03. Januar 2018

Generationenmix: Ältere und Jüngere im Team

Handwerk, Unternehmen, Trockenbau, Wärmedämmung
1 Wenn jede Generation die andere annimmt, verläuft die Kooperation problemlos, denn die fachliche Qualifikation alleine führt nicht zum Erfolg

Meist arbeiten im Handwerk zwei Generationen miteinander: Die Ü-50-Jährigen ­(Generation X) mit den 20 Jahren jüngeren Kollegen (Generation Y). Unterschiedliche Auffassungen über die Arbeitsweise im Trockenbau und Wärmedämmung können, gerade wegen der Altersunterschiede, zu Diskussionen oder gar Streit führen.

Zwei Generationen haben oft zwei verschiedene Meinungen, unter denen die Zusammenarbeit leiden kann. Nach außen hin gibt sich jede ­Generation tolerant und erkennt Kollegen einer anderen Altersgruppe ausdrücklich an, die innere Einstellung ist aber anders. Dabei bedeutet der Mix zwischen den Älteren und Jüngeren, die ­unterschiedlichen Vorteile der Generationen für den Betrieb zu nutzen. Ältere bringen Erfahrung ein, aber körperliche Schwerarbeit macht ihnen zu schaffen.

Bei den U-30-Jährigen ist es umgekehrt. Mit beiden Altersgruppen zu arbeiten ist für den Chef und sein Team eine  große Herausforderung. Obwohl beispielsweise digitale Kommunikation auch dem älteren Mitarbeiter längst vertraut ist, hat er für die permanente Nutzung weniger Verständnis und unterhält sich in der Pause lieber mit Kollegen.

Typisch für Ältere

Ältere Mitarbeiter merken nicht, dass sie vergangenheitsorientiert sind, häufig zurück blicken und an früher denken, an die angeblich »goldenen Zeiten«. Gegenwärtiges wird gerne mit dem Maßstab der Vergangenheit gemessen. Durch die Messlatte »Damals« wird »Heutiges« in Frage gestellt. Mit zunehmendem Alter muss sich der Senior Mühe geben, die »Smartphone-Generation« zu verstehen, die in der Arbeitspause lieber online ist, als sich zu unterhalten. Das Verständnis für die Eigenarten jüngerer Kollegen sinkt nach und nach. Der Vorteil der ­Älteren ist die große Berufserfahrung, sowie die Urteilsfähigkeit und das Vermeiden von Risiken bei der Arbeit aufgrund eigener Erfahrungen.

Für Jüngere ist die Erfahrung des Älteren eine beneidenswerte Eigenschaft, sie müssen die Erfahrungen erst mit der Zeit mühsam erwerben. Der Senior überschätzt aber auch oft seine Fähigkeiten und arbeitet viel lieber nach seinen althergebrachten Gewohnheiten. Aufgrund der »Weisheit des Alters« vertritt er in Diskussionen hartnäckig seine Meinung. Spontane Entscheidungen sind nicht seine Stärke, er überlegt lieber gründlich.

Viel Erfahrung, großer Überblick

Nach Jahren der Erfahrung haben die ­Älteren einen sehr großen Überblick und erfassen Zusammenhänge bei der täg­lichen Arbeit zwar nicht schneller, aber treffender. Arbeitsmediziner meinen, dass mit zunehmendem Alter die Zahl derjenigen wächst, die ihren Gesundheitszustand selbst als »gut« oder »sehr gut« einschätzen. Wer sich zu früh in den Ruhestand begibt, nimmt viel Erfahrung mit. Durch Teilzeitarbeit oder alters­gerechte Arbeitseinteilung kann man bei Personalengpässen und in der Saison den älteren Mitarbeiter oder Ruheständler sinnvoll beschäftigen.

Ab wann ein Mitarbeiter zu den Senioren zählt, hängt stark von seiner eigenen Einschätzung ab, von seiner Motivation, seinem Gesundheitszustand und den Möglichkeiten einer positiven Zusammenarbeit mit der anderen Generation. Wenn er das Gefühl hat gebraucht zu werden, kann er seine Leistungsfähigkeit steigern und findet Anerkennung bei jüngeren Kollegen und auch bei Kunden. Wer älter ist, überschätzt aber auch gerne seine Fähigkeiten, will nicht wahr haben, dass die Leistung sich mit zunehmendem Alter  wandelt.

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