Ausbau und Fassade - Lexikon - Sanierputzmörtel (R)
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Sanierputzmörtel (R)

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Begriff Definition
Sanierputzmörtel (R)

Eignungsprüfungsmörtel als Unterputz eines Putzsystems nach DIN EN 998-1 zum Verputzen feuchter, mit bauschädlichen Salzen belasteter Putzgründe.

Sanierputze weisen einen besonders hohen Porengehalt (> 40%), hohe Wasserdampfdurchlässigkeit und verminderte kapillare Leitfähigkeit auf. Auf diese Weise werden die in Wasser gelösten bauschädlichen Salze aus dem Putzgrund in den Porenraum des Putzes transportiert, wo sie auskristallisieren und nicht bis zur nun trockenen Oberfläche gelangen. Solange die Poren nicht völlig salzgefüllt sind, entsteht kein das Putzgefüge zerstörender Sprengdruck.
Sanierputzsysteme werden im WTA Merkblatt 2-9-04/D beschrieben und können aus den Grundelementen nicht volldeckender Spritzbewurf, Porengrundputz, Sanierputz, Oberputz und Schlussanstrich bestehen.
Um den Transport des bei der Salzkristallisation entstehenden Wasserdampfs an die Oberfläche zu gewährleisten und die Wasseraufnahme von außen zu begrenzen, müssen Oberputz und Schlussanstrich extrem wasserdampfdurchlässig und auch wasserabweisend sein. Der Sanierputz kann in einer Schichtdicke von ≥ 20 mm oder aber auch mehrlagig ausgeführt werden (Dicke je Lage ≥ 10 mm).

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