25. April 2016

Bauhandwerk der Ostalb startet Qualifizierung für Flüchtlinge

2016_04_25_BauhandwerkOstalb Ausbau und Fassade - Ausbau und Fassade
Jack Iyoka (Projektteilnehmer) gemeinsam mit Jasmin Baccelliere (Jobcenter Ostalbkreis), Gabriele Fuchs (Projektinitiatorin Stuckateurbetrieb Fuchs), Dorothea Ewers (Kolping Bildungswerk) und Yuriy Gemedzhiev (Projektteilnehmer). Foto: HWK Ulm

Das Bauhandwerk im Ostalbkreis hat sein Qualifizierungsprojekt „Chance Bauberuf“ für Flüchtlinge erfolgreich gestartet. Gemeinsam mit der Arbeitsagentur, dem Jobcenter Aalen und dem Kolping-Bildungswerk sollen jährlich 20 Jugendliche zu einer Ausbildung in einem Bau-Beruf geführt werden. Theorie und praktische Inhalte stehen dabei ebenso im Vordergrund wie die deutsche Sprache.

Bei einem Vor-Ort Besuch im Aalener Ausbildungszentrum Bau unterstrichen alle Träger des von der Handwerkskammer Ulm und dem Stuckateurverband Baden-Württemberg initiierten Projekts die gemeinsame Zielsetzung, Menschen mit Migrationshintergrund in eine duale Ausbildung zu bringen. Das „3 Säulen-Modell“ aus Sprache, Theorie und Praktikum finde im Großraum Ost-Württemberg in dieser Form zum ersten Mal statt. Positiv stimme die Teilnehmer ebenso die Konzentration des Projekts auf die Bau-Branche. Lehrinhalte könnten so sehr spezifisch und praxistauglich vermittelt werden. Dies erhöhe die Erfolgsaussichten beim Start einer Ausbildung.

„Für nachwuchssuchende Stuckateurbetriebe können solche Projekte richtungsweisend sein, um künftig ihren Fachkräftebedarf auch aus den Reihen von Migranten und Geflüchteten zu decken“ erläutert Stephan Bacher vom Stuckateurverband, der im Rahmen des Jobstarter plus – Projektes Go2Bau die regionale Qualifizierungsmaßnahme begleitet und unterstützt hat. „Wir sind sehr dankbar, dass Verantwortliche in den Betrieben, wie etwa Frau Fuchs vom gleichnamigen Wasseralfinger Betrieb, die Zeichen der Zeit erkannt und uns eingeschaltet haben. Für den Fachverband der Stuckateure könnte die Qualifizierungsmaßnahme durchaus ein Zukunftsmodell für weitere Regionen darstellen“, so der Verbandssprecher weiter.

Im Hinblick auf den Ausbildungsstart im September werden die Teilnehmer jetzt auch auf konkrete Bewerbungssituationen vorbereitet und in ihren Vorhaben begleitet. Allen interessierten Stuckateurbetrieben steht der Fachverband der Stuckateure im Rahmen des Projekts Go2Bau gerne unterstützend zur Verfügung. Bis zum Juni werden insbesondere noch Praktikumsplätze für die Teilnehmer gesucht. Mehr Informationen über Ausbildungsprojekte sind unter www.stuck-verband.de/ausbildung zu finden.