12. November 2013

Broschüre informiert über WDVS

13-11-12_Systembroschuere Ausbau und Fassade - Broschüre informiert über WDVS

Der Einsatz von Systemen wird in der Baustoffbranche derzeit wieder intensiv diskutiert. In der neuen Broschüre „Im System verbunden“ hat der FV WDVS die wichtigsten Fakten und Konsequenzen zum Thema übersichtlich dargestellt.

WDVS sind mittlerweile seit mehr als fünf Jahrzehnten am Markt. Der Systemgedanke ist bei WDVS fest verankert und wird von allen Anbietern auch entsprechend kommuniziert. Kernaussage: Nur die Lieferung und Verwendung aller Komponenten eines Systems aus der Hand des jeweiligen Zulassungsinhabers sichert die Funktionalität und Qualität samt angestrebter Energieeinspar-Wirkung.

Die Broschüre zeigt weitere wichtige Zusammenhänge auf, z. B. die baurechtliche Dimension: Die Anwendung eines WDVS ohne allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) ist aus baurechtlicher Sicht in Deutschland nicht möglich. Dieses Dokument führt detailliert die einzelnen Systembestandteile auf. Es verlangt zudem, dass alle für die Herstellung eines WDVS erforderlichen Produkte vom Inhaber der abZ – also dem Systemanbieter – zu liefern sind. Die Systemanbieter von WDVS gewährleisten für ihre Systeme dann, wenn sichergestellt ist, dass alle Systemkomponenten zulassungskonform geliefert und verarbeitet werden. „Wenn der Fachunternehmer Komponenten unterschiedlicher Hersteller mischt und als WDVS verarbeitet, erlischt die Gewährleistung des Systemanbieters und geht in vollem Umfang auf den Fachunternehmer über, der im Schadensfall mit einer Verjährungsfrist von bis zu 30 Jahren haftet“, heißt es in der Broschüre. Für das verarbeitende Handwerk und dessen Kunden geht es auch um das Thema Sicherheit. Diese können bei WDVS nur geschlossene Systeme bieten, weil die Prüfungen zur Erlangung einer abZ im System erfolgen.

Die Broschüre enthält auch einen klaren Hinweis zum Argument, geschlossene Systeme seien „zu teuer“. Bezogen auf WDVS verweist der FV auf den Grundsatz „Billig kann teuer werden“. Günstige Komponenten aus unsicheren Quellen zum Dumpingpreis erstanden und „als System“ verarbeitet böten keinerlei Sicherheit. Es fehle die abZ, das Zusammenwirken der Komponenten sei unbekannt, Mängel fast schon programmiert. Juristisch heißt das laut FV WDVS: „Der Auftragnehmer hat objektiv eine vom Auftragsinhalt abweichende Herstellung vorgenommen. Dies führt seitens der Auftragnehmer häufig zum Einbehalten der Forderungen bzw. zu Zahlungsverzögerungen.“

Die Broschüre geht in eigenen Abschnitten auch auf den Konformitätsnachweis und die Unternehmererklärung ein und erläutert den Zusammenhang mit dem Systemeinsatz bei WDVS.

Der Münsteraner Rechtsanwalt Dr. Marcus Brößkamp beantwortet in seinem Beitrag die Frage „Stellt die Herstellung eines WDVS unter Verwendung nur einzeln zugelassener Baustoffe einen Mangel dar?“ klar mit „ja“ und erläutert auch die Gründe dafür. Professor Norbert Messer, Lehrstuhl

öffentliches und privates Baurecht an der Fachhochschule Kaiserslautern, bestätigt in seinem Beitrag für die Broschüre, dass Hersteller von WDVS nicht haften, wenn Verarbeiter oder Privatkunde Komponenten aus verschiedenen Systemen mischen.

Eine ganzseitige Grafik verdeutlicht den Prozess der Planung und Überwachung von Wärmeschutz-Maßnahmen an Gebäuden, ein weiteres Kapitel fasst nochmal die wichtigsten Verarbeitungsschritte von WDVS zusammen. Bekenntnisse von Branchenbeteiligten zum geschlossenen WDV-System runden die neue Broschüre ab. Sie kann bestellt werden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder heruntergeladen werden unter http://www.heizkosten-einsparen.de/views/home/index.html