01. Januar 2016

Erfolgsfaktor Image

S_53 Ausbau und Fassade - Erfolgsfaktor Image

Ein positives Image ist entscheidend für betrieblichen und privaten Erfolg. Nicht umsonst nimmt das Thema im Marketing, bei der Betriebsführung, bei Personal­fragen oder in der Werbepsychologie eine Schlüsselrolle ein. Image ist das Bild, das andere von uns haben.

Egal ob es sich um Werbung, die Qualität der eigentlichen Arbeit oder den Firmenauftritt als Ganzes handelt – immer hinterlassen wir Wirkung. Wie wir auftreten, uns verhalten oder auf Menschen zugehen, prägt unser Image. Aus einem Zusammenspiel von Gefühlen, Informationen, Motiven und Handlungsabsichten entstehen im Kopf Bilder. Das Image ist nichts anderes als der Gesamt­eindruck, den der Unternehmer, aber auch der Mitarbeiter hinterlässt. Aber nicht immer stimmt der Eindruck mit den tatsächlichen Gegebenheiten über­ein.
Der erste Eindruck, eine positive Ausstrahlung oder das souveräne Auftreten sind Beispiele subjektiver Wahrnehmungen, die zum Image beitragen. Bewusst oder auch unbewusst ist die geistige Vorstellung immer mit dabei - ob im Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern, im privaten Bereich oder im Verhältnis des Vorgesetzten zum Mitarbeiter.

Das äußere Erscheinungsbild bestimmt den ersten Eindruck
Bei Kundenkontakten, auf der Baustelle oder sonst im Alltag werden wir innerhalb weniger Sekunden begutachtet, bewertet und beurteilt. Was wir im ers­ten Augenblick wahrnehmen, empfinden wir meist auch als richtig. Unsere Wahr­nehmung beeinflusst insofern unser ­Urteil. Erste und auch bleibende Eindrücke werden maßgeblich vom äußeren Erscheinungsbild bestimmt. Deshalb spielen Berufskleidung, der Zustand des Lagers, des Büros oder des Autos eine große Rolle. Hinterlässt man ein angenehmes Bild, bleibt dieses dauerhaft. Umgekehrt ist es äußerst schwierig, ­einen negativen ersten Eindruck zu korrigieren.

Im Handwerk zählt die persönliche Marke
Vom Bild des Chefs selbst hängt Entscheidendes ab. Die persönliche Marke ist gerade im familiengeführten Handwerk enorm wichtig. Dazu gehört neben der authentischen Darstellung in allen Beziehungen auch ein geradliniges Verhalten. Je glaubwürdiger dieses Bild, des­to besser sind die Chancen auf Erfolg. Es geht dabei nicht alleine um das Auftreten. Es geht auch darum, dass ein Image und eine Kompetenz vermittelt werden, die letztendlich in Vertrauen und Glaubwürdigkeit mündet. Wer seine Kompetenz durch gespieltes Auftreten untergräbt, verbaut sich die Chance auf fachliche und soziale Anerkennung.
Sie alle kennen dieses Bauchgefühl und die innere Stimme, die zur Vorsicht mahnt. Sie signalisiert uns intuitiv,
ob eine Person ehrlich und vertrauen­erweckend ist. Unser Instinkt sagt uns ­sofort, ob jemand sympathisch oder ­unsympathisch ist. Das soziale Umfeld, ­unsere Bildung, die Erziehung und persönliche Erlebnisse prägen diese Erfahrung. Ein potenzieller Kunde spürt schnell, ob er mit uns Geschäfte macht.
Rund um das zunehmend wichtiger werdende Mitarbeiterthema spielt das Branchenimage, vor allem aber auch der Ruf des Unternehmens, eine maßgebliche Rolle. Die Zukunftsaufgabe im Handwerk dreht sich darum, wie gute Mitarbeiter gewonnen und das Stammpersonal gehalten, qualifiziert und motiviert wird. Erfolg gibt es nur in Betrieben, in denen auch fähige Mitarbeiter arbeiten. Die guten Mitarbeiter sind es, die Empfehlungen auslösen. Mitarbeiter sind nur dann flexibel, wenn sie sich mit dem Betrieb identifizieren. Verliert ein Unternehmen umgekehrt tragende Stützen, verliert man in der Regel auch im Wettbewerb. Das alles hängt eins zu eins mit dem Image zusammen.
Familienbetriebe werden in der gegenwärtigen Finanzkrise zu alternativen Arbeitgebern. Sie werden nachhaltig geführt, weil die Unternehmer langfristig denken und handeln. Die familiengeführten Unternehmen sind regional positioniert und können sich überregional mit Alleinstellung einen Namen machen. Das sind wichtige Grundlagen für die Wahrnehmung bei den Mitarbeitern und Kunden.
Natürlich lässt sich der Zusammenhang zwischen dem Image und dem wirtschaftlichen Erfolg nicht exakt in Zahlen fassen. Unstrittig ist, dass Beliebtheit und Erfolg zusammengehören. Wer ein positives Image hat, bekommt auch die besseren Mitarbeiter und Kunden. Umgekehrt garantiert ein attraktives Dienstleistungsangebot noch keinen Bekanntheitsgrad. Es hilft zwar im Sinne einer Magnetfunktion. Auf Dauer reicht dies aber nicht aus.

F. Helfensteiner

Abbildungen: Benjamin Thorn/pixelio.de                                                                          Ausgabe: 4/2012

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