Ausbau und Fassade - Lexikon
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Lexikon für Stuck, Putz, Trockenbau und Wärmedämmung

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Begriff Definition
Estrichelement

Industriell vorgefertigte Fertigteilelemente aus besonders druck- und biegezugfesten Trockenbauplatten, die für die Verlegeart eines Fertigteilestrichs vorgesehen sind.

Estrichfuge

Abhängig von Beanspruchung, Estrichkonstruktion und -material sind für Estrichplatten unterschiedliche Fugenarten vorzusehen, für die der Planer einen Fugenplan zu fertigen hat.

Estrichkonstruktion

Estriche werden im Hinblick auf Aufgabenstellung und Schichtenaufbau unterschieden in:
-    Verbundestrich     Estrichmaterial wird direkt auf die Rohdecke aufgebracht
-    Estrich auf Trennschicht     Estrich und Rohdecke sind durch eine Trenn- und Gleitschicht getrennt

Estrichnenndicke

Die Nenndicke eines Estrichs gibt die durchschnittliche Schichtdicke an, während die Mindestschichtdicke an kritischen Stellen um 5 - 10 mm kleiner sein kann. Die Nenndicke ist abhängig vom Estrichmaterial, seiner Biegezugfestigkeit und dem Größtkorn der Gesteinskörnung, von der Estrichkonstruktion, der Verlegeart, der Nutzlast sowie von der Zusammendrückbarkeit der Dämmschicht beim Estrich auf Dämmschicht.

Estrichverbundelement

Industriell gefertigte Fertigteilelemente aus mit Dämmplatten kaschierten Estrichelementen, die für einen Estrich auf Dämmschicht in der Verlegeart eines Fertigteilestrichs vorgesehen sind. Die Auswahl der Dämmstoffe (Anwendungsgebiet) richtet sich nach der Aufgabe des Estrichs:

Farbmittel

Überbegriff für farbgebende Pigmente bzw. Farbstoffe für Putzmörtel oder Anstrichmittel. Sie werden in natürliche und künstliche sowie anorganische und organische Farbmittel unterteilt.

Fertigteilestrich

Eine nach der Art der Verlegeart bezeichnete Estrichart. Dabei werden industriell vorgefertigte Fertigteilelemente aus besonders druck- und biegezugfesten Trockenbauplatten mit Fugenversatz im Verband verlegt und zu einer stabilen und homogenen Estrichplatte durch Verbindung der Elementfugen zusammengefügt.

Festigkeitsgefälle

Aus mehreren miteinander verbundenen unterschiedlichen Materialschichten bestehende
Bauteile sind in der Regel zur Oberfläche hin wachsenden thermischen oder hygrischen
Beanspruchungen ausgesetzt, die Zug- und Scherspannungen erzeugen.

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Festigkeitsverlust

Eine der verschiedenen Erscheinungsformen von Putzschäden.
Ursachen für unzureichende Festigkeit des Putzsystems können vielfältig sein. Alterung und Verwitterung, verbunden mit einer Bindemittelauswaschung auf Grund der Einwirkung des Sauren Regens treten mit wachsendem Bauwerksalter immer häufiger auf.   

Filzputz

Eine der in DIN EN 13914 und DIN 18550 genormten Putzweisen.
Filzputze werden mit Gesteinskörnungen geringer Korngröße (bis ca. 1,5 mm) aufgebracht und abschließend mit einem befeuchteten Filzbrett (Schwammscheibe) abgerieben. Die feinkörnig strukturierte Oberfläche neigt zur Bildung von Haarrissen auf Grund von Schwindvorgängen.

Flächenbezogene Masse

Merkmal für die Fähigkeit eines massiven einschaligen biegesteifen Bauteils, durch Luft- oder Körperschallwellen zu Schwingungen und damit zur Schallübertragung angeregt zu werden. Die flächenbezogene Masse eines solchen Massivbauteils hängt von seiner Rohdichte und Schichtdicke ab und wird in kg/m2 angegeben. Je höher dieser Wert ist, desto besser ist seine Luft- und Trittschalldämmung.

Fließestrich (F)

Eine nach der Art der Verlegeart bezeichnete Estrichart.
Dabei werden einem mineralischen Nass- bzw. Mörtelestrich Fließmittel als Zusatzmittel beigefügt, die die innere Reibung zwischen der Gesteinskörnung herabsetzen, den Mörtel fließfähig machen und zusätzlich seinen Wasseranspruch vermindern. In der Praxis werden wegen ihrer grundsätzlichen Vorteile derzeit hauptsächlich Calciumsulfat-Fließestriche (CAF) angewendet.

Fließmittel

Zusatzmittel für einen Mörtelestrich mit dem Ziel, ihn durch Verminderung der inneren
Reibung des Frischmörtels maschinell pump- sowie fließfähig zu machen.

Fußbodenheizung

Heizungsystem mit innerhalb eines Heizestrichs angeordneten Heizrohren.
Die Niedertemperaturheizung soll die Heizwärme aus den Heizrohren möglichst ungehindert nach oben an die Raumluft abgeben. Dazu ist je nach Lage der Leitungen eine möglichst gute Wärmeleitung innerhalb Bodenbeläge und der Estrichkonstruktion einerseits sowie eine gute Wärmedämmung nach unten zur Rohdecke andererseits erforderlich. Es handelt sich also bei einem Heizestrich immer um einen Estrich auf Dämmschicht.

Gefälleestrich

Eine nach der Art der Aufgabenstellung bezeichnete Estrichart.
Bei Balkonen, Duschen oder Schwimmbadumgängen ist für den Abfluss des Wassers zum Bodeneinlauf hin ein Oberflächengefälle von 1,5 – 2 % erforderlich. Die Estrichoberfläche als Träger des Bodenbelags, z.B. Fliesen, muss dazu dieses Gefälle aufweisen.

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