07. April 2015

Gipsputz auf Beton: Haftbrücken geprüft

15-04-07_IGB Ausbau und Fassade - Ausbau und Fassade
Bruchmuster mit vollständigem Kohäsionsbruch: Haftzugfestigkeit von Gipsputz durch die MPA Braunschweig erfolgreich geprüft.

Bei der Ausführung von Gips-Maschinenputzen auf Beton sorgen Haftvermittler für den sicheren, dauerhaften Verbund von Putz und Untergrund. Gebrauchsfertige organische Haftbrücken sind heute Stand der Technik, ohne dass es für sie jedoch eine Norm oder Gütebeschreibung geben würde, mit der Planer und Anwender die Qualität eines konkreten Produkts beurteilen können. Nun wurde die Lücke geschlossen.

Die Industriegruppe Baugipse im Bundesverband der Gipsindustrie e.V. (IGB) hat gemeinsam mit der MPA Braunschweig als unabhängigem Prüfinstitut Verbundsysteme aus Beton sowie herstellerspezifischen Gips-Trockenmörteln und Haftbrücken unter kritischen Bedingungen auf ihre Haftzugfestigkeit getestet. Systemaufbauten, die diesen speziellen Test mit bewusst ungünstig gewählten Randbedingungen bestanden haben, dürfen künftig das IGB-Label für ausgezeichnete Haftbrücke tragen, das Putzfachbetrieben die systemgeprüfte Qualität auf einen Blick signalisiert.

Seit Februar 2015 liegen die Ergebnisse der MPA Braunschweig für die ersten acht auf Haftzugfestigkeit geprüften Verbundsysteme vor. In den Prüfungen der MPA Braunschweig, bei denen die Zugkraft bis zum Versagen des Systems gesteigert wurde, entsprachen alle untersuchten Aufbauten aus Beton, Haftbrücke und Gipsputz diesen Anforderungen. Planer und Putzfachbetriebe haben somit bei der Verwendung von IGB-geprüften Haftbrücken die Gewähr, dass die haftvermittelnde Wirkung auf Betonuntergründen bei fachgerechter Ausführung auch unter ungünstigen Baustellenbedingungen erreicht wird.