Ausbau und Fassade - Lexikon
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Lexikon für Stuck, Putz, Trockenbau und Wärmedämmung

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Begriff Definition
OSB-Platte („Oriented Strand Board“)

Zu den Holzwerkstoffplatten zählende spezielle Holzspanplatte, die für Fertigteilestriche besonders gut geeignet ist (OSB/3). Grobe Holzspäne (Länge bis 20 cm) werden mit Kunstharzbindemitteln, Härtern, Flammschutz- und Hydrophobierungsmitteln gemischt und zu Platten gepresst. Die Späne sind sperrholzähnlich schichten- und kreuzweise versetzt parallel zur Oberfläche angeordnet. Für Fertigteilestriche sind Platten mit 12 - 25 mm Dicke und Nut-und-Feder-Kanten lieferbar (P3).

Perliteplatte

Zementgebundene Leichtbeton-Bauplatte mit Gesteinskörnung aus geblähtem Perlite-Gestein.

Pigmente

Farbgebende nicht lösliche Farbmittel als Zusatzstoffe für Putzmörtel.
Sie müssen alkali- und lichtbeständig sein und dürfen die Eigenschaften des Putzmörtels nicht verschlechtern. Zu den anorganischen Pigmenten gehören die sehr beständigen natürlichen Erdfarben, z.B. Ocker oder Umbra, zu den organischen Pigmenten z.B. Indigo oder Sepia. Neben den Pigmenten zählen auch lösliche natürliche oder künstliche Farbstoffe zu den Farbmitteln.

Polystyroldämmplatte expandiert (EPS)

Zu den organischen Dämmstoffen zählende Hartschaumplatte für Wärme- und Schallschutzmaßnahmen.
EPS-Platten werden aus Polystyrolgranulat mit Heißdampf in Einzelformen in Plattendicke mit gleichzeitiger Kantenprofilierung oder aber in Blockformen aufgeschäumt und zugeschnitten. Schalldämmende Platten werden elastfiziert (Trittschalldämmplatten EPS-DES).

Polystyroldämmplatte extrudiert (XPS)

Zu den organischen Dämmstoffen zählende Hartschaum-Dämmplatte für Maßnahmen zur Wärmedämmung.
XPS-Platten werden wie expandierte Polystyrolplatten (EPS) hergestellt, aber während des Aufschäumens durch eine verdichtende Extruderdüse gepresst. So entsteht ein geschlossenzelliges Gefüge mit dichter Schäumhaut.

Porengrundputz

Spezieller Sanierputz als zusätzliche Putzlage eines Sanierputzsystems nach WTA Merkblatt 2-9-04/D bzw. DIN 18550.
Der Porengrundputz dient als Ausgleichsputz und zusätzlicher Salzspeicher bei hoher Salzbelastung und besitzt größere Saugfähigkeit und Porenvolumen als der eigentliche Sanierputz. Bei 25 mm Gesamtdicke beider Putzlagen kann seine Dicke auf 15 mm reduziert werden.

Putz

Belag eines Gebäudebauteils aus nach dem Auftragen erhärtetem Putzmörtel.
Putze leisten einen Beitrag zur Gestaltung des Bauteils und müssen bauphysikalische und technische Aufgaben erfüllen, z.B. Wärme-, Feuchte-, Schall-, Brandschutz oder Luftdichtheit der Gebäudehülle. Je nach vorgesehenem Verwendungszweck des Putzes werden unterschiedliche Anforderungen an seine Eigenschaften gestellt.

Putzabdichtung

Schutzmaßnahme zur Vermeidung von Putzschäden für stark feuchtebelastete Putzsysteme (Kellerwandaußenputz, Sockelputz, Innenputz im Spritzwasserbereich). Angewendet werden können mineralische Dichtungsschlämmen oder bituminöse Anstriche.

Putzarmierung

Einlage eines zugfesten alkalibeständigen Glasgittergewebes innerhalb des Unterputzes oder eines Armierungsputzes eines mehrlagigen Putzsystems. zur Verminderung der Gefahr der Rissbildung durch Aufnahme auftretender Zugspannungen.

Putzarten

Putzarten werden nach unterschiedlichen Gesichtspunkten unterschieden, z.B. nach
-    Verwendungszweck:     Normalputz-, Leichtputz-, Edelputz-, Einlagenputz-,
     Sanierputz, Wärmedämmputzmörtel
-    zu verputzendem Bauteil:    Wandputz, Sockelputz, Kellerwandputz, Deckenputz

Putzdicke

Putze benötigen zur Erfüllung ihrer Aufgabenstellungen eine ausreichende und möglichst gleichmäßige Schichtdicke. Je ungleichmäßiger oder dünner diese ist, desto größer sind die zu erwartenden Spannungen auf Grund von Schwindverhalten oder thermischer Belastung und damit die Gefahr der Rissbildung.

Putzerhärtung

Art des Abbindevorgangs der mineralischen oder organischen Bindemittel eines Putzmörtels. Man unterscheidet dabei physikalische und chemische Erhärtungsvorgänge.

Putzgrund

Oberfläche, auf die der Putzmörtel aufgetragen wird.
Der Putzgrund muss als Träger des Putzes eine ausreichende Putzhaftung bewirken. Die dazu notwendigen Eigenschaften müssen durch Putzgrundprüfungen überprüft und gegebenenfalls mit einer Putzgrundvorbehandlung, dem Einbau eines Putzträgers oder einer Putzarmierung sicher gestellt werden.

Putzgrundprüfung

Maßnahmen zur Überprüfung der Putzgrundeigenschaften, die für fachgerechte Verputz-
arbeiten erforderlich sind.
Zu den zu überprüfenden Eigenschaften zählen Ebenheit, Festigkeit, Rauigkeit, Sauberkeit, Saugfähigkeit, Feuchtigkeitsgehalt, Frostfreiheit, Rissbildung, Verformungsfreiheit, Gehalt an bauschädlichen Salzen. Zu den Prüfmethoden zählen Sichtprobe, Wischprobe, Benetzungsprobe, Klopf-/ Kratzprobe, Feuchtigkeitsmessung und evtl. eine Analyse bauschädlicher Salze.

Putzgrundvorbehandlung

Maßnahmen auf der Grundlage einer Putzgrundprüfung zur Verbesserung der vorhandenen
Eigenschaften des Putzgrundes. Zu den Vorbehandlungsmaßnahmen zählen:

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