07. Oktober 2013

Grell ist out, Purismus kommt

13-10-07_Weisse_Haeuser_250 Ausbau und Fassade - Grell ist out, Purismus kommt
Hundertwasser-Stil war gestern, heute sollen die Fassaden schlicht sein. (Foto: Wolfgang Dirscherl/pixelio.de)

Kunterbunte Häuser in grellen Farben sorgen für Abwechslung im Baugebiet, wirken aber andererseits oft unpassend. Mit dem Trend zur markanten Optik ist es jetzt vorbei: Deutschlands Bauherren entscheiden sich zunehmend für eine eher zurückhaltende Gestaltung ihres neuen Eigenheims, wie der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) feststellt.

Auffallen um jeden Preis war in den letzten Jahren die weit verbreitete Devise: Je bunter, desto besser – auch beim Bauen. Grelle Fassaden sorgen beim Betrachter jedoch nicht nur für Aufmerksamkeit, sondern auch für Unruhe. Aber gerade in unruhigen Zeiten gibt es eine große Sehnsucht nach Harmonie. Und die drückt sich nicht zuletzt beim Hausbau aus: „Neue Häuser werden wieder traditionell gestaltet. Puristische Fassaden und einfache Dachformen sorgen für eine klassische Optik bei Eigenheimen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch der Verzicht auf zu viel Farbe“, erklärt BDF-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas.

Der große Vorteil einer weißen Fläche ist, dass sie sich mit allen anderen Farbtönen kombinieren lässt. Und so lässt eine überwiegend weiße Fassade, kombiniert mit einzelnen farblich gestalteten Elementen, immer noch genug Spielraum für die persönliche Note. Wenn einzelne Teile des Hauses dezent farblich akzentuiert werden, wirkt das nicht bunt, sondern verstärkt eher den klaren und sachlichen Eindruck.