12. August 2013

Ausbildung: Chancen für Last-Minute-Bewerbung

Die Zahl der zum Stichtag 31. Juli neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Handwerk liegt mit 84.544 um 4,6 Prozent unter der Vergleichszahl des Vorjahres. Verglichen mit den Jahren 2009 bis 2011 liegt die Zahl allerdings auf einem höheren Niveau.

Da sechs Bundesländer noch den ganzen August über Schulferien haben, darunter mit Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste Bundesland mit einem doppelten Abiturjahrgang, erwartet der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zum Jahresende ein an die Vorjahreszahl heranreichendes Ergebnis. ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke: "22.300 Ausbildungsplatzangebote melden die Börsen der Handwerkskammern noch. Dabei sind fast alle Berufe vertreten. Last-Minute-Bewerber haben daher auch jetzt noch beste Chancen auf eine Ausbildung im Wunschberuf."

Von den 84.544 Ausbildungsverträge im Bundesgebiet wurden 74.642 (-4,4 Prozent) in Westdeutschland und 9.902 (-5,9 Prozent) in Ostdeutschland neu abgeschlossen. Dabei gibt es regionale Schwankungen. Berlin und Brandenburg verzeichnen beispielsweise Zuwächse, im Westen bleiben alle Handwerkskammern zum Stichtag 31. Juli unter dem Vorjahresergebnis.

Die Zahl der außerbetrieblichen Ausbildungsplätze ist bundesweit im Juli seit 2007 deutlich zurückgegangen: In Ostdeutschland wurde die Zahl um 71 Prozent zurückgefahren, um angesichts des starken Rückgangs der Schulabsolventen die betriebliche Ausbildung zu stärken, und in Westdeutschland um rund 40 Prozent.