12. August 2013

Deutscher Umweltpreis 2013 geht an Carmen Hock-Heyl

Carmen Hock-Heyl
Der Deutsche Umweltpreis 2013 geht an Carmen Hock-Heyl. (Foto: Hock)
Carmen Hock-Heyl wird mit dem Deutschen Umweltpreis 2013 geehrt. (Foto: Hock)

Carmen Hock-Heyl (58), Produkterfinderin, Unternehmensgründerin und Geschäftsführerin der Hock GmbH & Co. KG (Nördlingen) erhält den diesjährigen Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Der Preis wird seit 1993 jährlich von der DBU verliehen. Mit ihm werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die mit ihrem Einsatz und ihren Leistungen in vorbildhafter Weise zum Schutz und zur Erhaltung der Umwelt beitragen. 

Hock-Heyl wird für ihr persönliches und unternehmerisches Engagement geehrt, mit dem sie Dämmmaterial aus dem nachwachsenden Rohstoff Hanf unter dem Produktnamen "Thermo-Hanf" am Markt etabliert hat. Den mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas teilen sich in diesem Jahr Carmen Hock-Heyl und die Vorstandsvorsitzende der Netzkauf ElektrizitätsWerke Schönau (EWS) e.G., Ursula Sladek.

"Ohne die Visionen, das beharrliche Engagement, unternehmerisches Durchsetzungsvermögen und den Mut zum Risiko von Carmen Hock-Heyl gäbe es im Hausbau heute keine Dämmmatten aus dem nachwachsenden Rohstoff Hanf und keine Firma, die sie am Markt etabliert hätte." - Mit diesen Worten würdigte heute Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Verleihung des Deutschen Umweltpreises 2013 an Carmen Hock-Heyl. Bundespräsident Joachim Gauck wird Hock-Heyl die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung am 27. Oktober in Osnabrück überreichen.

Mit Blick auf den zukünftigen Markt und das wachsende Bewusstsein der Verbraucher für Naturbaustoffe setzt sie große Hoffnungen in die Politik, Naturfaserdämmstoffe ebenso verpflichtend zu machen wie Energiesparlampen. "Der Deutsche Umweltpreis ist ein Ansporn für mich, das Verbreiten umweltverträglicher Dämmstoffe auf politischer Ebene weiter voranzutreiben", bekräftigte Hock-Heyl. Das Preisgeld will sie deshalb für den Aufbau eines Verbandes für Naturfaserdämmstoffe einsetzen. "Wir brauchen dringend eine starke Interessenvertretung für alle Hersteller von nachwachsenden Dämmstoffen wie Hanf, Wolle, Flachs, Holz oder Cellulose, die bislang in Wirtschaft und Politik kaum Gehör finden", so Hock-Heyl.

Um möglichen Interessenkonflikten als Verbandsgründerin vorzubeugen und sich tatkräftig den anstehenden Aufgaben in Berlin zu widmen, will sie sich schrittweise aus ihrer Funktion als Geschäftsführerin der Hock GmbH & Co. KG zurückziehen. Dem Unternehmen wird sie als Beraterin und fachkundige Expertin weiterhin verbunden bleiben.