30. September 2013

Bauwirtschaft: Was tun nach einem Arbeitsunfall?

13-09-30_unfallambau Ausbau und Fassade - Bauwirtschaft: Was tun nach einem Arbeitsunfall?
Nach Arbeitsunfällen müssen vor allem Arbeitgeber aber auch Beschäftigte wissen, was zu tun ist. Es ist zielgerichtet und schnell aber nicht hektisch zu handeln. (Foto: Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft)

Weit über 100.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle registriert die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) jedes Jahr auf deutschen Baustellen, über 109.000 waren es allein 2012. Beispiele für typische Unfallverletzungen sind Knochenbrüche nach einem Sturz vom Gerüst, Kopfverletzungen durch fallende Gegenstände oder Bänderrisse beim Stolpern. Was in einem solchen Ernstfall zu tun ist, sollten die Arbeitgeber wissen - und zwar bevor ein Unfall eintritt.

Ein Aushang zur Ersten Hilfe gehört auf jede Baustelle. Hier sind zum Beispiel die Notrufnummern aufgeführt sowie die Namen der Ersthelfer, Betriebssanitäter und wo es Erste-Hilfe-Material gibt. Nach einem Unfall ist zunächst Ruhe zu bewahren, die Unfallstelle zu sichern und, falls nötig, die Person aus dem Gefahrenbereich zu holen. In schweren Fällen muss ein Rettungswagen her, der Verletzte sollte sofort in eine Klinik und zu einem so genannten "Durchgangsarzt" gebracht werden. Diese Ärzte sind besonders qualifiziert für die Behandlung von Unfällen.

Auch die Meldepflichten dürfen in der Aufregung nicht vergessen werden: Ist ein Mitarbeiter nach einem Arbeitsunfall mehr als drei Kalendertage arbeitsunfähig, hat der Unternehmer die Pflicht, der BG BAU eine "Unfallanzeige" zu erstatten. Das geht natürlich auch online. Bei tödlichen Verletzungen oder wenn mehr als drei Beschäftigte durch einen Unfall verletzt werden, ist dies der Berufsgenossenschaft sofort telefonisch zu melden.

Tipps zur Rettungskette, unter www.bgbau.de > Prävention > Medien und Praxishilfen > Weitere Medien > Erste Hilfe unter der Suchfunktion.