20. August 2012

Weiterhin verhaltene Wohnungsbautätigkeit in Europa

Nach einem Rückgang des europäischen Wohnungsbauvolumens um insgesamt rund ein Fünftel in den Jahren 2008 bis 2010 und einem bescheidenen Anstieg um 1,5 Prozent im Jahr 2011 dürften die Wohnungsbauleistungen in diesem Jahr wieder leicht abnehmen. Auch für das kommende Jahr sehen die Experten der Euroconstruct-Gruppe noch keine spürbare Erholung: In den 19 Partner-Ländern dürfte die Wohnungsbautätigkeit 2013 um lediglich ein Prozent ansteigen.

Für 2014 erwarten sie dagegen ein Plus von knapp 2,5 Prozent. Die vielfältigen negativen Auswirkungen der Eurokrise auf den Wohnungsbausektor werden bis dahin spürbar an Intensität einbüßen. Auch in Irland dürfte die Wohnungsbaunachfrage 2014 erstmals seit etlichen Jahren wieder zunehmen. Die bis dahin erfolgte dramatische Marktkorrektur sollte eine "gesunde" Grundlage für eine – wenn auch moderate – Aufwärtsbewegung bilden. Dagegen ist in Spanien und Portugal allenfalls mit einer Marktstabilisierung zu rechnen.

Die Zahl der Wohnungsfertigstellungen in neu errichteten Wohngebäuden dürfte bis 2013 europaweit auf rund 1,4 Millionen Einheiten zurückgehen. Für 2014 wird ein Anstieg um lediglich 30.000 Neubauwohnungen erwartet. Damit wäre zumindest wieder das Niveau des Jahres 2012 erreicht. Zum Vergleich: Während des Höhepunkts des europäischen Wohnungsbaubooms im Jahr 2007 wurden mehr als 2,5 Millionen Fertigstellungen registriert.