Ausbau und Fassade - Lexikon

Lexikon für Stuck, Putz, Trockenbau und Wärmedämmung

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Begriff Main definition
Mörtelestrich

Eine nach der Verlegeart bezeichnete Estrichart, inhaltlich identisch mit dem Nassestrich.

Nachbehandlung

Abschließende Oberflächenbearbeitung nach der Erhärtung eines Mörtel- oder Fließestrichs.

Nachbehandlungen der Estrichoberfläche dienen zur Optimierung ihrer Eigenschaften durch Vorbehandlungsmaßnahmen für nachfolgende Beschichtungen oder Beläge.

Nassestrich

Eine nach der Art der Verlegeart bezeichnete Estrichart. Inhaltlich identisch mit Mörtelestrich. Ein erdfeuchter nicht fließfähiger Estrichmörtel wird konventionell eingebracht, verteilt, verdichtet und durch Abziehen eingeebnet. Diese vergleichsweise unwirtschaftliche Verlegeart ist zeitaufwendig, technisch anspruchsvoll und bewirkt Qualitätsprobleme insbesondere bei Verdichtung sowie Gleichmäßigkeit und Ebenheit der Oberfläche.

Nassverlegung

Neben der Trockenverlegung eine der Anordnungsmöglichkeiten der Heizrohre einer Fußbodenheizung innerhalb eines Heizestrichs.

Naturdämmstoffe

Wärmedämmstoffe, die zu einem Gewichtsanteil von mindestens 75 Prozent aus Materialien pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Herkunft hergestellt sind.

 

Niedrigstenergiegebäude

Energiestandard für zukünftige Gebäude, unterschiedlich definiert von der EU-Kommission (will einen Standard entsprechend Effizienzhaus 40) und von der deutschen Bundesregierung (will einen Effizienzhaus-75-Standard).

 

Normalputzmörtel (GP)

Putzmörtel nach DIN EN 998-1 ohne besondere Eigenschaften mit einer Trockenrohdichte von >1300 kg/m³ und Druckfestigkeitsklassen von CS I bis CS IV. Sie werden als Innenputz oder Außenputz bei üblichen Anforderungen und Einsatzgebieten verwendet.

Nullenergiehaus

Gebäude, das summiert über ein Jahr gleichviel erneuerbare Primärenergie für die Abgabe nach außen bereitstellt, wie es für seinen Betrieb von jenseits der Grundstücksgrenze benötigt (errechnet nach standardisierten Faktoren aus der Endenergie).

 

Nutzestrich

Eine nach der Art der Aufgabenstellung bezeichnete Estrichart.
Nutzestriche werden ohne Bodenbelag ausgeführt und direkt durch die Nutzungsart beansprucht, z.B. in untergeordneten Räumen im Wohnungsbau (Keller) oder durch Fahrverkehr in Tiefgaragen. Sie weisen einen besonderen hohen Verschleiß- bzw. Abriebwiderstand auf. Daher kommen hierbei hoch beanspruchbare Zementestriche als Industrieestriche, Gussasphaltestriche oder Kunstharzestriche zum Einsatz.

Oberflächenbeschaffenheit

Hauptanforderungen an die Qualität einer Estrichoberfläche sind: Tragfähigkeit, keine Sinterhaut/ Krustenbildung, ausreichender Verschleißwiderstand, Ebenheit, Rissfreiheit, ausreichend trocken (Belegreife), gleichmäßig saugend, guter Haftverbund für Beläge, ohne Ausblühungen.

Oberflächennaher Erdwärmekollektor

Der oberflächennahe Erdwärmekollektor eignet sich, um Wärme von direkter Sonneneinstrahlung, Niederschlägen und dem Erdinneren zu gewinnen. Ein Kunststoffrohrsystem wird unter die Erde gelegt, um die Wärme aus dem Boden aufzunehmen. Diese Wärme wird weiter zur Wärmepumpe gepumpt. Der Erdwärmekollektor eignet sich vor allem für Haushalte mit einem niedrigen Wärmebedarf (Einfamilienhäuser).

Oberflächenqualität

Kriterium zu Ebenheit von Oberflächen insbesondere für Innenputze nach DIN 18550-2.
Dabei werden je nach Oberflächenbehandlung (abgezogen, geglättet, gefilzt oder gerieben) 4 Qualitätsstufen (Q1,-Q4) unterschieden, die je nach gewünschter Eignung für eine Schlussbeschichtung (Anstrich matt/glänzend, Raufaser-/Metalltapeten) eingehalten werden müssen.

Oberputz

Oberste Putzlage eines mehrlagigen Putzsystems nach DIN EN 13914.
Oberputze leisten durch Oberflächenstruktur und Farbgebung einen Beitrag zur Gestaltung des Bauwerks. Als Außenputz dienen sie zum Schutz von Bauteil und Unterputz vor Witterungseinflüssen (Schlagregen, Frost), chemischer Beanspruchung oder Beschädigung. Dafür sind eine ausreichende Putzdicke, ausreichende Festigkeit und Elastizität, möglichst geringe Wasseraufnahme sowie Wasser-, Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit erforderlich.

Öl-Brennwertheizung

Bei der Öl- Brennwerttechnik wird dem Abgas sowohl die fühlbare Wärme als auch die im Wasserdampf gebundene Kondensationswärme entzogen und dem Heizsystem zugeführt.

Organische Dämmstoffe

Zu den organischen Dämmstoffen, die in natürliche und in synthetische Rohstoffe eingeteilt werden, zählen die natürlichen Rohstoffe Flachs, Hanf, Holzfaser, Holzspäne, Holzwolle, Kokosfaser, Kork, Schafwolle, Schilfrohr, Stroh, Wiesengras und Zellulose, sowie die synthetischen Melaminharz-Hartschaum, Polyesterfasern, expandiertes Polystrol (EPS), extrudiertes Polystrol (XPS) und Polyurethanschaum (PUR).

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