Farbton für die komplette Fassadenfläche die beste Wahl, wenn die Architektur des Gebäudes viele gestalterische Unterteilungen zeigt. Eine Ton-in-Ton-Kombination, in der ein Farbton in verschiedenen Helligkeitsstufen zum Einsatz kommt, erzeugt je nach ausgewähltem Farbton eine beruhigende Wirkung. Mit dem Einbringen frischerer Farbtöne bei kleineren Akzenten wird gezielt eine Lebendigkeit an der Fassade erreicht.
 
Mit Farbe Akzente setzen: auch bei kleinen Flächen wie den Fensterläden bei der Renovierung eines Einfamilienhauses. Foto: Baumit
 
Stimmige Farbkonzepte entstehen unter Berücksichtigung verschiedener Einflüsse, wie die vorhandene Architektur des Gebäudes, das Umfeld. Auch der kreative Gedankenaustausch mit den Bewohnern bzw. den Nutzern des Gebäudes kann wertvolle Hinweise geben. Eine professionelle Beratung verhindert, dass mit falsch gewählten Farbkonzepten eine unausgeglichene Wahrnehmung ausgestrahlt wird. Intensive Farbtöne sind eher für kleinere Akzentflächen einzusetzen.
 
 
Farbe stiftet Identität im Stadtviertel: die Farbtöne der einzelnen Gebäude und jeder einzelnen Fassade sind passend zueinander ausgewählt. Foto: Baumit
 
Die metallische Beschichtung setzt der Fassade des Bürogebäudes ein Glanzlicht auf. Foto: BaumitStrukturen eröffnen Spielräume
Die Kombination von Farbtönen mit unterschiedlichen Putzstrukturen steigert die Aufmerksamkeit. Mit der Ausführung der Endputzlage ist ein großer Spielraum für die Verwirklichung von Ideen gegeben. Oberputze bieten kreative Umsetzmöglichkeiten in der Gestaltung. Kammzugtechniken oder auch sogenannte Waschelputzstrukturen werden unabhängig von der verwendeten Putzart ausgeführt. Ein spannendes Gesamtbild wird erzeugt, wenn in einer Fassadenfläche Inseln in einem intensiven Farbton und einer geänderten Oberflächenstruktur vorliegen. Diese Anwendung erfolgt schon seit jeher im Bereich um Fensteröffnungen herum, bei der die Faschenumrandungen mit einer feinen Putzstruktur abgesetzt werden.
 
„Durch die Vielzahl an Farben und Putzen sind ausdrucksstarke Fassaden mit Charakter möglich. Ziel sollte eine harmonische Gesamtwirkung sein.“ Markus Haberland, Produktmanager Baumit 
 
Die Ideenvielfalt aus dem Innenbereich kann auch auf die Außenflächen übertragen werden. Mit feinkörnigen Putzmaterialien werden Oberflächen geschaffen, die in der handwerklichen Ausführung individuell gestaltet werden können. Interessant ist das Unterbrechen einer glatten Oberfläche, wenn nach dem Glättvorgang noch bewusste Kellenschläge eingearbeitet werden. Mit dieser Technik sind eigene Handschriften erstellbar, die eine individuelle Umsetzung in viele Richtungen ermöglichen. In Kombination mit einer nachfolgend aufgetragenen Lasurtechnik ergibt sich eine luftig anmutende Wirkung. Es können auch erhabene Oberflächen mit einem unterschiedlichen Flächenhöhenbild geschaffen werden.
 
Jetzt kommt Struktur ins Spiel: Hier wurde durch das Einlegen von Seilen in die frische Putzlage eine individuelle Fassade geschaffen. Foto: Baumit
 
Eine eigenwillige Struktur wird erzeugt, wenn zum Beispiel Seile in die noch frische Putzfläche eingedrückt werden. Ein Wechsel von klassischen Putzstrukturen auf feinkörnige Oberflächen kann mit Einsatz von speziellen Beschichtungsarten verstärkt werden. Eine attraktive Wirkung haben Farbanstriche mit metallischem Charakter. Aufgetragen auf glattere Oberflächen zeigen sie durch die Art und Weise des Oberflächenglanzes bei Lichteinwirkung ein attraktives Gesamtbild. Eine weitere Art der Gestaltung von Fassaden ist das Anbringen von dekorativen Elementen. Bewährt haben sich Stuckelemente, die aus einem EPS-Kern bestehen oder mineralisch basierend aufgebaut sind. Damit sind weitreichende Veränderungen der Fassade möglich, bis hin zu einem ganz neuen Erscheinungsbild.
Markus Haberland für Baumit 
 
Farbe und aufgesetzte Dekor-Elemente geben der Fassade ein neues Gesicht. Foto: Baumit
 
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