24. Mai 2013

Bauhauptgewerbe im März: 18% weniger Umsatz

Der Winter verhagelt den Bauunternehmen die Bilanz: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mit­teilt, lag der Umsatz im Bauhauptgewerbe im März um nominal 17,6 % unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. Das gute Ergebnis im Februar konnte die Rückgänge im Januar und März nicht ausgleichen:

Insgesamt meldeten die Bauunternehmen für das erste Quartal ein Umsatzminus von 9,9 %. Ursächlich für diese Entwicklung waren die frostigen Temperaturen, die die Bautätigkeit nahezu zum Erliegen brachten. Hinzu kam ein Arbeitstageeffekt: Den Bauunternehmen standen im ersten Quartal drei Arbeitstage weniger zur Verfügung. Auch die Aussichten für die Zukunft haben sich eingetrübt: Der Auftragseingang ist im März um nominal 7,6 % zurückgegangen (real: - 9,2 %). Insgesamt schließt das erste Quartal mit einem Orderrückgang von 3,0 % (real: - 4,8 %). Aufgrund der hohen Auftragsbestände sieht der Hauptverband in dieser Entwicklung aber noch keine baukonjunkturelle Trendwende. Für den Rückgang ist neben dem Arbeitstageeffekt auch noch ein statistischer Basiseffekt verantwortlich: Der Auftragseingang war im ersten Quartal 2012 um 12,7 % gestiegen.

Der Wohnungsbau hat das erste Quartal 2013 am besten überstanden: Der Umsatz lag um 7,6 % und der Auftragseingang um 1,0 % unter dem Niveau des entsprechen­den Vorjahresquartals. Positiv für das laufende Jahr ist, dass die Zahl der Genehmi­gungen von neuen Wohnungen um 16,2 % gestiegen ist. Besonders stark betroffen von der Witterung waren die Bauunternehmen des Öffentlichen Baus, die einen Umsatzeinbruch von 15,4 % gemeldet haben. Positiv ist allerdings, dass die Auf­tragseingänge das Vorjahresniveau erreicht haben und die Hochbaugenehmigungen - aufgrund einzelner Großprojekte - um 95,5 % gestiegen sind. Demgegenüber wurde für den Wirtschaftsbau ein Rückgang der Genehmigungen von 4,7 % und der Auf­tragseingänge von 6,3 % gemeldet. Somit könnte der Umsatzrückgang von 8,5 % nicht nur auf die kalten Temperaturen, sondern auch auf eine leichte Verunsicherung der Investoren zurückzuführen sein.