Ausbau und Fassade - Lexikon - Leichtputzmörtel (LW)
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Leichtputzmörtel (LW)

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Begriff Definition
Leichtputzmörtel (LW)

Putzmörtel nach DIN EN 998-1 mit niedrigeren Druckfestigkeitsklassen (CS I bis CS III) und einer auf Grund leichter Gesteinskörnungen niedrigen Trockenrohdichte von < 1300 kg/m³. Er wird als weicher, spannungsarmer Unterputz zum Verputzen wärmedämmender Putzgründe mit geringer Festigkeit verwendet. Seine Druckfestigkeit kann dabei an die des weicheren Putzgrundes angepasst werden, so dass die Regel des Festigkeitsgefälles eingehalten und das Risiko für Rissbildungen des Putzsystems verringert wird.

Leichtputze werden unterteilt in Typ I (Trockenrohdichte >1300 kg/m³, Druckfestigkeitsklasse CS II) und Typ II (Trockenrohdichte < 1100 kg/m³, CS I/II). Letzterer wird für Leichtmauerwerk mit einer Wärmeleitfähigkeit < 0,12 W/(m·K) eingesetzt und häufig mit einer zusätzlichen Faserarmierung zur Minderung des Rissrisikos ausgestattet („Superleicht-, Faserleichtputz“). Leichtunterputze unter stark beanspruchten, insbesondere dünnlagigen Oberputzen oder auf sehr unregelmäßigem Putzgrund erfordern einen Armierungsputz als dritte Putzlage, die den Oberputz vom spannungsreichen Putzgrund entkoppelt und somit das Rissrisiko mindert.
Das Einbetten eines Armierungsgewebes in den Leichtputz selbst ist auf Grund des geringen Haftverbundes und damit der unzureichenden Kraftübertragung zwischen Gewebeeinlage und dem weichem Leichtputzgefüge nicht empfehlenswert.

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