Ausbau und Fassade - Lexikon
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Lexikon für Stuck, Putz, Trockenbau und Wärmedämmung

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Begriff Definition
Sgraffito

Gestaltungstechnik für Oberputze für mehrlagige mineralische Putzsysteme.
Dabei werden zwei oder mehrere verschieden eingefärbte dünne Oberputzlagen aufgetragen und nach dem Erhärten mit der Aufrissskizze des geplanten Motivs versehen. Durch stufenweises Wegkratzen der Farbschichten wird das mehrfarbige Motiv reliefartig freigelegt.

Silikate

Mineralische Bindemittel auf der Basis von Kaliwasserglas für Dispersions-Silikatputze, Silikat-farben und Dispersions-Silikatfarben.    
Kaliwasserglas erhärtet chemisch durch Reaktion mit Kohlendioxid und Wasser. Mit Kalk- und Quarzanteilen in Untergrund und Pigmenten von Anstrichmittel oder Putzmörteln erfolgt eine Verkieselung, die hervorragenden Putzhaftung und Gefügebindung (Kohäsion) bewirkt. Die entstehenden Kalk-Silikate sind chemisch sehr beständig und besitzen hohe Festigkeit und Wasserdampfdurchlässigkeit.

Silikatfarben

Rein Mineralisches Anstrichmittel auf der Basis des Bindemittels Kaliwasserglas (Silikate), das durch Verkieselung erhärtet.
„Rein“-Silikatfarben („Keimfarben) werden aus dem Bindemittel („Fixativ“) auf der Baustelle mit einer Trockenmischung aus Füllstoffen und Pigmenten gemischt. Dieses nicht lagerfähige 2- Komponenten-Material ist schwierig zu verarbeiten (Fleckenbildung!), weist aber eine sehr gute Untergrundhaftung und Wasserdampfdurchlässigkeit auf und ist sehr wetterbeständig.

Silikonharzputz

Organisch gebundene Putzart für Oberputze mit den lösemittellöslichen Bindemitteln Silikonharzen und Acrylaten als wässrige Dispersion.
Silikonharzputze erhärten kombiniert physikalisch durch Trocknung und chemischer Bindung an kalkhaltige Untergründe. Sie werden verarbeitungsfertig geliefert und weisen eine gute Putzhaftung auf tragfähigem Putzgrund auf, sind stark wasserabweisend und wasserdampfdurchlässig sowie sehr wetterbeständig.

Sockelputz

Eine der in DIN EN 13914-1 genormten Putzarten.
Sockelputze werden oberhalb der horizontalen Wandabdichtung bzw. der Geländeoberfläche im Spritzwasserbereich (Höhe ca. 30 cm ) als Putzsystem aus Unterputz, evtl. Armierungsputz und Oberputz auf der Keller- bzw. Außenwand aufgebracht. Sie greifen zusammen mit einer Sockeldämmung gegebenenfalls bis unter die Geländeoberfläche ein.

Sperrholzplatte

Zu den Holzwerkstoffplatten zählende genormte Trockenbauplatte, die für Fertigteilestriche kaum verwendet wird.

Spritzbewurf

Maßnahme der Putzgrundvorbehandlung zur Verbesserung der Putzhaftung oder des Saugverhaltens des Putzgrundes. Der Spritzbewurf zählt nicht als Putzlage!

Spritzputz

Eine der in DIN EN 13914/ DIN 18550 genormten Putzweisen für Oberputze.
Der feinkörnige und dünnflüssige Putzmörtel wird insbesondere für porös strukturierte dekorative Innenputze oder Akustikputze verwendet und meist maschinell in mehreren dünnen Schichten feucht-in-feucht aufgespritzt.

Standzeiten

Wartezeiten zwischen Auftragen einer Putzlage bis zur Erhärtung und möglichem Auftrag einer weiteren Putzlage bzw. Beschichtung.
Standzeiten sind abhängig von Saugverhalten und Feuchtegehalt des Putzgrunds, Putzdicke, Bindemittel sowie Witterungsbedingungen. Bei ungünstigen müssen sie verlängert werden.

Strahlenschutzputz

Besondere Putzart für zweilagige Innenputze mit der Aufgabe der Abschirmwirkung gegen Röntgenstrahlung.
Den Unterputz des Putzsystems bildet ein Kalkzement- bzw. Zementputz mit sehr schweren Gesteinskörnungen. Er wird mit einem Oberputz versehen. Einsatzgebiete sind Röntgenräume in Krankenhäusern oder Arztpraxen.

Tiefgrund

Anstrichtechnische Maßnahme der Putzgrundvorbehandlung zur oberflächennahen Verfestigung des Putzgrundes.
Der organisch gebundene lösemittelhaltiger Tiefgrund kann je nach Porenstruktur ausreichend tief in den verwitterten oder absandenden Putzgrund eindringen, aber immer nur oberflächennahe Zonen verfestigen. Wasserlöslicher Tiefgrund stellt auf Grund seines geringen Eindringvermögens nur eine Grundierung dar!

Ton

Bindemittel nach DIN 18975 bzw. DIN 18550.2 für mineralische Lehmputze.
Ton ist ein extrem feinkörniges mineralisches Verwitterungsprodukt, dessen Bindekraft auf seinen Molekularkräften beruht. Bei feuchtem Ton blockieren die Wassermoleküle diese Kräfte teilweise, so dass er weich und verformbar ist. Er erhärtet rein physikalisch durch Trocknung seines Wassergehaltes und verringert dabei sein Volumen stark (Schwindverhalten).

Trittschallschutz

Schutzmaßnahmen gegen die Übertragung von Trittschall. Diese bei Deckenkonstruktionen auftretende Art der Schwingungsanregung stellteine Sonderform des Körperschalls dar.

Trockenbauplatte

Werkmäßig vorgefertigte Plattenelemente, die im Rahmen von Trockenbauarbeiten für Bekleidungen von Wänden und Decken dienen können.

Trockenestrich

Alternativer Begriff zu Fertigteilestrich.

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