Ausbau und Fassade - Lexikon - Lehmputz
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Lehmputz

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Begriff Definition
Lehmputz

Mineralisch gebundene Putzart für Innenputze nach DIN 18550-2 mit Ton als Bindemittel.
Lehmputze erhärten durch Trocknung des Anmachwassers, sind auf Grund ihres hohen Mikroporengehaltes extrem wasserdampfdurchlässig und weisen eine hervorragende Aufnahme-, Speicher- und Trocknungsfähigkeit für Feuchtigkeit auf. Sie wirken daher auf hervorragende Weise raumklimaregulierend.

Lehmputze sind sehr feuchteempfindlich, da mit steigendem Feuchtegehalt ihre Druckfestigkeit sinkt, sie stark quellen und beim Trocknen sehr stark schwinden. Das Risiko für Rissbildungen ist daher sehr hoch und der Haftverbund mit dem Putzgrund ist gefährdet, sodass sie meist Zusatzmittel und Zusatzstoffe (Haftmittel, Faserstoffe) zur Verminderung dieser Probleme enthalten. Sie weisen in trockenem Zustand eine mittlere Druckfestigkeit (SI/II > 1,0/1,5 N/m²) auf.
Als Unterputz werden Lehmputze in Schichtdicken von 10 – 20 mm, als Oberputz 3 – 12 mm aufgetragen, wobei der Putzgrund für besseren Haftverbund vorgenässt werden sollte. Sie können ein- oder zweilagig bei mechanisch gering beanspruchten Flächen verwendet werden, auch in häuslichen Bädern und Küchen, jedoch nicht in Räumen mit dauernd hoher Luftfeuchtigkeit oder im Spritzwasserbereich.

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