Ausbau und Fassade - Lexikon
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Lexikon für Stuck, Putz, Trockenbau und Wärmedämmung

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Begriff Definition
Maschinenputz

Maschinell unter Druck auf den Putzgrund aufgespritzte Putzmörtel.
Aus Gründen der Zeit- und Kostenersparnis werden Maschinenputze für großflächige Putzarbeiten verwendet. Maschinenputze müssen maschinengängig sein und enthalten daher Anteile an Feinsanden mit glatter Oberfläche sowie die Reibung vermindernde Zusatzmittel.

Massivdecke

Konstruktionsart einer einschaligen Rohdecke im Gegensatz zu Holzbalkendecken.
Die Schalldämmung einer einschaligen Massivdecke hängt von ihrer flächenbezogene Masse ab. Je höher diese ist, desto stärker wird die Schallübertragung vermindert.

Mineralwolledämmplatte (MW)

Zu den anorganischen Dämmstoffen zählende genormte Faserdämmplatte für Wärme- und Schallschutzmaßnahmen. Eine Rohstoffschmelze von Altglas (Glaswolle) oder Natursteinen (Steinwolle) wird zerfasert, mit Kunstharzen zu Platten gebunden und heißluftgehärtet. Je nach Anforderungen werden durch unterschiedliche Rohdichten, Festigkeiten, Zusammendrückbarkeit und Faserrichtung parallel oder senkrecht zur Oberfläche (Lamellenplatten) vielfältige Anwendungen möglich.

Mischmauerwerk

Inhomogener Putzgrund aus Baustoffen mit extrem unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften, z.B. Mauerziegel, Wärmedämmziegel, Porenbeton, Stahlbeton, Holzwolleplatten.
Deren Unterschiede bei Festigkeit, Wasseraufnahme, Quell- und Schwindverhalten, Verformungen und Oberflächenstruktur verursachen für die Putzhaftung, Kohäsion und Risiko für Rissbildungen eines Putzsystems erhebliche Probleme.

Modellierputz

Eine der in DIN EN 13914/ DIN 18550 genormten Putzweisen für Oberputze.
Modellierputze werden als mineralisch oder organisch gebundene Oberputze für freie Oberflächengestaltung verwendet. Mit unterschiedlichen Werkzeugen (Kelle, Spachtel, Schwamm, Bürste) können vielfältige Strukturen erzeugt werden, für die z.B. Bezeichnungen wie Kellenstrichputz, altdeutscher Putz oder Scheibenputz gebräuchlich sind.

Modernisierung

Instandsetzungsmaßnahme mit dem Ziel nicht nur einer Renovierung oder Sanierung, sondern der weitergehenden Anpassung von Bauwerksfunktionen, -konstruktionen und -gestaltung an aktuelle Anforderungen und geltende Regeln der Technik.

Mörtelestrich

Eine nach der Verlegeart bezeichnete Estrichart, inhaltlich identisch mit dem Nassestrich.

Nachbehandlung

Abschließende Oberflächenbearbeitung nach der Erhärtung eines Mörtel- oder Fließestrichs.

Nachbehandlungen der Estrichoberfläche dienen zur Optimierung ihrer Eigenschaften durch Vorbehandlungsmaßnahmen für nachfolgende Beschichtungen oder Beläge.

Nassestrich

Eine nach der Art der Verlegeart bezeichnete Estrichart. Inhaltlich identisch mit Mörtelestrich. Ein erdfeuchter nicht fließfähiger Estrichmörtel wird konventionell eingebracht, verteilt, verdichtet und durch Abziehen eingeebnet. Diese vergleichsweise unwirtschaftliche Verlegeart ist zeitaufwendig, technisch anspruchsvoll und bewirkt Qualitätsprobleme insbesondere bei Verdichtung sowie Gleichmäßigkeit und Ebenheit der Oberfläche.

Nassverlegung

Neben der Trockenverlegung eine der Anordnungsmöglichkeiten der Heizrohre einer Fußbodenheizung innerhalb eines Heizestrichs.

Normalputzmörtel (GP)

Putzmörtel nach DIN EN 998-1 ohne besondere Eigenschaften mit einer Trockenrohdichte von >1300 kg/m³ und Druckfestigkeitsklassen von CS I bis CS IV. Sie werden als Innenputz oder Außenputz bei üblichen Anforderungen und Einsatzgebieten verwendet.

Nutzestrich

Eine nach der Art der Aufgabenstellung bezeichnete Estrichart.
Nutzestriche werden ohne Bodenbelag ausgeführt und direkt durch die Nutzungsart beansprucht, z.B. in untergeordneten Räumen im Wohnungsbau (Keller) oder durch Fahrverkehr in Tiefgaragen. Sie weisen einen besonderen hohen Verschleiß- bzw. Abriebwiderstand auf. Daher kommen hierbei hoch beanspruchbare Zementestriche als Industrieestriche, Gussasphaltestriche oder Kunstharzestriche zum Einsatz.

Oberflächenbeschaffenheit

Hauptanforderungen an die Qualität einer Estrichoberfläche sind: Tragfähigkeit, keine Sinterhaut/ Krustenbildung, ausreichender Verschleißwiderstand, Ebenheit, Rissfreiheit, ausreichend trocken (Belegreife), gleichmäßig saugend, guter Haftverbund für Beläge, ohne Ausblühungen.

Oberflächenqualität

Kriterium zu Ebenheit von Oberflächen insbesondere für Innenputze nach DIN 18550-2.
Dabei werden je nach Oberflächenbehandlung (abgezogen, geglättet, gefilzt oder gerieben) 4 Qualitätsstufen (Q1,-Q4) unterschieden, die je nach gewünschter Eignung für eine Schlussbeschichtung (Anstrich matt/glänzend, Raufaser-/Metalltapeten) eingehalten werden müssen.

Oberputz

Oberste Putzlage eines mehrlagigen Putzsystems nach DIN EN 13914.
Oberputze leisten durch Oberflächenstruktur und Farbgebung einen Beitrag zur Gestaltung des Bauwerks. Als Außenputz dienen sie zum Schutz von Bauteil und Unterputz vor Witterungseinflüssen (Schlagregen, Frost), chemischer Beanspruchung oder Beschädigung. Dafür sind eine ausreichende Putzdicke, ausreichende Festigkeit und Elastizität, möglichst geringe Wasseraufnahme sowie Wasser-, Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit erforderlich.

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