Ausbau und Fassade - Lexikon - Schwindverhalten (Estrich)
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Schwindverhalten (Estrich)

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Begriff Definition
Schwindverhalten (Estrich)

Volumenverringerung mineralischer oder organischer Baustoffe auf Grund von chemischen Erhärtungs- oder physikalischen Trocknungsvorgängen.

Schwindvorgänge verursachen im Estrichgefüge Zugspannungen, die bei unzureichender Zugfestigkeit und Elastizität zu Rissbildungen führen. Bei Verbundestrichen sind Estrichfugen nicht erforderlich, denn der Haftverbund überträgt die Scherspannungen des Estrichs auf die Rohdecke. Nur wenn sie größer als die Haftzugfestigkeit werden, sind Ablösungen und Aufschüsselungen die Folge.
Als Gegenmaßnahme gegen die Rissbildung auf Grund des Schwindverhaltens des Estrichs müssen Bewegungs-, Rand- und insbesondere Scheinfugen angeordnet werden, die ihm eine eine schadensfreie Dimensionsverkürzung ermöglichen. Dabei wir der Estrich in Flächen von ≤ 40 m² bzw. Kantenlänge von ≤ 8 m unterteilt. Heizestriche erfordern geringere Zahlenwerte.
Das Schwindverhalten von Calciumsulfatestrichen ist minimal, daher sind nur Bauwerksfugen und zur Vermeidung von Schallbrücken Randfugen erforderlich. Im Gegensatz dazu erfordern die stark schwindenden Zementestriche wesentlich mehr Bewegungs- und Scheinfugen in von Estrichdicke und Belastung abhängigen kleineren Feldgrößen von höchstens 6 m Kantenlänge.

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