09. November 2012

Hessen: Wohnungsbau bleibt eine Domäne der kleineren Betriebe im Baugewerbe

Ein vollständiges Bild des hessischen Bauhauptgewerbes ergibt sich aus den Ergebnissen der jährlichen Strukturerhebung, bei der alle Betriebe befragt werden. Danach haben die Umsätze – und hier vor allem im Wohnungsbau – deutlich zugenommen und die Beschäftigung übertraf im dritten Jahr in Folge das Vorjahresniveau.

Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes lag die Beschäftigtenzahl in den 5780 Betrieben des Hessischen Bauhauptgewerbes im Juni 2012 mit 51 200 um 2,4 Prozent höher als vor Jahresfrist. Mit einem Umsatz von 547 Millionen Euro wurde der Vorjahresstand um 7,4 Prozent übertroffen.

Bei den Arbeitern, einschließlich der Poliere und Meister, gab es einen Anstieg von 4,6 Prozent auf 37 300, darunter waren 1970 gewerblich Auszubildenden (minus 2,7 Prozent). Ebenfalls rückläufig war die Zahl der kaufmännischen und technischen Angestellten, einschließlich der kaufmännischen Azubis, mit einem Minus von drei Prozent auf 10 360.

Stark zugenommen haben im Juni 2012 die Wohnungsbauumsätze mit einem Plus von 21 Prozent auf 198 Millionen Euro. Beim gewerblichen und industriellen Bau gab es einen Anstieg von 8,5 Prozent auf 185 Millionen Euro. Dagegen gingen die Umsätze im öffentlichen und Verkehrsbau um 5,9 Prozent auf 165 Millionen Euro zurück.

Der Wohnungsbau bleibt eine Domäne der kleineren Betriebe. In den Betrieben mit bis zu 19 Beschäftigten wurden 66 Prozent aller Wohnungsbauumsätze erwirtschaftet. Dagegen lag der Anteil der Betriebe mit mindestens 200 Beschäftigten nur bei 7,9 Prozent. Umgekehrt erzielten beim Straßenbau die Großbetriebe einen Anteil von 48 Prozent und die kleineren einen von nur sieben Prozent.