04. November 2013

Bauwirtschaft: Geschäftsklima kaum verändert

Nach den Ergebnissen des ifo Konjunkturtests hat sich das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe im Oktober nur unwesentlich verschlechtert. Die befragten Bauunternehmen waren mit ihrer derzeitigen Geschäftslage etwas weniger zufrieden als im Vormonat. Die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr schätzten sie hingegen geringfügig günstiger ein als zuletzt.

Im Hochbau trübte sich das Geschäftsklima etwas ein. Im öffentlichen Hochbau sowie im Wohnungsbau wurden sowohl die aktuelle Situation als auch die zukünftigen Geschäftsperspektiven ungünstiger eingeschätzt als im September. Insbesondere die Geschäftslage im öffentlichen Hochbau wurde zurückhaltender bewertet als zuletzt. Im gewerblichen Hochbau hat sich die derzeitige Lage nach Ansicht der Befragungsteilnehmer hingegen leicht verbessert, während der Umfragewert bezüglich der Geschäftsaussichten ebenfalls nachgab. Von den Testteilnehmern meldeten 22% Behinderungen bei der Bauproduktion. Mit einem Anteil von 11% war Auftragsmangel der Hauptgrund hierfür. Insgesamt gaben zudem 6% der Firmen Arbeitskräftemangel als Ursache für die Beeinträchtigung der Bautätigkeit an. Der Auslastungsgrad der Gerätekapazitäten blieb nahezu unverändert bei 74,7% und übertraf damit den Vorjahreswert (73,4%). Die Auftragsbestände verharrten im gewerblichen Hochbau bei 3,4 Monaten, im Wohnungsbau bei 2,9 Monaten und im öffentlichen Hochbau bei 2,4 Monaten. Im Durchschnitt der Hochbausparten reichten die Auftragsreserven für 3,0 Produktionsmonate (Oktober 2012: 2,7 Monate). Den Firmenmeldungen zufolge konnten die Preise seltener angehoben werden als zuletzt. In den kommenden Monaten dürften Preissteigerungen nach Ansicht der Umfrageteilnehmer ebenfalls weniger häufig erfolgen; im Wohnungsbau sehen die Firmen dagegen größere Preiserhöhungsspielräume.