Ausbau und Fassade - Lexikon - J

Lexikon für Stuck, Putz, Trockenbau und Wärmedämmung

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Jahresarbeitszahl (JAZ)

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt bei Wärmepumpen das Verhältnis von bereitgestellter Wärme zu zugeführter elektrischer Energie im Laufe eines Jahres an. Je höher die Jahresarbeitszahl, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Zum Beispiel stellt eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3,0 aus einer zugeführten Kilowattstunde Strom eine Heizleistung von drei Kilowattstunden Wärme bereit.

 

Jahresnutzungsgrad

Oberflächen-Wärmeverluste von Kessel, Speicher und Heizungsrohrleitungen zählen nur in dem Maße zur nutzbaren Heizwärme, wie sie zur Raumheizung beitragen.

Prozentangabe, wieviel des (unteren) Heizwerts des eingesetzten Brennstoffs ein Heizungssystem über ein Jahr hinweg in nutzbare Heizwärme umwandelt – berücksichtigt werden die Verluste im Wärmeverteil- und -speichersystem, aber nicht der Betriebsstrom.

Anders als beim Wirkungsgrad, der bei idealen Betriebsbedingungen eine momentane Wärmeleistung ins Verhältnis zur Brennstoffaufnahme setzt, sind beim Jahresnutzungsgrad alle mit dem Hoch- und Herunterfahren und mit dem Betrieb in Teillast verbundenen Verlustenergiemengen sowie die Bereitschafts- und Stillstandsverluste zu berücksichtigen.

Oberflächen-Wärmeverluste von Kessel, Speicher und Heizungsrohrleitungen zählen nur in dem Maße zur nutzbaren Heizwärme, wie sie zur Raumheizung beitragen. In die Berechnung gehen diese Oberflächenverluste mit einem Faktor von 0,85 ein – falls die Heizungsanlage im beheizten Teil des Gebäudes aufgestellt ist. Sehr kompliziert wird deren Berücksichtigung zum Beispiel bei in Außenwände eingeputzten Rohrleitungen.

Um den Verbrauchern vor dem Kauf eine Angabe machen zu können, wurde der sogenannte „Normnutzungsgrad“ entwickelt. Die Heizung wird dafür bei fünf Teillastnutzungsgraden und zwei Vorlauf-/Rücklauftemperaturpaaren gemessen, und es wird nach einem in der DIN-Norm 4702-8 beschriebenen Rechenweg der Normnutzungsgrad errechnet. Ein groß angelegter Feldversuch der FH Wolfenbüttel hat jedoch Abweichungen zum an installierten Anlagen gemessenen Jahresnutzungsgrad von bis zu 13 Prozentpunkten ergeben. Für einen realistischen Wert bleibt deshalb nur, Wärmemengenzähler geeignet einzubauen und über ein Jahr hinweg die gelieferte Heizwärme zu messen.

Bei Anlagen, mit denen sowohl Wärme als auch Strom gewonnen wird, bezeichnet der Jahresnutzungsgrad das Verhältnis zwischen der Summe von Wärme- und Stromabgabe – abzüglich des Eigenbedarfs – und dem Brennstoffeinsatz. Doch auch einzeln wird das Verhältnis angegeben, dann als „thermischer“ oder „elektrischer“ Jahresnutzungsgrad.

Englisch: annual efficiency / annual consumption index

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