Ausbau und Fassade - Lexikon - Putzerhärtung
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Putzerhärtung

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Begriff Definition
Putzerhärtung

Art des Abbindevorgangs der mineralischen oder organischen Bindemittel eines Putzmörtels. Man unterscheidet dabei physikalische und chemische Erhärtungsvorgänge.

Die physikalische Erhärtung erfolgt durch Trocknung des Löse- und Verdünnungsmittels, das im Frischmörtel die Bindemittelwirkung blockiert (Wasser im Lehmputz oder Kunstharzputz). Wird das Wasser dem Putzmörtel entzogen, z.B. durch Wasseraufnahme des Putzgrundes oder durch Verdunstung, wirken sich die Bindemittelkräfte auf Gesteinskörnungen, Pigmente und sonstige Zusatzstoffe aus und bilden so ein mehr oder weniger stabiles Mörtelgefüge.
Die chemische Erhärtung erfolgt durch chemische Reaktionen mineralischer oder organischer Bindemittel mit unterschiedlichen Reaktionspartnern. Bei der Karbonatisation des Luftkalks reagieren Kalkhydrat, Kohlendioxid der Luft und das Anmachwasser und erhärten zu  Calcium-
karbonat.
Bei der Hydratation von Gipsbindern oder Zement reagieren diese jeweils mit dem Anmachwasser und erhärten durch Kristallisation wieder zu  Gipsstein bzw. Zementstein.

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