18. November 2013

Sto-Konzern: Hohen Umsatzausfälle der ersten Monate aufgeholt

Die Sto AG, einer der international bedeutenden Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen, steigerte den Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2013 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 2,3 % auf 892,0 Mio. EUR (Vorjahr: 871,7 Mio. EUR). Dabei profitierte das Unternehmen von der sich belebenden Geschäftstätigkeit in den Sommermonaten, wodurch die witterungs- und konjunkturbedingt hohen Ausfälle der ersten Monate aufgeholt werden konnten.

Das Auslandsvolumen erhöhte sich per saldo um 2,8 % auf 481,0 Mio. EUR (Vorjahr: 467,8 Mio. EUR). Impulse gingen vor allem vom erfreulichen Geschäft in Amerika und - noch gegen den Baukonjunkturtrend - Frankreich aus. Damit konnten Rückgänge insbesondere in Osteuropa mehr als ausgeglichen werden. Der Auslandsanteil am Konzernvolumen lag in den ersten neun Monaten 2013 bei 53,9 % (Vorjahr: 53,7 %).Der Inlandsumsatz belief sich auf 411,0 Mio. EUR nach 403,9 Mio. EUR in der Vergleichsperiode. Diese moderate Entwicklung war eine Folge der verhaltenen Investitionsbereitschaft, ausgelöst durch die fortdauernden Unklarheiten bei der künftigen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen. Außerdem sorgte die Diskussion über die ökologischen Folgewirkungen von Fassadensystemen sowie über die Baukultur für zunehmende Verunsicherung unter potentiellen Bauherren und Sto-Stakeholdern.

Aus der erstmaligen Einbeziehung der Anfang Februar erworbenen Natursteinindustrie Johann Neumeyer & Brigl GmbH & Co. KG, Eichstätt, resultierte ein Mehrumsatz von 6,0 Mio. EUR. Die Veränderung von Wechselkursen führte zu negativen Effekten von -4,2 Mio. EUR.

Die Kosten entwickelten sich im Jahresverlauf insgesamt günstiger als erwartet, was unter anderem die Materialaufwendungen betraf. Infolgedessen lagen das Konzernergebnis der betrieblichen Tätigkeit EBIT und das Nettoergebnis nach drei Quartalen über den vergleichbaren Vorjahreswerten.

Im Sto-Konzern waren Ende September 4.882 Mitarbeiter beschäftigt nach 4.744 am Vorjahresstichtag (+2,9 %). Ausgebaut wurde insbesondere die Inlandsbelegschaft, die um 118 auf 2.607 Arbeitnehmer (+4,7 %) zunahm. Mit 68 Personen entfiel der Großteil dieses Anstiegs auf die erstmals einbezogene Natursteinindustrie Johann Neumeyer & Brigl GmbH & Co. KG. Auch außerhalb Deutschlands wurde das Personal per saldo gestärkt: Die Auslandsbelegschaft umfasste zum Stichtag 2.275 Mitarbeiter gegenüber 2.255 ein Jahr zuvor (+0,9 %).

Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte beliefen sich in den ersten neun Monaten 2013 konzernweit auf 15,9 Mio. EUR (Vorjahr: 18,8 Mio. EUR). Zu den wichtigsten Projekten gehörten die Erweiterung des Logistikzentrums in Stühlingen und der Aufbau einer neuen Silo-Reinigungsanlage - beide Vorhaben konnten im Jahresverlauf erfolgreich abgeschlossen werden. Im September 2013 folgte die Fertigstellung des neuen Firmensitzes der belgischen Sto-Tochtergesellschaft. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Modernisierung und Fokussierung der Fertigungsstruktur in den USA mit dem Ausbau eines Standorts in Arizona begonnen.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013

Im Gesamtjahr 2013 rechnet Sto unverändert mit einem Zuwachs beim Konzernumsatz von etwa 2 % auf rund 1.165 Mio. EUR. Beim operativen Konzernergebnis EBIT ist im Gesamtjahr 2013 entgegen der bisherigen Prognosen von einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert von 95,3 Mio. EUR auszugehen. Grund dafür ist unter anderem die insgesamt günstiger als bislang erwartete Entwicklung der Rohstoffkosten. Schwer abschätzbar sind aber wie immer die Witterungseinflüsse, die den Geschäftsverlauf auch im November und Dezember 2013 noch merklich beeinträchtigen könnten.