19. November 2012

Jeder dritte Hausbesitzer sieht Renovierungsbedarf

12-11-19gfk-studie400 Ausbau und Fassade - Jeder dritte Hausbesitzer sieht Renovierungsbedarf

Jeder dritte Hausbesitzer hält seine Immobilie für renovierungsbedürftig. Ist die Immobilie bereits mehr als 30 Jahre alt, so sieht sogar knapp jeder zweite Hausbesitzer konkreten Handlungsbedarf. Hohe Energiekosten haben dabei einen starken Einfluss auf die gefühlte Modernisierungsbedürftigkeit der eigenen Immobilie. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung, die die GfK im Auftrag der LBS-Gruppe unter Hausbesitzern durchführte.

 

Die derzeit bestehende Förderung energetischer Maßnahmen wird als unzureichend beurteilt. 27 Prozent aller Hausbesitzer würden eine energetische Modernisierung in Betracht ziehen, wenn die staatlichen Förderungen angemessen wären. Knapp ein Drittel plädiert dafür, dass die geförderte Eigenheimrente („Wohn-Riester“) auch für energetische Modernisierungsmaßnahmen verwendet werden darf.

Senkung der Energiekosten wichtigster Grund für Modernisierung
Fast jeder zweite Hausbesitzer hat schon einmal energetisch modernisiert, davon 22 Prozent in den letzten drei Jahren. Weitere 22 Prozent planen dies innerhalb der nächsten drei Jahre. Für 43 Prozent aller Hausbesitzer, die bereits energetisch modernisiert haben oder dies planen, ist die Senkung der Energiekosten der wichtigste Grund. Die Hausbesitzer in Deutschland geben ihre Kosten für Heizung und Warmwasser mit durchschnittlich 145 Euro pro Monat an. Das entspricht ungefähr einem jährlichen Verbrauch von 2.200 Litern Heizöl. Eine bessere Wärmedämmung, der Austausch der Fenster oder eine neue Heizung können den Energieverbrauch eines Einfamilienhauses mehr als halbieren. „Sanierungen zielen vor allem auf die Einsparung von Energie ab. Sie sorgen aber auch für den Werterhalt der Immobilie, verbessern das Wohnklima und leisten einen aktiven Beitrag zur Energiewende“, sagt Dr. Rüdiger Kamp, Vorstandsvorsitzender der LBS Nord.