26. April 2018

Staubarme Techniken auf Baustellen

Techniken, Baustellen, Baumaterialien
Umso kleiner, umso tiefer gelangen die Staubteilchen in den Körper.

Viele Baumaterialien sind quarzhaltig, manche sogar hoch quarzhaltig. Quarz ist kein Problem im eingebauten Zustand – also im Putz, im Beton, in den Fliesen. Quarz wird wie Asbest erst dann zum Problem, wenn die Bausubstanz bearbeitet wird.

Hier geben wir Hinweise, wie man sich vor Quarzstaub auf der Baustelle schützen kann.

Beim Abbruch, Bohren, Schleifen, Dosen setzen, Schlitze fräsen usw. wird krebserzeugender Quarzstaub freigesetzt. Dies wird leider kaum beachtet, weil man davon ausgeht, dass die Gefahren nicht so groß sind. Rational erklären lässt sich diese Zurückhaltung nicht, denn während Quarzstaub zu Krebserkrankungen beim Menschen führt, gilt dies zum Beispiel für alte ­Mineralwolle nicht. Trotzdem wird alte Mineralwolle als Problem gesehen, während auf Quarzstaub kaum geachtet wird. Dabei erleichtern es die gegenüber Quarzstaub zu ergreifenden Maßnahmen, mit anderen Stäuben auf Baustellen sicher umzugehen. Und – staubarme Techniken sind nicht teuer, sie sind sogar ausgesprochen günstig.

Quarzstaub – unsichtbar und gefährlich

Quarz kommt überall vor, in der Natur und der Arbeitswelt. Nach TRGS 559 ­»Mineralischer Staub« ist mineralischer Staub quarzhaltig, wenn Quarz nach­gewiesen wird. Mit den heutigen Analysemethoden findet man immer Quarz, so dass selbst an Arbeitsplätzen, an denen mit quarzfreien Materialien gearbeitet wird (beispielsweise im Trockenbau), Quarz im Staub zu finden ist.

Von vielen wird Staub nur als störend empfunden, denn er ist mit Reinigungsarbeiten verbunden. Dabei ist Staub ­gefährlich für Menschen. Je tiefer der Staub in die Lunge vordringt, umso ­gefährlicher ist er. Die feinsten Staubpartikel (0,1 – 1 μm; 1 μm entspricht einem Tausendstel Millimeter) können besonders tief in die Lunge gelangen, wo sie die Lungenbläschen verkleben und über ­Monate und Jahre gelagert werden. Atmet man über lange Zeiträume hohe Staubmengen ein, bricht der natürliche Reinigungsprozess der Lunge zusammen. Bild 1 zeigt, wie tief Staub eingeatmet wird.

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