01. Januar 2016

Kabellos bleibt groß

Werkz_12 Ausbau und Fassade - Ausbau und Fassade

Der Erfolg von akkubetriebenen Geräten ist ungebrochen. Mehr und mehr Elektrowerkzeuge werden als kabellose Varianten angeboten und nachgefragt. Während sich Handwerker etwa bei Schraubern schon an den Akkubetrieb gewöhnt haben, sind dank des technologischen Fortschritts inzwischen sogar kabellose Baustrahler eine echte Alternative. Für leistungsintensive Anwendungen bleiben Netzgeräte jedoch das Maß der Dinge – doch auch hier gibt es Neuigkeiten. Wir stellen ausgewählte Geräte vor.

Beim wohl beliebtesten Elektrowerkzeug – dem Akkuschrauber – bietet sich dem Anwender ein riesiges Angebot. So hat Bosch seine kompakte Baureihe in diesem Jahr aufgefrischt: Die Akku-Bohr­schrauber und -Schlagbohrschrauber GSR und GSB 14,4-2-LI Professional wiegen nur 1,2 beziehungsweise 1,3 Kilogramm und gehören damit zu den echten Leichtgewichten. Dank des optimierten Zweigang-Planetengetriebes mit Vollmetall-Zahnrädern leisten die Geräte mit 1,5-Ah-Akku bis zu 34 und 35 Newtonmeter Drehmoment. Ausstattungsmerkmale wie LED-Beleuchtung, Gürtelclip und Motorbremse sind beim schwäbischen Hersteller selbst­verständlich.

Trockenbauschrauber
Wer viel im Trockenbau tätig ist, für den lohnt sich auch ein Blick auf das 18-Volt-Modell GSR 18 V-EC TE Professional: Für den Akkuschrauber mit 2,0 oder 4,0 Ah ist der Magazinaufsatz MA55 erhältlich. Der Trockenbauschrauber kommt außerdem mit Boschs neuem EC-Motor sowie mit elektronischer Zellenüberwachung und Cool-Pack-Technologie für den Akku. Eine breite Palette an Akkuschraubern hat seit einigen Monaten auch der Hersteller Fein im Angebot: Dank verschiedener Ausstattungsvarianten bieten die Modelle ASCM, ASCM QX, ABS, ASB und ASCD bis zu 20 Versionen. Für die individuellen Bedürfnisse stehen Schrauber mit 14,4 oder 18 Volt sowie mit Zweigang- oder Vierganggetriebe bereit. Je nach Anforderung werden die Werkzeuge mit 2,0- oder 4,0-Ah-Akkus ausgeliefert. Diese sind mit Feins selbstentwickelter Safetycell-Technologie aus­gestattet. Dank Einzelzellen­überwachung und separater Kommunikationsleitung mit Not-Aus-Funk­tion soll eine lange Lebensdauer der Akkus garantiert sein.
Mit dem Modell ASCT hat Fein ebenfalls einen Trockenbauschrauber im Programm. Das Gerät wird entweder mit 14,4 oder 18 Volt Spannung aus einem Akku mit 3,0 Ah Kapazität gespeist und kann mit einem Magazin ausgestattet werden. Für ausdauerndes Arbeiten ist ein wartungsfreier EC-Motor verbaut, dank Schnellladegerät sind die Akkupacks nicht lange auf der Station.

Akku-Baustrahler
Die Erfolgsgeschichte der kabellosen Geräte schreibt Metabo auf seine eigene Art weiter: Im März brachte das Unternehmen – in Zusammenarbeit mit Akku-Spezialist Sanyo – Akkupacks mit beeindruckenden 5,2 Ah Kapazität auf den Markt. Dadurch ergaben sich neue Möglichkeiten: Die Akku-Baustrahler BSA 14.4-18 LED beispielsweise profitieren enorm von der Leistungsfähigkeit der neuen Akkus. Damit lassen sich auch Baustellen gut beleuchten, an denen kein Strom vor Ort ist – oder die Kabel schlicht stören würden. So können die Strahler, die mit 18 Hochleistungs-LEDs ausgestattet sind, im Raum positioniert werden ohne dass dabei die Abdeckfolie durch die Kabel verrutscht. Die LED-Strahler bieten ausreichende Helligkeit für das Ausleuchten kleiner bis mittlerer Räume. Laut einem Test der Website »Werkzeugforum.de« halten sie die versprochenen sieben Stunden lang durch. Zwar arbeiten die Strahler auch mit kleineren Akkus – wer die volle Leistung will, greift aber zum 18-Volt-Akku mit 5,2 Ah Kapazität.

Unterhaltung auf der Baustelle
Wer für seine akkubetriebenen Werkzeuge ohnehin ein Ladegerät auf der Baustelle benötigt, der kann auch gleich zu den neuen Baustellenradios greifen. Die heben nämlich nicht nur die Laune – sondern auch den Ladestand der Akkus. Viele Hersteller haben mittlerweile ähnlich ausgestattete Modelle wie die hier vorgestellten im Programm. Eine besonders robuste Variante des Baustellenradios bietet Bosch an: Das GML 50 Professional lässt sich mit Netzstrom oder via Akku betreiben und hält Stürzen aus einer Höhe bis drei Meter stand. Ist das Radio in der Steckdose eingesteckt, lassen sich Akkus mit 14,4 oder 18 Volt am Radio laden. Außerdem dient das GML 50 dank zweier eingebauter 230-Volt-Steck­dosen als Verlängerungskabel, via Aux-Anschluss, USB oder SD-Karte lassen sich die eigenen Lieblingsstücke abspielen. Praktisch: Am USB-Anschluss lassen sich Smartphones, MP3-Spieler und ähnliche Geräte laden. Eine ähnliche Ausstattung bietet das Baustellenradio DCR 017 von Dewalt. Dieses lässt sich sogar mit allen XR-Akkus von 10,8 bis 18 Volt betreiben – bei Versorgung über Netzstrom können die Akkus ebenfalls geladen werden. Wie auch das Modell von Bosch, kann das DCR 017 über zwei eingebaute Steckdosen zwei weitere Netzgeräte mit Strom versorgen. Externe Musikgeräte lassen sich einfach an­schließen, über USB werden Handys und MP3-Player geladen. Einen Vorteil bietet das Dewalt-Radio: Über DAB+ kann das Gerät Digitalradio empfangen und abspielen, das soll für störungs- und rauschfreien Empfang des Lieblings­senders sorgen.

Akku-Handkreissägen
Ein Bereich, in dem Akkus nur langsam Fuß fassen, sind Handkreissägen. Dank seiner kräftigen Akkus kann Metabo mit der neuen KSA 18 LTX ein Modell bieten, das weiter in das bisher von Netzgeräten beherrschte Revier vorstößt. Der 18-Volt-Akku treibt über den LTX-Motor das 165 Millimeter große Sägeblatt mit 2700 Umdrehungen pro Minute an. Gehrungsschnitte lassen sich bis zu einem Winkel von 50° durchführen. Die maximale Schnitttiefe der 4,3 Kilogramm schweren Säge liegt bei 53,5 (0°) beziehungsweise 42 Millimetern (45°). Bereits seit Längerem im Geschäft mit Akku-Sägen ist auch Hersteller Makita. Dem Problem der schnell aufgezehrten Akkus begegnet der japanische Hersteller mit besonders flotten Ladegeräten. So sollen die 18-Volt-Akkus mit 3,0 Ah Kapazität schon nach 22 Minuten wieder voll sein. Dadurch lässt sich mit kabellosen Handkreis­sägen wie etwa dem Modell BSS610RFJ praxisgerecht arbeiten. Das Sägeblatt hat einen Durchmesser von 165 Millimetern und dreht sich bis zu 3700 Mal pro Minute, die maximale Schnitttiefe liegt hier bei 57 (0°) beziehungsweise 40 Millimetern (45°). Für einen besseren Blick auf die Schnittlinie bläst die Kühlluft die Späne zur Seite, zudem erhellt eine LED die Szene.

Nicht kompatibel
Egal um welche Gerätegattung es sich handelt, akkubetriebene Werkzeuge haben gegenüber den Netzgeräten auch Nachteile: Die Stromspeicher sind leider nicht herstellerübergreifend kompatibel. Deshalb müssen sich Handwerker entweder für einen Hersteller entscheiden – oder aber mehrere Ladegeräte mit sich führen. Außerdem reicht die Leis­tungsfähigkeit der Akkuwerkzeuge für manche Anwendungen nicht aus. So verhält es sich zum Beispiel bei Sanierungsschleifern und -fräsen. Hier dominiert nach wie vor das Netzkabel.

Profi-Schleifer
Vor wenigen Monaten erst hat Flex den neuen Sanierungsschleifer 18-7 125 auf den Markt gebracht. Das Gerät bietet mit seinem 1800-Watt-Motor ausreichend Kraft und bietet mit konstanter Drehzahl, Sanftanlauf, Überlastungsschutz und Temperaturüberwachung eine sichere und komfortable Bedienung. Das 4,2 Kilogramm schwere Gerät eignet sich aufgrund seiner Größe für kleine bis mittlere Flächen.
Auch der renommierte Hersteller Fes­tool hat solche Geräte im Programm. Wenn größere Aufgaben anstehen, bietet sich die neue Renovierungsfräse Renofix RG 150 an, die in verschiedenen Varianten angeboten wird. Der 1600-Watt-Motor treibt das Werkzeug mit einem Durchmesser von 150 Millimetern an, die Drehzahl lässt sich zwischen 1000 und 2200 Umdrehungen pro Minute einstellen. Die Leistungs­elektronik sorgt auch hier für eine konstante Geschwindigkeit. Festool bietet für das Gerät viel Zubehör an, unter anderem eine Bodenführung für bequemeres Arbeiten.
Neu auf den Markt gebracht hat Spezialist Rokamat seinen kombinierten Kurz- und Langhalsschleifer Gecko Rapid. Für die Anwendung im Trockenbau wurde der Motor von der Schleif­einheit getrennt. Das erleichtert das Arbeiten über Kopf bis zirka drei Metern Höhe deutlich. Dank Ansaugeffekt soll das Schleifen mit weniger Kraftaufwand als bisher verbunden sein.

Lukas Dietzel

Abbildungen: Hersteller                                                                                                                Ausgabe: 12/2013

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