20. Januar 2012

Wechsel in der Geschäftsführung der BZB

Der bisherige stellvertretende Geschäftsführer der Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) mit Sitz in Krefeld Dipl.-Ing. Thomas Murauer hat zum 01.01.2012 die Leitung des operativen Geschäfts von seinem Vorgänger Dipl.-Ing. Frank Pawlik übernommen.

12_01_19_0bzb Ausbau und Fassade - Wechsel in der Geschäftsführung der BZB
Dipl.-Ing. Frank Pawlik (l.) hat zum 01.01.2012 das operative Geschäft der BZB nach 32 Jahren an seinen Nachfolger Dipl.-Ing. Thomas Murauer (r.) übergeben. Frank Pawlik steht sowohl den BZB als auch dem Vorstand, in Bild vertreten durch den Vorsitzenden Herbert Schaefer (M.), bis Ende 2013 als Berater zur Verfügung.

Thomas Murauer war nach dem Studium des Bauingenieurwesens mit Schwerpunkt Konstruktiver Ingenieurbau an der RWTH Aachen von 1998 bis zu seinem Eintritt in die BZB 2011 in verschiedenen Positionen in technischen Abteilungen und im Vertrieb der Halfen GmbH, Langenfeld tätig. Als Prokurist leitete er dort die internationale Anwendungstechnik und das Internationale Project Management. Zudem zählten interne und externe Produktschulungen zu seinem Aufgabengebiet.

Der scheidende Geschäftsführer der Bildungszentren des Baugewerbes e. V., Dipl.-Ing. Frank Pawlik, war seit der Gründung der BZB im November 1979 durch 48 Mitgliedsinnungen des Bauhauptgewerbes mit mehr als 2.500 Baubetrieben maßgeblich am Zustandekommen und ausgezeichneten Ruf der Bildungszentren in Krefeld, Düsseldorf, Wesel und Duisburg beteiligt.

„Mister BZB“, wie der ehemalige Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf Hansheinz Hauser Frank Pawlik schon in der Laudatio zum 50. Geburtstag nannte, hat als Mann der ersten Stunde im Jahre 1979 – damals kommissarisch tätig für die Baugewerblichen Verbände Nordrhein - entscheidenden Anteil an der Einführung der völlig neuen Stufenausbildung Bau für alle baugewerblichen Berufe in Regierungsbezirk Düsseldorf an den Standorten Krefeld, Düsseldorf und Wesel.

Frank Pawlik hat in den vergangenen 32 Jahren mit sehr großem Engagement und persönlichem Einsatz nachhaltig und intensiv die Entwicklung und die Geschicke einer innovativen Berufsbildungseinrichtung gelenkt. Zu seinen großen persönlichen Verdiensten gehört es, dass er in der Aufbauphase Anfang der 80er Jahre den immensen Schwierigkeiten und Hindernissen, die dem Vorhaben den Weg verstellten, couragiert entgegentrat. Nicht minder hoch zu bewerten ist es, dass er in dieser Zeit zu jenen wenigen gehörte, die unermüdlich Überzeugungsarbeit für die neu eingeführte Stufenausbildung Bau leisteten, deren Vorteile von vielen verkannt und daher abgelehnt wurde.

Als engagierter Förderer des baugewerblichen Nachwuchses – er selbst hatte eine Ausbildung zum Betonbauer absolviert – forderte er stets skeptische Unternehmer zur Ausbildungsbereitschaft auf und ging keiner kontroversen Auseinandersetzungen auf seinerzeitigen Innungsversammlungen aus dem Weg. Eine qualifizierte Ausbildung ist und bleibt für ihn die Basis des Bauhandwerks.

Heute präsentieren sich die BZB als hochqualifizierte, multifunktionale Einrichtungen für die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern und Unternehmern aus der gesamten Bauwirtschaft. Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 seit 1997 und AZWV sind die BZB ein bewährter Partner der Arbeitsagenturen und Jobcenter bei Jugend- und Qualifizierungsmaßnahmen, aber auch des BMBF/BiBB.

Pawliks Motto: „Präsent sein, wo die Zielgruppen Interesse zeigen!“ führte unter anderem zu effektiven Kooperationen von Sport und Bildung mit großen wie auch kleinen Vereinen.

Frank Pawlik ist in Fachkreisen, Gremien und Netzwerken, auf regionaler und überregionaler Ebene und im europäischen Raum anerkannt als kompetenter Fachmann der Berufsbildung im Baugewerbe und vertrat dort erfolgreich die Anliegen der Aus- und Weiterbildung im Baugewerbe.

Der bilateralen Partnerschaft mit dem Ausbildungszentrum CFA du Bâtiment in Orléans/Frankreich folgte parallel die Einbindung in das europäische Netzwerk RE.FORM.E., das vorwiegend aus nationalen Dachorganisationen der beruflichen Bildung im Baugewerbe besteht. Nicht das deutsche Baugewerbe, nein, Frank Pawlik war der „Motor“ des deutschen Engagements in der Berufsbildung auf europäischer Ebene. Und man schätzte ihn als verlässlichen Garanten für den Erfolg von Aktivitäten und Projekten des Netzwerkes RE.FORM.E. Gemeinsam gestaltete europäische Berufsbildung war für ihn gelebtes Europa der Bürger.

Für sein vorbildliches Engagement insbesondere für das Baugewerbe wurde Frank Pawlik für seine erfolgreiche Arbeit in der Berufsbildung von den Baugewerblichen Verbänden 2006 mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Die Handwerkskammer Düsseldorf ehrte ihn bereits 1996 mit der Silbernen Medaille für seinen besonderen Einsatz zur Förderung des beruflichen Nachwuchses im Baugewerbe und seine tatkräftige Hilfe beim Aufbau einer Handwerksorganisation in Moskau.

Frank Pawliks Engagement zur Förderung der Berufsbildung im Baugewerbe fand Gestalt in der Lüttgen-Pawlik-Stiftung, die sich die Förderung der Aufstiegsfortbildung oder eines Studiums der Besten in den baugewerblichen Berufen zum Ziel gesetzt hat. Unermüdlich und selbstlos ruft er auch bei privaten Anlässen zu Spenden für diesen Zweck auf.

Der BZB-Vorstand würdigt die großen Verdienste von Herrn Pawlik um die Ausbildung, Qualifizierung und Weiterbildung im Baugewerbe. Frank Pawlik hat in all den Jahren seiner Tätigkeit mehr als eine herausragende persönliche Leistung erbracht. Er hat die Anliegen des baugewerblichen Nachwuchses in Deutschland und Europa stets auch zu seinem ganz persönlichen Anliegen gemacht: Ihm gebührt großer Dank.

Auf der Feier anlässlich des Geschäftsführerwechsels am 30. März 2012 im BZB Krefeld, seiner langjährigen Wirkungsstätte, im Kreise von Freunden und Förderern der BZB aus Politik, Handwerk und Verbänden wird Herrn Pawlik für 32 Jahre erfolgreicher Arbeit der wohlverdiente Dank entgegen gebracht. Gleichzeitig möchten wir eben jenem Kreis Herrn Murauer als neuen Geschäftsführer der BZB offiziell vorstellen.

Aber so ganz geht man nie: Frank Pawlik steht mit seinem profunden Wissen sowie Kenntnissen der Bauwirtschaft und der Bildungslandschaft sowohl den BZB als auch dem Vorstand bis Ende 2013 als Berater zur Verfügung.