06. Februar 2017

Auf die Fräse und fast fertig

Formteile-7 Ausbau und Fassade - Ausbau und Fassade
Fotos 1 – 3: Flextos
Fotos 1 – 3: Flextos

Mit Gipskartonplatten lassen sich ausgefallene Formen schnell und einfach in Trockenbauweise realisieren. Die Zeitersparnis, Termin- und Kostensicherheit überzeugt.

Mit Falttechnik lassen sich in allen Winkeln V-Fräsungen herstellen, die exakte Fugen ausbilden, sowie präzise Kanten und Ecken oder Deckenauskragungen.

Dies bietet optimale Möglichkeiten, wenn etwa versetzte Ebenen gestaltet werden sollen, oder Friese, Lamellen, Gesimse für indirekte Beleuchtungen und Abtreppungen.Mit Falttechnik lassen sich ausgefallene, innenarchitektonische Konzepte umsetzen. Auch für die tägliche Baustelle hat sie Vorteile: Mit einem einfachen Formteil, wie dem L-Winkel, lassen sich Ecken oder Pfeiler- und Stützenbekleidungen sowie Träger- und Balkenbekleidungen leicht und schnell montieren. Dabei wird je nach Bekleidungsdicke gleichzeitig ein sicherer und kostengünstiger Brandschutz gewährleistet. Auch die Montage von Klima- und Versorgungsschächten sowie Leuchtenkästen geht mit in Falttechnik hergestellten Fertigelementen einfach und schnell.

Hohe Qualität, praktische Vorfertigung

Norbert Kuri, Projektleiter beim Aus- und Weiterbildungszentrum für elementiertes Bauen in Bühl weiß, die Technik ist gefragt. »Denn man kann im Betrieb vorfertigen. Damit behält der Unternehmer die Wertschöpfung im Haus, ein klarer Wettbewerbsvorteil«, so Kuri. »Für die Herstellung von Formteilen gibt es bereits preiswerte Frästische für den Einstieg, die sich auch für die Baustelle eignen.« In der Werkstatt kann man witterungsunabhängig vorfertigen und braucht die Arbeit nicht zu unterbrechen. Die Elemente werden erst dann zur Baustelle geliefert, wenn sie dort benötigt werden. Vor Ort wird lediglich noch montiert. Auch bei komplexen Bauvorhaben wird die Montagezeit auf ein Minimum reduziert. Zudem erleichtert eine termingenaue Ausführung die Koordination der Gewerke und trägt zum reibungslosen Ablauf des Bauens bei. Durch die Vorfertigung unter idealen Bedingungen in der Werkstatt bietet der elementierte Trockenbau eine hohe Qualität der Verarbeitung. Zeitaufwendige und teure Nacharbeiten werden reduziert. Bei der Falttechnik gibt es kaum Trocknungszeiten. Nach der Montage der Faltelemente kann ohne Zeitverzögerung weiter gearbeitet werden. So können Arbeitsschritte detailliert geplant und koordiniert werden. Kosten lassen sich leichter kalkulieren, der Auftrag kann wirtschaftlich abgewickelt und Mitarbeiter effizient eingesetzt werden. Der Umgang mit modernen Geräten fördert nicht zuletzt die Mitarbeitermotivation, weiß Kuri: »Bei der Ausbildung von Stuckateuren haben wir gemerkt, dass das Arbeiten an einem lasergesteuerten Frästisch sehr motiviert.«

Die Firma Sauter GmbH aus Singen stellt Formteile in Falttechnik seit über sechs Jahren selbst her. Dafür ließ Geschäftsführer Josef Steidle drei Mitarbeiter einen Tag lang im Betrieb von einem Schneidetisch-Hersteller schulen. Was sich für ihn rechnet. Er nutzt die Schneide- und Falttechnik aber nicht nur für den klassischen Trockenbau: »Wir machen viel Leibungsplatten für Altbauten und setzen das System auch in Neubauten im ­Wärmedämm-Verbundsystem ein«, sagt er. Dafür verwendet er spezielle Dämmplatten, die ab Werk schon mit einer applizierten Putzoberfläche geliefert werden und in den Abmessungen den Standardmaßen im Trockenbau entsprechen. Eine maximale Bearbeitungsgröße von 2,5 Metern Länge und 1,25 Metern Breite ist auf seinem Tisch möglich. Vor allem 90 Grad Winkel und präzise Brandschutzplatten für die Verkleidung von Stahlträgern werden in der Werkstatt produziert. Weil das Sägen auf der Baustelle entfällt, falle weniger Staub an, was der Kunde schätze. »Wenn wir Fluchten an ­Decken herstellen, ist dieses System besser zu hand­haben. Die Übergänge sind sauberer, weil das Einspachteln von Eckschienen entfällt. Das spart etwas Zeit und ergibt einen optischen Vorteil«, sagt Steidle.

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