Ausbau und Fassade - Lexikon - Gefälleestrich
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Gefälleestrich

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Begriff Definition
Gefälleestrich

Eine nach der Art der Aufgabenstellung bezeichnete Estrichart.
Bei Balkonen, Duschen oder Schwimmbadumgängen ist für den Abfluss des Wassers zum Bodeneinlauf hin ein Oberflächengefälle von 1,5 – 2 % erforderlich. Die Estrichoberfläche als Träger des Bodenbelags, z.B. Fliesen, muss dazu dieses Gefälle aufweisen.

Dazu ist ein Estrichmaterial ein nicht feuchtigkeitsempfindlicher Zementestrich mit steifer Konsistenz erforderlich, der als Nass- bzw. Mörtelestrich und nicht als Fließestrich sowie als Verbundestrich oder Estrich auf Trennschicht ausgeführt wird. Die Estrichplatte selbst weist dabei unterschiedliche Schichtdicken auf, wobei auch an der dünnsten Stelle am Bodeneinlauf die Estrichnenndicke einzuhalten ist.
Bei einem Estrich auf Dämmschicht wird das Gefälle durch einen Gefälleestrich direkt als Verbundestrich auf der Rohdecke ausgeführt, auf dem dann alle weiteren Konstruktionsebenen folgen und bis zum Bodenbelag im Gefälle liegen.

Da auf einer Streckenlänge von 1 m ein Gefälle von 2 % bereits einen Höhenunterschied von 2 cm bedeutet, sind die Flächengrößen des Gefälleestrichs begrenzt, da allzu große einseitigeEstrichdicken Erhärtungs-, Schwind- und Trocknungsprobleme bewirken.

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