02. August 2013

Handwerk begrüßt BGH-Urteil zur Schwarzarbeit

13-08-02_Karl-Heinz Laube_pixelio.de Ausbau und Fassade - Handwerk begrüßt BGH-Urteil zur Schwarzarbeit
(Foto: Karl-Heinz Laube/pixelio.de)
Schwarzarbeit und ist kein Kavaliersdelikt. “Saubere Schwarzarbeit” machen dagegen Schornsteinfeger und kokettieren damit. (Foto: Karl-Heinz Laube/pixelio.de)

Zur Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur Gesamtnichtigkeit von Verträgen mit Schwarzarbeitsabrede erklärt der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke:

"Der Zentralverband des Deutschen Handwerks begrüßt das Urteil des Bundesgerichtshofes zum Thema Schwarzarbeit. Der BGH geht klar und deutlich von einer Gesamtnichtigkeit vertraglicher Vereinbarungen aus, bei denen beide Vertragsparteien gegen die Regelungen des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes verstoßen. Das ist sehr zu begrüßen, denn eine Teilnichtigkeit allein der Abrede, keine Rechnung für die Werkleistung zu stellen, würde nicht die notwendige Abschreckungswirkung entfalten. Denn dann wäre in der Konsequenz Schwarzarbeit praktisch ohne Risiko, was dem Schutzzweck des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes und dem allgemeinen Rechtsempfinden zuwider liefe."

Der Bundesgerichtshof entschied am 01. August 2013 zu einem Fall, bei dem die Parteien des Ausgangsverfahrens eine Schwarzarbeitsabrede dahingehend getroffen hatten, dass eine Werkleistung ohne Rechnung gegen einen Werklohn von 1.800 Euro erbracht werden sollte. Die Vereinbarung zielte auf eine Hinterziehung der Umsatzsteuer. Später machte die Auftraggeberin Gewährleistungsansprüche wegen festgestellter Mängel geltend.